Sonntag, 22. März 2015

Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki - Gefühls-Turbulenzen und Zuckerpuppe

Heute gibt es eine Bewertung im Doppelpack für die beiden neuen Bücher von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki. Es geht um diese beiden Leckerbissen:



Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber mir haben die Cover schon mal sehr gut gefallen. Den Covern und der Inhaltsangabe nach - und natürlich den vorangegangenen Büchern der beiden Autorinnen - ganz eindeutig etwas für mich. Ist ja nicht wirklich etwas Neues, dass ich romantische, unterhaltsame Bücher liebe. Da kann man einfach schön abschalten und träumen. Ergo: Ideale Wochenendlektüre nach einer anstrengenden Arbeitswoche.


Genug drum herum gequatscht, ihr wollt sicher etwas zu den einzelnen Büchern wissen. Deshalb also zunächst einmal mehr zu "Gefühls-Turbulenzen":



Darum geht es:

Flugbegleiterin Sarah hat sich Berlin gerade von ihrem Verlobten verabschiedet, als sie auf der Fahrt zum Flughafen bemerkt, dass sie ihr Smartphone zu Hause vergessen hat. Also fährt sie noch einmal zurück zur gemeinsamen Wohnung: Patrick hat die kurze Zeit offensichtlich sinnvoll genutzt und Nachbarin Kira direkt ins heimische Schlafzimmer gelotst, nachdem Sarah dieses verlassen hatte. Nachdem Sarah die beiden in voller Aktion erwischt hat und die Nachbarin halbwegs unbekleidet vor die Tür gesetzt hat, flieht sie zu ihrer Freundin Maxi an die Ostsee. Sie führt ein Bed-and-Breakfast, in dem Sarah Unterkunft findet. Unterwegs lernt sie eine echte Sahneschnitte kennen, die ihr an Maxis Wohn- und Arbeitsort wiederbegegnet. Doch das Städtchen hat sogar noch mehr zu bieten: Einen jungen, attraktiven Bürgermeister. Die Seeluft tut Sarah sichtlich gut, die Auswahl an möglichen Nachfolgern für ihren abservierten Verlobten erst recht. Zu dumm nur, dass einer der beiden eine sehr sympathische Ex-Freundin hat, die sehr bald auch schon zu Sarahs Freundinnen zählt. Jessi ist kein bisschen Zicke und passt perfekt zu den beiden Freundinnen Sarah und Maxi. Und so ist Sarah ratlos: Berlin oder Ostsee? Welcher Mann soll es denn nun sein?

"Zuckerpuppe" ist die direkte Fortsetzung von Gefühls-Turbulenzen. Spoiler beim Inhalt lassen sich daher eventuell nicht ganz vermeiden - vielleicht lest ihr einfach beim Fazit weiter, wenn ihr euch die Überraschung nicht verderben wollt.



So geht es weiter:


Sarah löst ihre Wohnung in Berlin auf. Sie hat sich für die Ostsee, den Job bei Maxi und den richtigen Mann entschieden. In einem Café lernt sie Konditorin Luisa kennen, die sehr unglücklich mit ihrem Arbeitsplatz ist, da sie von ihrer Chefin gnadenlos ausgenutzt wird. Sarah hat eine Eingebung und lässt sich Luisas Kontaktdaten geben. Einige weitere private Turbulenzen machen es bald notwendig, eine zusätzliche Kraft für das neue Café in Maxis Hotel zu engagieren - wie gut, dass Sarah hier schon einen Trumpf im Ärmel hat. Zuckerpuppe Luisa stellt sich vor und überzeugt auch Maxi von ihren Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit. Schon bald ergänzt sie das Freundinnen-Trio an der Ostsee.

Jessi ist weniger glücklich mit ihrem Tom, der immer eifersüchtiger und besitzergreifender wird. So befindet sie sich auch bald in Gefühls-Turbulenzen.
Die süße Luisa verliebt sich auch direkt in einen Einheimischen...


Meine Bewertung für beide Bücher:

Einfach schön. Sie haben aber leider nicht das Wochenende überlebt. Die Bücher sind zuckersüß und fluffig wie ein Cup Cake. Einzige Kritik: Nach "Zuckerpuppe" hatte ich spontan den Wunsch, eine Konditorei auszurauben. Dumm nur, wenn der Bäcker vor Ort so überhaupt nichts mehr Cup Cake oder Törtchen-ähnliches vorrätig hat. *grummel*

Die Beschreibung der Freundinnen passt sehr gut zu den gewählten Cover-Bildern. Alle vier waren mir sehr sympathisch, sogar Jessi, die ja anfangs eigentlich eine Rivalin von Sarah ist, obwohl sie davon überhaupt nichts ahnt. Solche zuverlässigen Freundinnen wünscht sich sicherlich jede Frau. Klasse finde ich Sarahs besten Freund Ben (ein bisschen Klischee, aber egal), ein Womanizer und Flugkapitän, der absolut glücklich mit seinem Lebensgefährten Feng ist. So einen Freund wünscht Frau sich gerne.

Okay, wenn man es genau nimmt, ist alles ein bisschen zu perfekt. Die Freundinnen sind alle hübsch, für jede von ihnen gibt es die perfekte Lösung. Aber mal ehrlich: Ich hatte auch nichts anderes erwartet und mir nichts anderes gewünscht, das normale Leben ist unperfekt genug. Besonders gut gefiel mir dann allerdings doch, dass Luisa sich in einen Mann verliebt, der aus dem Schema etwas herausfällt. Was mir persönlich noch fehlt: Ich würde gerne noch wissen, was aus Maxi und Alex wird, denn für die beiden wünsche ich mir ein gutes Ende. Aber wer weiß, vielleicht lesen wir ja noch mehr von den vier Freundinnen?

Wenn ihr mehr erfahren wollt über die Bücher von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki, schaut doch einfach mal auf ihrer Internetseite „Schreibkatzen“ vorbei. Dort erfahrt ihr auch einiges über die Autorinnen und die anderen Bücher und könnt sie auch direkt signiert bestellen. Zwei davon habe ich hier auch schon bewertet („Eingeladen und abgeschleppt“ und „Schlag zu und fühl dich wohl“). Und solltet ihr die Möglichkeit haben, eine Lesung der beiden Autorinnen zu besuchen: Tut es unbedingt! Es lohnt sich! Ich hatte bisher zweimal das Vergnügen – es waren tolle Events.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki für die Rezensionsexemplare und das Versüßen des Wochenendes! :-)



Euch wünsche ich auch viel Spaß beim Lesen. Ach, bevor ich es vergesse, ich habe ja noch eine Überraschung für euch: Nächsten Monat könnt ihr die beiden zuckersüßen Bücher gewinnen. Freut euch mit mir auf den Welttag des Buches am 23.04.2015 - auch "Deborahs Bücherhimmel" wird wieder dabei sein bei der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" (muss mich allerdings noch anmelden, fällt mir gerade mal ein...). Also, Datum schon mal vormerken!

Schönen Abend noch und viele Grüße!
Deborah

Ps: Wie gefällt euch eigentlich mein neues Blog-Maskottchen? Heißt Lexi2 (Lexitoo oder Lexitou, was ist schöner?)

Donnerstag, 19. März 2015

Alexandra Fröhlich - Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen

...oder: Ich heirate eine Familie - The next generation

Bevor der Monat wieder ohne Buchtipp im Sande verläuft, möchte ich euch heute ein nicht mehr ganz neues Buch vorstellen. Wobei es aber auch noch nicht alt ist - aber eben schon einen Nachfolger hat. Es geht um dieses Schätzchen hier:



Der Inhalt:

Paula Matthes, neuerdings erstaunlich erfolgreiche und vielbeschäftigte Anwältin und Mediatorin für Mitbürger aus östlichen Ländern, wagt den großen Schritt und heiratet Artjom Polyakow. Sie ahnt zwar, dass sie nicht nur den Mann, sondern seine ganze Familie gleich mit heiratet, aber von dem Chaos, das sie tatsächlich erwartet, hat sie keinen blassen Schimmer - ansonsten würde sie vermutlich schreiend davon laufen. Die angehenden Schwiegereltern Darya und Rostislav Polyakow haben so ihre ganz eigene Einstellung zu Familie, "Bissness" und dem Zusammenleben im allgemeinen und besonderen. Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen mit diesem Termin in Paulas Kanzlei. Das Ehepaar Polyakow bittet sie um ihre Hilfe. Da jedoch Sprachschwierigkeiten bestehen, wird der Sohn als Übersetzer hinzugezogen. Als Paula ihn kennenlernt, ist es um sie geschehen. Was macht schon eine kleine Flunkerei hier und da aus, wenn man der Liebe seines Lebens begegnet. Paulas Eltern sind jedoch nicht so glücklich mit der Wahl ihrer Tochter...

Mein Senf dazu:

Eigentlich ist das jetzt schon das Fazit, aber das bringt es genau auf den Punkt: Ich hatte Spaß in Tüten! Allein schon von Cover, Titel und der Inhaltsbeschreibung her war ich mir sicher, dass das ein Buch für mich ist. Und tatsächlich: Ich lag zu 100% richtig. 

Alexandra Fröhlich hat ein so urkomisches, unterhaltsames Buch über diesen Crash zweier Kulturen (kühle Nordlichter versus trinkfeste Mitbürger aus Russland) geschrieben, dass man am liebsten sofort in eine solche Familie einheiraten möchte. Bei den Polyakows wird es nie langweilig - irgendeine Katastrophe gibt es immer. Aber das ist eigentlich egal, denn die Familie hält zusammen, wie Pech und Schwefel und ohne Kompromisse.

Paula hat zunächst durchaus ihre Schwierigkeiten, mit den Eigenarten ihrer neuen Verwandten klar zu kommen, doch später arrangiert sie sich damit und zuckt höchstens mal noch mit der Schulter. Als die Schwiegereltern in spe - und die gesammelte Hundemannschaft bestehend aus einem Rassehund von Paulas Eltern und vier Promenadenmischungen von Darya - zum ersten Mal aufeinander treffen, geht es rund - und ich habe mich fast gekringelt vor Lachen. Es hat mich wirklich erstaunt, dass Paulas Vater nicht sein Jagdgewehr zückte und die Polyakows inklusive Vierbeiner vom Hof oder besser vom Rasen jagte. Stattdessen war Paulas Mutter sogar entzückt war von den neuen Verwandten. Kein Wunder: Endlich Leben in der Bude!

Die Hochzeitsfeierlichkeiten der beiden Verliebten werden zu einem echten Erlebnis der besonderen Art, genau wie die Hochzeitsreise...aber dazu möchte ich euch nicht mehr verraten, denn ich würde euch mit Sicherheit den Spaß nehmen. Und das wäre extrem schade.

Ich liebe solche Geschichten. Das ist Völkerverständigung der anderen Art. All die kleinen (und größeren) Vorurteile werden beschrieben, aber stets ohne Fingerzeig. Ja, die Familie Polyakow ist laut, schrill, auffällig ... eben einfach anders - und das ist auch gut so. Denn in ihrer aufdringlichen, nicht zu bremsenden Art sind sie absolut liebenswerte und zuverlässige Menschen, für die die Familie über alles geht. Sogar das heimliche Familienoberhaupt - selbstredend Darya, nicht Rostislav - kann zeitweise ein furchteinflößender Drache oder gar eine Naturgewalt sein, hat aber eindeutig ein Herz aus Gold. Da ist es doch wohl selbstverständlich, dass ein ehemaliges vierbeiniges Familienmitglied nicht in der Tierverwertung landet, sondern in einer Nacht- und Nebelaktion auf einem bekannten Friedhof beerdigt wird. Unglaublich, dass sich die Polizei in diesem Fall einmischt und das verhindern möchte...

Wenn ihr eine lustige, kurzweilige Lektüre sucht und diese Art von Geschichten mögt, seid ihr hier eindeutig auf der richtigen Seite. Ich wünsche euch viel Spaß mit Paula, Artjom, Darya, Rostislav, Deduschka, Vater und Mutter Matthes und all den anderen liebgewonnenen Helden dieser Geschichte.

Viele Grüße
Deborah 


Sonntag, 1. März 2015

Mal wieder ein kleines Lebenszeichen...

Hallo zusammen,

der Februar war irgendwie ganz schnell um. Und irgendwie bin ich vor lauter Stress wieder zu keiner einzigen Rezension gekommen - obwohl ich im Januar und Februar so tolle Bücher gelesen habe. Einige davon gehören eindeutig schon auf meine Favoritenliste 2015. 

Sogar eine der schönsten Schnapszahlen habe ich total verpasst: Die 88.888 Seitenzugriffe wurden mittlerweile geknackt und ich habe es gar nicht mitbekommen. Ich brauche wirklich mal einen spontanen Motivationsschub, welcher Art auch immer.

Damit ihr wenigstens schon mal seht, dass ich das Lesen nicht eingestellt habe, zeige ich euch heute meine gelesenen Bücher Januar und Februar 2015. Zumindest für die Favoriten habe ich mir vorgenommen, noch eine Rezi zu schreiben - sofern ich denn mal endlich meine Blockade überwinde... :-(

Januar 2015 - 9 Bücher (davon 2 neue)


Zumindest in einem Punkt war ich erfolgreich: Nur 2 der Bücher waren neu (sind erst 2015 dazu gekommen), der Rest steht mindestens seit Oktober 2014 in meinem RUB.

Hier die Bücher im Einzelnen:

- Sarah Harvey - Wachgeküßt: Ein lustig, unterhaltsames Buch von Sarah Harvey, schön zum einfach nebenher lesen.
- Sarah Harvey - Echten Männern gibt man ein Küsschen: Die Fortsetzung von "Wachgeküßt" (Zufall, dass ich mir das gegriffen habe, ich wusste es gar nicht), gefiel mir auch sehr gut.
- Meg Cabot - Aber bitte für immer: Ein weiterer Meg Cabot Roman in E-Mail-Form, auch sehr lustig und romantisch.
- Nicolas Barreau - Die Frau meines Lebens: Mein erster Barreau (oder wie auch immer der oder die Autorin heißt), die Rezension habe ich im Januar noch geschafft.
- Nina George - Die Mondspielerin: Wunderschön! Definitiv ein Favorit und ein Buch, das man gelesen haben sollte. Ich möchte endlich mal in die Bretagne - nun mehr denn je.
- Marita Sydow Hamann - Die Erben der alten Zeit - Ragnarök: Was war ich froh, den Abschluss der Trilogie ertauschen zu können. Eine spannende Fantasy-Saga, weitab vom Mainstream, definitiv auch ein Favorit.
- Fredrik Backman - Ein Mann namens Ove: Was für ein überraschendes, tolles Buch! Ein Hammerfund im Bücherschrank. Ich war wirklich traurig, als ich das Buch beendet hatte, denn Ove hat mir ganz viel Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Spitzenfavorit 2015!
- Sylvia Day - Ekstase & Erlösung: Nach den ersten drei Bänden von Crossfire für mich eine Enttäuschung, irgendwie ähnliche Story nur mit weniger Herz und ziemlich derber Sprache.
- Susan Mallery - Der 48-Stunden-Mann: Typischer Susan Mallery, romantisch, sexy, lustig. Nichts außergewöhnliches, aber solide Unterhaltung. 

Februar 2015 - 8 Bücher (davon 1 neues)


Im Februar habe ich eine Reihe (schweren Herzens) abgeschlossen und eine weitergelesen:

- Laura Florand - Ein süßes Stück vom Glück: Was soll ich sagen? Paris, Liebe und Schokolade, für mich eine Traumverbindung. 
- Nancy Atherton - Tante Dimity und der verschwundene Prinz: Band 18 der Tante Dimity-Reihe. Sie hat noch nichts an Charme eingebüßt.
- Nancy Atherton - Tante Dimity und der Wunschbrunnen: Band 19 der Tante Dimity-Reihe. Ich bin gespannt, ob es noch weiter geht und wie ich dann an die Bücher komme (bin ja kein Club-Mitglied mehr).
- Jill Mansell - Vorsätzlich verliebt: Mal wieder ein Buch, das schon länger in meinem RUB steht. Und dabei ist es so schön.
- Jill Mansell - Mein zukünftiger Ex: Auch schön, sehr unterhaltsam. Nun habe ich noch 2 Bücher von Jill Mansell im Regal. 
- Susanna Ernst - Immer wenn es Sterne regnet: Absolutes Highlight im Februar und einer der Favoriten 2015. Ich konnte und wollte es nicht aus der Hand legen und musste den Rest sogar im Auto lesen - was ich normalerweise nicht kann, weil mir davon schlecht wird. Es ging einfach nicht, ich konnte nicht warten, bis die Autofahrt beendet war. Soooo schön! 
- Eoin Colfer - Artemis Fowl - Der Atlantis-Komplex: Der vorletzte Streich von Artemis Fowl und direkt von Anfang an wieder spannend! 
- Eoin Colfer - Artemis Fowl - Das magische Tor: Der Abschied von Artemis, Holly, Butler und all den anderen lieb gewonnenen Helden und Feinden der oberirdischen und unterirdischen Welt fiel mir genauso schwer, wie seinerzeit bei Harry Potter. Eine wirklich spannende, phantasievolle Reihe (bei der mir leider ein einziger Band fehlt *grumpf*)

Ein paar tolle Neuzugänge gab es natürlich auch - ganz ohne geht halt wirklich nicht:

Kaum zu glauben, aber aus dem Bücherschrank. 
Auch ein Glücksfall: Signierte Ausgabe im Schuber bei TT ertauscht!
Ein paar hübsche Geburtstagsgeschenke.  
Noch ein Geschenk und mein einziges gekauftes Buch (mein Geschenk an mich)
Das war das Wort zum 1. März. Ich hoffe, es folgen diesen Monat noch einige. Auf jeden Fall möchte ich euch noch von meinem ersten Event dieses Jahres berichten: Meinem Besuch der Harry Potter Exhibition im Odysseum in Köln. Das war einfach unvergesslich. Hier schon mal ein kleiner Teaser...




Möge das Wort mit mir sein. In Gedanken bin ich schon bei der Star Wars Ausstellung.  :-) 

Nun erstmal eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche!

Liebe Grüße
Deborah