Donnerstag, 31. Oktober 2013

Heute ist...



Dregula und ich wünschen euch viel Spaß beim Feiern!


Und immer dran denken: 
Süßes - sonst gibt's Saures!




Montag, 21. Oktober 2013

Elke Pistor - Kraut und Rübchen

Nachdem ich das tolle Päckchen von Elke Pistor letzte Woche bekommen habe, konnte ich nicht widerstehen. Die Leseprobe hatte mich schon so neugierig auf "Kraut und Rübchen" gemacht, dass ich es jetzt vorziehen musste, wollte...was auch immer. Ganz ehrlich, ungelogen, ich finde es toll - darum habe ich es auch gestern und heute mal eben weg inhaliert. 



Bilder vom Cover liefere ich nach - ich bin heute zu faul, die Fotos zu machen. :-) Darum gibt es erst noch mal das Bild von dem super süßen Überraschungspaket.

Zum Inhalt:

Katharina Rübchen erbt von ihrer Tante Marion Haus und Hof, die drei eigenwilligen Ziegen Marylin, Jane und Rita und den dazu passenden Bock und nicht zu vergessen: Ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Da sie Exfreund und Boss Björn ohnehin nervt, beschließt sie, sich das Erbe aus der Nähe anzusehen und vor Ort darüber nachzudenken, was mit dem Nachlass passieren soll. Auf der Jagd nach ihrem ausgebüxten Kater Herr Hoppestedt gibt es leider ein kleines Missgeschick, in dessen Folge ein Loch in der Wand entsteht. Und darin befindet sich ein Tagebuch. In diesem Tagebuch findet Katharina die Geschichte von Hilda, einer in der Dorfgemeinschaft vor über 100 Jahren sehr beliebten Serienmörderin. Katharina versucht herauszufinden, wer Hilda war und was die Dorfgemeinschaft nun von ihr erwartet. Nebenbei ist da noch der nette Tierarzt, der offensichtlich mehr an Katharina als an ihren Ziegen interessiert ist.

Meine Bewertung:

Ich liebe es! Reicht das? Nein - vermutlich nicht, oder? "Kraut und Rübchen" ist ein Krimi nach meinem Geschmack. Kennt ihr vielleicht den Film "Mord im Pfarrhaus" mit Rowan Atkinson, Kristin Scott Thomas und der einzigartigen Maggie Smith? Diese Geschichte, in der die alte Dame jeden um die Ecke bringt, der ihre Familie oder das Dorf stört? Ganz so schlimm ist Hilda nicht, aber sie kümmert sich mit eben solcher Sorgfältigkeit um richtig fiese Zeitgenossen, die Frauen und Kinder quälen. Und wie sie das tut - sehr effektiv und nie zu ihrem Eigennutzen oder aus Habgier. Hilda ist eigentlich ein herzensguter Mensch, wenn man mal von dem bisschen Selbstjustiz absieht. Aber in den damaligen Zeiten sah es auch noch nicht so rosig aus mit der Rechtsprechung. Man kann es also irgendwie nachvollziehen und freut sich bei dem einen oder anderen Zeitgenossen, der sich mit Hildas Hilfe sogar selbst um die Ecke bringt. Hilda ist Magd auf dem Hof von Agnes und lernt allerlei über Kräuter jeglicher Art, auch sehr giftige. Diese Kunst hilft ihr und vielen anderen, nebst Befreiungsaktionen versorgt sie auch Kranke, die sich einen Arzt nicht leisten können. Auch aus dem diesem Grund ist sie sehr beliebt.

Katharina ist irgendwie nicht so glücklich darüber, als sie erfährt, dass Hilda ihre Urururgroßmutter war. Aber eigentlich ist es ja auch egal, denn die "Verbrechen" sind ja über 100 Jahre her. Doch was ist mit Tante Marion? Hat sie dieses Erbe in irgendeiner Weise fortgesetzt? Bald beschleicht Katharina dieses ungute Gefühl, da doch ziemlich viele alleinstehende Frauen in Kleinhaulmbach leben und immer verschwörerisch die Köpfe zusammenstecken. Und dann ist da noch dieser Immobilienhai.

"Kraut und Rübchen" ist teilweise wirklich voller rabenschwarzem Humor, eine Verfilmung davon fände ich toll. Insbesondere diese eine Szene, wenn der Exfreund zu Besuch kommt...nein, ich verrate nicht mehr, aber ich saß hier laut lachend und zum Glück allein. :-) Und dann noch die Geschichte mit der Suppe. Einfach klasse! Die Geschichte ist spannend, böse, unterhaltsam und lustig. Mir fehlte eigentlich nur ein Detail (hat sie, oder hat sie nicht?) - aber es hat bestimmt einen Grund, warum man es bis zum Schluss nicht erfährt. Davon gehe ich zumindest aus. Vermutlich soll man sich seinen Teil denken, was ich auch getan habe: Ich denke, sie hat - und ihr? Wer was hat, müsst ihr leider selbst herausfinden. Vielleicht schreibt ihr mir danach mal eure Meinung. 

Ich möchte wie immer auch ein paar Worte zur Gestaltung des Buches verlieren: Die passt 100%ig zur Geschichte und ist einfach schön.  Die gesamte Landkrimi-Reihe von emons: ist wohl in diesem Stil gehalten. Das Cover mit dem hervorgehoben Buchtitel und der Abbildung des Fingerhutes sieht toll aus und fasst sich super gut an. Innen gibt es auch Zeichnungen zu den einzelnen *hüstel* Heilkräutern - verbunden mit dem Hinweis, dass es "nicht nur nicht nett, sondern auch verboten" ist und zu strafrechtlichen Konsequenzen führt, wenn man diese benutzt, um andere zu schädigen. 

Und noch etwas fällt mir ein: Auf den letzten Seiten findet ihr tolle Rezepte zu Kuchen, Gebäck, Süffigem und Süppchen - aber alles ganz harmlos!

Also nochmal kurz zusammengefasst: Wenn ihr schwarzen Humor in Verbindung mit einer Kriminalgeschichte und auch etwas Romantik (ja, die eine oder andere Liebesgeschichte findet sich auch noch in der Geschichte) mögt, seid ihr hier absolut richtig. In diesem Fall kann ich nur sagen: Schlagt zu! Ich könnte es mir übrigens auch gut als Weihnachtsgeschenk vorstellen. 

Spannende Unterhaltung wünsche ich euch! Und ich sage noch einmal ganz herzlich Dankeschön, liebe Elke! Das war wirklich eine schöne Blogger-Aktion - ich werde mein signiertes Exemplar von "Kraut und Rübchen" in Ehren halten. :-)

Deborah





Sonntag, 20. Oktober 2013

Julia Kaufhold - Löffelchenliebe

Eins noch, dann lass ich euch für heute in Ruhe. :-) Nach einigen Schwierigkeiten hat dieses hübsche Buch doch noch seinen Weg zu mir gefunden. Und ich bin so froh darüber, es ist nicht nur schön anzuschauen, sondern liest sich auch gut. 



copyright Cover Page & Turner
Zum Inhalt:

Anna Brix ist 35, lebt in Hamburg, ist Reisejournalistin, Single und liebenswerte Chaotin. So langsam hört sie das böse Ticken und denkt immer häufiger daran, dass sie eigentlich gerne ein Kind hätte. Leichter gesagt als getan ohne passenden Mann. Nach einigen frustrierenden Blind-Dates gibt sie die Suche erstmal auf. Kurz darauf lernt sie den umwerfenden David kennen, der die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum Tanzen bringt. David hat nur einen Fehler: Er ist 10 Jahre jünger, Student und hat eine komplett andere Lebensplanung als Anna. Ob sich das vereinen lässt mit ihren Plänen?

Meine Bewertung:

Zu erst einmal zu den Äußerlichkeiten: Ist dieses Cover nicht einfach schnuckelig? Ich zumindest liebe es! Die Farbe ist sehr auffällig und die Pandabären fühlen sich irgendwie ganz samtig weich an. So schön - ein Buch, das direkt ins Auge fällt. Okay, zumindest in meins - einen Thriller-Fan wird es wohl kalt lassen, aber der wäre hier eh total falsch.

Vermutlich fast jede Frau - außer denen, die es für sich kategorisch ausschließen - stellt sich spätestens ab 30 aufwärts die berühmte Frage: Kinder ja oder nein? Die nächste Frage ist dann: Was denkt der Partner darüber beziehungsweise wo kriege den Kindsvater her?

Und genau an diesem Punkt ist Anna Brix angelangt. Ihre Nachbarin Ina piesackt sie noch zusätzlich und erinnert sie ständig daran, dass sie ja nicht mehr viel Zeit hat. Ihre Freundin Rosalie sieht die Sache dagegen viel gelassener. Für Anna ist das Problem doppelt groß, denn sie hat ja noch nicht einmal DEN Mann gefunden. Bis sie auf einer Tourismusmesse in Berlin einen Mann kennenlernt, der sie im wahrsten Sinne des Wortes aus der Bahn wirft: David. Erstaunlicherweise wohnt er auch noch fast bei ihr um der Ecke. Anna verliebt sich Hals über Kopf in den süßen David und er sich in sie. Und das, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Zum einen ist da der Altersunterschied, dann studiert er noch, lebt in einer WG und hat ein Hochbett (für Anna mit Höhenangst natürlich alles andere als ein Zuckerschlecken), lebt vegetarisch und ist in einigen Organisationen aktiv und dazu noch sportlich. Anna liebt es eher gemütlich, lecker und nicht so furchtbar sportlich. Aber am Anfang ist das letztendlich alles egal - nur die Liebe zählt. Sogar mit Davids dementem Opa Richard, der sie immer für sein Lenchen hält, kommt sie gut klar. Und David mit Annas Mutter. Alles ist gut, wenn da nicht das kleine Warnlämpchen wäre, denn schließlich ist da ja noch Annas Kinderwunsch. Und den teilt David so gar nicht. Also stellt sich die Frage, was tun?

Einerseits kann ich Annas Zweifel gut verstehen, aber andererseits ist da David, bei dem sie sich wohl fühlt und sie selbst sein kann. Er ist der große Suppenlöffel und sie der kleine Kaffeelöffel. Sie passen einfach zusammen - trotz ihrer Unterschiede. Ich sehe es genau wie ihre Freundin Rosalie: Das zu finden, gelingt nicht unbedingt vielen. Lieben und geliebt zu werden ist auch ein Glücksfall! Und ich dachte nur: Anna, was tust du?! Behalte diesen Schnuckel! Manchmal bedarf es eben doch eines Trittes in den Allerwertesten, um die Dinge wieder klar zu sehen. Ich möchte aber der Geschichte nicht weiter vorgreifen. 

Auch dieses Buch ist wie für mich gemacht, ich hatte viel Spaß damit. Wie oben in der Inhaltsangabe erwähnt, ist Anna auch wieder etwas chaotisch. Das bin ich von vielen Büchern gewöhnt, finde es aber auch sympathisch. Perfekte Frauen finde ich eher abschreckend, Anna ist irgendwie ganz normal - quasi die Frau von nebenan, mit ganz normalen Macken (vielleicht minimal mehr als normal). Ich hab mich bald gekringelt vor Lachen, als sie sich nach einer Tanzeinlage zu "I will survive" - inklusive zumindest versuchtem Breakdance - den Rücken verrenkt - und das vor ihr neuen, sportlichen Flamme David. Was danach kommt, ist auch nicht ohne.

Also Mädels, wenn ihr eine romantische Komödie sucht, könnt ihr bei diesem Buch zugreifen. Schon rein optisch ist es eine Freude. Aber auch der Inhalt kann sich sehen lassen.

Ich bedanke mich bei BUCH CONTACT und Page & Turner für das Rezensionsexemplar.

Viel Spaß beim Lesen - und nun ist gut für heute! ;-)

Deborah













Susanne Markgraf - Die Goldatmerin

Bei der Blogg dein Buch Aktion "Aufgepasst! Die Indies kommen!" habe ich Susanne Markgrafs "Die Goldatmerin" aus dem Verlagshaus el Gato bekommen. Ich muss gestehen, das Buch hat mich eiskalt erwischt und es fällt mir nicht leicht, etwas darüber zu schreiben. Aber nicht, weil es schlecht ist, es ist nur einfach nicht leicht, es zu beschreiben. Es geht um ein wirklich heißes Eisen: Kindesmissbrauch ab dem Säuglingsalter und die Folgen für das Kind beziehungsweise die spätere Erwachsene.



copyright der Cover Verlagshaus el Gato
Zum Inhalt:


Lisa Lehmann, 13 Jahre alt, ist alles in allem ein ziemlich pfiffiges Mädchen. Allerdings: Lisa tickt nicht richtig. Deshalb geht sie jede Woche zu Frau Dr. Freudensprung, die nicht nur Psychologin, sondern darüber hinaus auch Farbmagierin und Hüterin eines ganz besonderen Tores ist. Bald wird klar, warum Lisa nicht richtig tickt: Es hat etwas mit dem Vater zu tun. Lisa ... komm ... lass mich das machen ... So lockt Lisas Schattenschwester Lena sie an fremde, geheimnisvolle Orte, sobald der Vater auf der Bildfläche erscheint. Immer stärker wird Lisas Drang, zu erfahren, was es mit dem Vater auf sich hat. Mit der Hilfe von Frau Doktor Freudensprung, dicht gefolgt von den Völkern der Do´inoboroì und der Di´erabinaì, sowie den Wiesenleuten, gelangt Lisa endlich an das Tor der Tore, hinter dem sich der Abgrund der vollkommenen Erinnerung befindet. Gut, dass Lisa in die Geheimnisse des Goldatmens eingeweiht wird, denn nur dank dieser speziellen Farbmagie wird sie am Ende ihrer Suche eine erstaunliche Entdeckung machen ...

Meine Bewertung:

Auf sehr behutsame aber dennoch offene Weise schildert Susanne Markgraf Lisa Lehmanns Weg. Mit Lisa stimmt etwas nicht, alle sind der Ansicht, dass sie nicht richtig tickt. Mit Hilfe von Frau Doktor Friedhelmine Freudensprung bewegt sich Lisa Lehmann ganz vorsichtig auf den Abgrund der totalen Erinnerung zu. Diese Erinnerungen sind mehr, als Lisa ertragen kann, daher gibt es zum Beispiel ihre Schattenschwester Lena, die Lisa immer dann in eine andere Welt lockt, wenn Lisa Schlimmes passiert.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich halbwegs begriffen hatte, was mit Lisa Lehmann geschieht und was es mit der Welt der Farben auf sich hat. Offensichtlich ist Lisa Lehmann eine von vielen Personen, die sie in sich vereint - unter anderem zählen hierzu ihre Schattenschwester Lena. Man merkt, dass Susanne Markgraf in "Die Goldatmerin" ein eigenes Trauma aufarbeitet. Das Büchlein ist klein und hat nur 236 Seiten, doch sein Inhalt ist teilweise sehr schwer verdaulich. Man sollte sich auf jeden Fall Zeit lassen beim Lesen. Sobald Lisa beginnt, sich an den Missbrauch durch den Vater zu erinnern, wird es wirklich hart - sie beschreibt zwar nicht alles explizit, aber es ist klar, was Lisa ertragen muss. Man merkt auch, dass Lisa nur auf Frau Dr. Freudensprung, ihren Freund Jan und ihre Begleiter aus der Farbenwelt zählen kann. Die Beziehung zur Mutter ist nicht eben gut, so nennt Lisa sie auch nur die "Mutterfrau".   

Susanne Markgraf hat kein biographisches Buch geschrieben, sondern ihre Erlebnisse in einem Roman verarbeitet. Am Ende der Geschichte richtet sie auch einige sehr persönliche Worte abschließende Worte an den Leser. Ich kann mir vorstellen, dass ihr das Schreiben des Buches geholfen hat, ihren eigenen Frieden zu finden und - wie selbst sagt - den Weg der Vergebung zu gehen. Ein bestimmt sehr steiniger Weg. Für jemanden, der eine behütete Kindheit hinter sich hat, ist es kaum nachvollziehbar, dass ein Kind so etwas ertragen kann. Diese Kinder haben es sicher sehr schwer, in ihrem zukünftigen Leben Liebe und Vertrauen zu Empfinden. Umso schöner ist es, wenn ihnen geholfen werden kann und sie doch noch glücklich werden, wie Susanne Markgraf. Sie lebt ihr Leben und wird geliebt - genauso soll es sein. 

"Die Goldatmerin" hat mich teilweise verwirrt, teilweise schockiert und auf jeden Fall sehr tief berührt. Es ist ein ernstes Thema, mit dem man sich hier auseinander setzt. Das Ende hat mich sehr überrascht, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. 

Ich hoffe, ich konnte einigermaßen rüberbringen, was ich beim Lesen von Susanne Markgrafs Buch empfunden habe. Es ist mir nicht möglich zu sagen, ob es mir nun sehr gut gefällt - denn wie kann mir letztendlich eine Geschichte über ein Mädchen, das körperlich und seelisch so sehr verletzt wurde, gefallen? Auf jeden Fall ist es ein sehr emotionales Buch, das ich euch gerne ans Herz lege. 

Mehr über die Susanne Markgraf erfahrt ihr auf ihrer Internetseite. Mehr Informationen über "Die Goldatmerin" und Bestellmöglichkeit gibt es über die Seite vom Verlagshaus el Gato. Sehr schön finde ich übrigens, dass das eBook im Buchpreis enthalten ist. 

Mein herzliches Dankeschön, dass ich das Buch lesen durfte, geht an Blogg dein Buch und das Verlagshaus el Gato!

Einen schönen Sonntag-Nachmittag!

Deborah








Fanny Schönau - Liebesglück und Beerenkipferl

Wieder einmal zieht eine Großstadtpflanze aufs Land. In diesem Fall: Eine waschechte Wienerin trifft auf die Bewohner von Hinter-Russbach, einem Kaff im oberösterreichischen Salzkammergut. Das klingt nach Spaß - und ist es auch!



copyright der Cover Goldmann

Zum Inhalt:

Karla Fischer ist jung, hübsch und haut gnadenlos Geld auf den Kopf. Alles kein Problem, denn sie erhofft sich eine Beförderung in der PR-Firma, in der sie arbeitet. Doch wider Erwarten kommt natürlich alles anders: Karla wird Wegrationalisiert und muss sich mit dem Arbeitsamt anfreunden. Dort vermittelt man ihr einen PR-Job. Die Freude währt nicht lange, denn sie soll in einer Schuhmanufaktur in Hinter-Russbach arbeiten. Ihr Bankberater Paul Lenz ist sehr besorgt um ihren Kontostand und empfiehlt ihr, den Job anzunehmen. Was Karla zähneknirschend tut und in die Provinz zieht. Anfangs fällt ihr das entschleunigte Leben dort ziemlich schwer, aber bei genauerer Betrachtung ist es gar nicht so schlecht bei den Gosauern. Dumm nur, dass Chef Rupert überhaupt keine Ahnung von Unternehmensführung hat und die Gosauer direkt in den Ruin treibt. Und wieder einmal ist Karla arbeitslos und mit ihr die ganzen sympathischen Hinter-Russbacher. Ein Abschiedsgeschenk von ihrer neuen Freundin und Schuhdesignerin Eva bringt Karla auf eine Idee. Kampflos will sie nicht aufgeben und wozu hat sie schließlich seit langem ihren persönlichen Bankberater Paul Lenz?

Meine Bewertung:

"Liebesglück und Beerenkipferl" ist ja nun wahrlich nicht das erste Buch, dass vom Umzug aufs Land handelt. Und trotzdem finde ich die Thematik immer wieder unterhaltsam und lese diese Bücher gerne (Trotzdem eine Anmerkung an die Verlage: Vielleicht sollte man jetzt mal wieder umgekehrte Geschichten bringen - also Landei and the City...). 

Das Cover hat mich gleich angesprochen, zumal eine Adelheid-Tasche darauf zu sehen ist. Und ich bin nun mal ein Fan dieser Marke. Wer auch immer die Filztaschen gewonnen hat, ich beneide diejenigen darum. :-) Okay, ich drifte mal wieder ab. Also zurück zum Cover: Ich finde es sehr ansprechend, lustig und absolut passend zum Buch - auch wenn es bei den Gosauern nicht um Pumps geht, sondern um derbe Wanderschuhe. Aber Karla ist eben eine Liebhaberin schöner Schuhe.

Bei Fanny Schönau handelt es sich wieder einmal um ein Autorenduo. Hinter dem Namen verbergen sich die österreichischen Autorinnen Magdalena Guilarte und Karin Bischof. Die beiden bringen das beschauliche Leben im schönen Salzkammergut so gut zur Geltung, dass man am liebsten direkt dort hin fahren möchte. Bisher kannte ich die Autorinnen nicht, doch zukünftige Bücher von "Fanny Schönau" werden bestimmt auch auf meiner Wunschliste landen. 

"Liebesglück und Beerenkipferl" ist - wie oben schon erwähnt - von der Grundidee nichts Neues. Aber die Geschichte ist gut erzählt und macht einfach Spaß. Wie sich die aufgedrehte, verwöhnte und zu Beginn doch etwas überhebliche und arrogante Wienerin plötzlich in einer völlig anderen Umgebung zurechtfinden muss, ist schon köstlich. Das High Heels auf Matschpiste nicht unbedingt optimal sind, lernt sie schnell, auch einen Holzofen zu befeuern muss sie zwangsweise lernen. Etwas länger dauert es, bis sie merkt, wie freundlich sie von den Bewohnern aufgenommen wird. Insbesondere von Eva, die sich freut, endlich jemand in ihrem Alter kennenzulernen, und sich direkt mit ihr anfreundet, aber auch von Evas Tante Mirli, die die besten Beerenkipferl bäckt. Und schon bald wachsen ihr die Bewohner des Dorfes doch ans Herz - auch wenn sie das eigentlich gar nicht will. Umso verständlicher ist es, dass sie sich für die Dorfbewohner einsetzt, nachdem es Rupert geschafft hat, die Gosauer in die Pleite zu treiben. Es wäre doch gelacht, wenn man die Wiener nicht an der Nase herumführen könnte. 

Natürlich kommt auch die Romantik in "Liebesglück und Beerenkipferl" nicht zu kurz. Karla hat in ihrer Kurzsichtigkeit überhaupt nicht bemerkt, dass da jemand ist, der sie ziemlich gerne hat und ihr immer wieder aus der Patsche hilft. Aber irgendwann kapiert sogar sie, was Sache ist, nachdem ihr ihre Freundin Ellie öfters mal den Kopf wäscht und sie zurück auf den Boden der Tatsachen holt.

Insgesamt kann ich "Liebesglück und Beerenkipferl" sehr empfehlen. Es entspricht genau meinem Beuteschema und ich mag es. Ein bisschen Wiener Schmäh und viel frische Bergluft - wobei ich Karlas Ehrfurcht den Bergen gegenüber nachvollziehen kann: Ich schau sie mir lieber an, als hochzuklettern. 

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß in Österreich!

Ich bedanke mich herzlich bei BUCH CONTACT und Goldmann für das Rezensionsexemplar.

Gruß
Deborah



Samstag, 19. Oktober 2013

Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki - Eingeladen und abgeschleppt

Im Juli hatte ich euch über eine tolle Lesung in der Mayerschen Buchhandlung Troisdorf berichtet. Nun bin ich auch endlich mal dazu gekommen, das Buch zu lesen.

copyright Cover Verlag/Autorinnen
Zum Inhalt:

Die attraktiven und temperamentvollen Zwillingsschwestern Julie und Sophia sind Anfang 30. Eigentlich geht es ihnen gut, sie sind erfolgreich in ihren Jobs und unabhängig. Wenn da nicht seit dem blöden Klassentreffen das nagende Gefühl wäre, dass doch etwas fehlt - nämlich Mr. Right und eventuell auch Nachwuchs. Also beschließen die Zwei, sich auf die Suche nach den Traumprinzen zu machen. Sie versuchen es per Kontaktanzeige, Speed Dating...und lassen kein Klischee aus. Bei der Suche nach den ultimativen reichen, gut aussehenden Traummännern übersehen sie beinahe zwei richtige Goldstücke.

Meine Bewertung:

"Eingeladen und abgeschleppt" hat mir unheimlich gut gefallen. Das Buch passt einfach zu diesen beiden netten Autorinnen: Die Geschichte ist schön und lebendig erzählt. Ich hatte lediglich ein Problem beim Lesen: Da sich die Lesung - oder besser Vorführung - in der Mayerschen Buchhandlung so in meinem Kopf festgesetzt hat, hatte ich die ganze Zeit die beiden Damen vor Augen. :-)



Julie und Sophia kann ich mir deswegen zwar schwerlich vorstellen, aber ich mag sie trotzdem. Anfangs sind die beiden doch ein bisschen zu oberflächlich und haben verdammt hohe Ansprüche. Aber je mehr Kröten (von Fröschen kann man da schon nicht mehr reden...) sie im Lauf der Zeit treffen, umso bescheidener werden sie doch schließlich. Und dabei ist das Gute doch so nah, quasi direkt vor ihrer Nase. Doch Julie hat sich in den Kopf gesetzt, sich einen sportlichen und attraktiven Gegenpart zu suchen, da passt der charmante ehemalige Schulkamerad Vincent nicht so ganz ins Bild. Er isst einfach zu gerne. Sophia ist auf der Suche nach einem reichen, notfalls auch älteren Mann, der ihr einen tollen Lebensstil ermöglicht. Was sie eigentlich gar nicht nötig hat, denn ihr Kosmetikinstitut läuft sehr gut und sie kann sehr gut von ihrem Verdienst leben. Als sie auf Erik, den Abschleppwagenfahrer trifft, fühlt sie sich zwar zu ihm hingezogen und genießt die Zeit mit ihm - doch auf Dauer geht das natürlich nicht. Aber die beiden Männer sind auch nicht ganz dumm, die Freunde machen den Mädels schon bald klar, dass sie vielleicht doch einen Fehler machen...

Besonders toll fand ich Vincents Hausmöwe Candy, die Familie der Geschwister - insbesondere die Großeltern - und auch die Erwähnung des jungen Gitarristen, der uns auch bei der Lesung musikalisch unterhalten hat. 

Ein kleines Zitat will ich hier auch mal rauspicken, ich musste so darüber lachen:

"Mit deinen Rettungsringen um die Taille und deiner Boshaftigkeit gerade erinnerst du mich an eine toxische Teigware."
"Hä?" gab Verena ganz undamenhaft von sich.
"Dann übersetze ich es gerne für dich: du bist eine FETTE GIFTNUDEL!" (Zitat Seite 379)

Ja, Julies und Sophias Freundin Verena hat diese Bezeichnung wirklich verdient. Was es damit damit auf sich hat, müsst ihr aber selbst lesen.

Ab 25. Oktober gibt es ein neues Buch von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki - diesmal eine Sammlung von 44 Kurzgeschichten unter dem Titel "Rundumschlag"

copyright Bild/Cover Verlag/Autorinnen
Ich freue mich schon sehr auf die Geschichten. Infos zu den Büchern und die Möglichkeit, signierte Bücher zu bestellen gibt es direkt bei den Schreibkatzen

Wie immer wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

Deborah




Kleine Einstimmung aufs Wochenende...

Hallo, ich lebe noch! :-)

Ich gebe zu, in der Zeit vor und nach der Buchmesse in Frankfurt habe ich mich etwas rar gemacht. Davor war ich zu aufgeregt und danach zu platt von den vielen Eindrücken. So einfach ist das. In den nächsten Tagen kommen einige Bewertungen, Eindrücke von der Messe und viele Fotos. Um ein erstes kleines Lebenszeichen von mir zu geben, gibt es jetzt aber erstmal einen kleinen Neuigkeiten-Post (sprich Neuzugänge etc.).

Die Post, Hermes und wie sie alle heißen, waren diese und letzte Woche wieder sehr aktiv. Hier gibt es erstmal neues Regalfutter:


- Rachel Ward - Drowning ist das Geschenk vom Blogger-Treffen bei Chicken House. Ein Treffen, von dem ich euch genauer berichten werde, denn es war einfach toll!
- Melissa Darnell - Herzblut - Stärker als der Tod ist das Buch, das ich mir als Gewinn bei der Darkiss-Aktion auf Blogg dein Buch ausgesucht hatte.
-  Zoë Marriott - Frostblüte kam als Rezensionsexemplar von Carlsen an.
- Julia Kaufhold - Löffelchenliebe ist ein Rezensionsexemplar, das ich über BUCH CONTACT erhalten habe.

Vielen herzlichen Dank für die Rezensionsexemplare, die ich mir so schnell wie möglich vornehmen werde. "Löffelchenliebe" lese ich gerade. 

Aber auch auf der Buchmesse und beim Buchmarkt im Frankfurter Hauptbahnhof wurde ich fündig:




Irgendwie alles etwas Pink-lastig. :-) "Alice in Wonderland" fiel mir direkt auf in Halle 8. Es war Liebe auf den ersten Blick, das Cover, gebunden in Leder, Goldschnitt. Ein so schön gestaltetes Buch muss unbedingt ein Zuhause bei mir bekommen. Der Herr an dem Stand war sehr freundlich. Sein erstes Angebot lag bei 20,- € (wobei er sich erstmal bei einer Kollegin erkundigte, was das denn in Geld wäre - also $), oder ich sollte ihm ein Angebot machen. Puh, verhandeln, und dann noch auf Englisch. Aber okay, ich habe mitgespielt und ihm 15,- € geboten. Er wollte noch ein Lächeln dazu haben und wir waren uns handelseinig. Und ich habe Alice in eine der Stofftaschen gepackt und gehütet wie einen Schatz. Dieser Kauf macht mich jetzt noch glücklich. 

Die anderen beiden Bücher von Tanja Heitmann und Vina Jackson habe ich am Tag der Abfahrt beim Buchmarkt im Hauptbahnhof Frankfurt ergattert - nebst *hüstel* einigen Santoro/Gorjuss-Sachen (davon muss ich erst noch ein Foto machen).

Es gab aber diese Woche noch mehr absolut unerwartete und umso erfreulichere Überraschungen für mich. Am Mittwoch fand ich dieses besondere Päckchen auf der Treppe:




Ich habe mich riesig gefreut! Elke Pistor hat zum Erscheinen ihres Landkrimis "Kraut und Rübchen" eine Blogger-Aktion veranstaltet, bei der 25 Päckchen zu gewinnen waren. Und ich hatte tatsächlich Glück! Im liebevoll gepackten Landpäckchen befand sich ein netter Brief, das wunderschöne signierte Buch, Kräutertee, ein Tontöpfchen, Landerde und Saatgut. Alles stilgerecht zwischen Stroh versteckt. Eine tolle Idee. Vielen Dank, liebe Elke! Das Buch kommt gleich als übernächstes dran. Ich freu mich drauf. 

Als i-Tüpfelchen hat mir hermes am Donnerstag wieder ein Päckchen "hinter dem grüne Tonne" versteckt. Damit hatte ich auch nicht gerechnet und es versüßt mir absolut das Wochenende. Ich habe bei Real eine von 500 Lindt-Diva-Packungen gewonnen. 16 leckere, glitzernde Trüffel-Pralinen. 





Sehen die nicht schön aus? Und schmecken tun sie - einfach himmlisch! Eine geschmackvolle Aktion und ein super Gewinn.

Am Donnerstag gab es dann für mich noch eine tolle Nachricht. Ich habe euch ja schon sehr oft von Markus Walthers "Buchland" vorgeschwärmt und angemerkt, dass ich so gerne eine illustrierte Hardcover-Ausgabe davon hätte. Und nun kam völlig unerwartet DIE Nachricht von Acabus: Im November wird eine limitierte Ausgabe erscheinen!!! Für alle "Buchland"-Fans, hier könnt ihr vorbestellen (oder mit der ISBN 9783862822737 bei der Buchhandlung eures Vertrauens): Markus Walther - Buchland

Ich denke, es lohnt sich, nicht allzu lange nachzudenken, denn es werden nur 100 bis maximal 200 Ausgaben erhältlich sein. Und zwei davon habe ich mir schon gesichert. Und noch eine klitzekleine Geheiminfo: Die Buchhandlung meines Vertrauens hat mir bei Bestätigung meiner Vorbestellung schon geschrieben, dass Herr Walther zu einer Signierstunde eingeladen werden soll. Hoffentlich klappt das...ich halte euch auf dem Laufenden. 

Eigentlich sollte das nur ein kleiner Post werden. Eigentlich Komma aber...

Wie gesagt, demnächst mehr von der Messe und X gelesenen Büchern (ich bin schwer im Rückstand - rein schreibtechnisch).

Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende! Genießt noch das gute Wetter!

Deborah

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Emily van Hill - Schön wie Käsekuchen

Wie für mich gemacht: Ein quietschbuntes Buch mit einem verlockenden Titel (ich liebe Käsekuchen)...




Zum Inhalt:

Monique Pasquier ist wunderschön, reich, verwöhnt und hat einen tollen Verlobten. Kurzum: Sie kennt das Leben nur von der Sonnenseite und interessiert sich nicht für andere. Dumm nur, dass sie beim Joggen von einem LKW überfahren wird und daraufhin leider tot ist. Dumm auch für Bernd, den kleinen Rossignolino, der die "Mortatin" zur Himmelspforte begleiten soll - was mit Zicke Monique kein rechtes Vergnügen darstellt. Wie sich herausstellt, ist dem Tod ein klitzekleiner Fehler unterlaufen und Monique stand noch gar nicht auf dem Plan. Da können sich die Herren da oben aber warm anziehen. Letztendlich haben sie ein Einsehen und schicken Monique zurück - aber ein bisschen Strafe muss sein: Monique bekommt einen anderen Körper...

Meine Bewertung:

Da Monique auch sehr auf Äußerlichkeiten bedacht ist, fange ich mit diesem Punkt an: Die Aufmachung von "Schön wie Käsekuchen" gefällt mir unheimlich gut, Farben und Schrift sind sehr ansprechend. Es fällt meines Erachtens gar nicht auf, dass dieses Buch nicht in einem Verlag veröffentlicht wurde. Und Fehler habe ich hier auch nicht mehr als in einem Verlagsbuch entdeckt. Einziges Manko für mich: Das Taschenbuch ist wohl nur bei Amazon erhältlich - was ich sehr schade finde. Aber wie mir Emily van Hill erklärte, wäre es bei anderen On-Demand-Anbietern, die es auch für den Buchhandel anbieten, viel teurer geworden. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich. Das EBook ist jedoch auch bei anderen Händlern bestellbar. 

Nun aber zu den inneren Werten. Monique Pasquier ist kein Mensch, den man direkt ins Herz schließt. Sie sieht zwar blendend aus, wirkt aber wie eine Eiskönigin auf ihre Mitmenschen oder wahlweise eine Kratzbürste. Alles dreht sich um ihr Aussehen und ihre Besitztümer. So blieb es nicht aus, dass ich ein bisschen Schadenfreude empfand, als Monique, nachdem sie Tod aus Versehen (oder doch mit Absicht?) geholt hat, in einem anderen Körper zurückkehrt - dem Körper einer übergewichtigen Frau mit hässlichem Gesicht. Tja, von einer Minute auf die andere zeigt sich dann das Leben nicht mehr von der Sonnenseite - sie kann sich nicht mehr in der Bewunderung anderer sonnen. Außerdem hat sie sich mit ganz praktischen Problemen herumzuschlagen: Sie braucht Kleidung, eine Unterkunft, Essen, Geld... Bernd, der kleine Rossignolino, soll Monique beobachten, wird aber prompt von ihr entdeckt. Und so zieht dieses lustige Gespann durch Berlin und versucht, Moniques Leben zu retten, denn der Himmel gewährt ihr noch eine Chance. 

Monique erfährt dabei, wie sehr sie sich in vermeintlichen Freunden und netten Bekannten getäuscht hat. Und ganz nebenbei erfährt sie zum ersten Mal, wie es ist, wenn Menschen tatsächlich freundlich zu einem sind. Sei es der Obdachlose, der ihr einen Kaffee spendiert, oder Connie, eine allein erziehende Mutter, die Monique bei sich zu Hause aufnimmt. Langsam, ganz langsam fängt Monique an, sich zu ändern. Manchmal fragt man sich, ob alles nur gespielt ist, damit sie ihr altes Leben zurück bekommt. Aber dann spürt man doch wieder, dass sie auf dem richtigen Weg ist - auch wenn der verdammt lang ist. Monique ist wahrlich kein Engel.

Monique ist mir zwar nicht vollkommen vertraut geworden, doch im Laufe der Geschichte gewinnt sie den einen oder anderen Sympathiepunkt. Die Geschichte ist von der Idee her - wenn auch nicht alles ganz neu ist - sehr erfrischend. Komischerweise hat mich am meisten gestört, dass "Schön wie Käsekuchen" in Berlin spielt. Irgendwie hätte Monique für mich besser nach Paris gepasst. Aber das ist Geschmackssache. Ich hatte wirklich viel Spaß mit dem Buch, denn Monique und Bernd kommen in die eine oder andere absurd komische Lage - zum Beispiel wenn sie sich neue Kleidung kaufen geht, insbesondere die formende Unterwäsche. 

Wenn ihr eine lustige, unterhaltsame, phantasievolle Geschichte lesen möchtet, seid ihr hier richtig. Ihr dürft euch nur nicht von Moniques anfänglicher Arroganz abschrecken lassen - mein Tipp: Einfach weiterlesen, sie bekommt schon ihr Fett ab (oder eigentlich eher anders rum, egal). Ich würde "Schön wie Käsekuchen" fast volle Punktzahl geben, also 4,5 von 5. Kleine Abzüge gibt's für mich nur für ein paar winzige Unklarheiten.  

Und was es mit dem Käsekuchen auf sich hat, müsst ihr selbst herausfinden. Ich bedanke mich herzlich bei Emily van Hill für dieses tolle, signierte Buch! 

Deborah


Ps: Es gibt bereits ein neues EBook von Emily van Hill: "Die Sauerkraut-Verschwörung". Auch das klingt wieder sehr aberwitzig und unterhaltsam. :-)