Sonntag, 29. September 2013

E.M. Tippetts - Nicht mein Märchen

Vor lauter lesen hätte ich beinahe verpasst, euch dieses Buch vorzustellen. Das Buch hat bei mir eine kleine Hintergrundgeschichte: Ich habe von Michael Drecker das E-Book zur Verfügung gestellt bekommen. Kaum hatte ich es, ging mein Reader kaputt. Kurz darauf habe ich jedoch einen neuen gewonnen und das Buch direkt gelesen. Manchmal muss man eben auch Glück haben...


Inhalt:

Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen. So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben. Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird. Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen. (copyright Cover + Klappentext bei Autorin/Verlag)

Meine Bewertung:

Ich habe "Nicht mein Märchen" schon vor einiger Zeit als E-Book gelesen. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, erinnerte sie mich doch ein bisschen an "Notting Hill" - zumindest vom Grundthema her.

Chloe Winters ist eine Studentin und hat schon einiges in ihrem Leben durchgemacht. Sie trägt einige Narben an Körper und Seele - und sicherlich ist das Letzte, was sie sich erträumte, die Bekanntschaft eines Stars. Doch wie es eben so ist, das Leben ist kein Wunschkonzert. Von ihrer Freundin Lori als Statistin an ein Filmset geschleppt, lernt sie zufällig den Filmstar Jason Vanderholt kennen. Einen unverschämt gut aussehenden Typen, auf den eine riesige Schar weiblicher Fans abfährt. Chloe liegt absolut nichts daran, Jason näher kennenzulernen, denn sie ahnt aus gutem Grund, dass das für sie eine Menge Schwierigkeiten bedeutet. 

Doch aus irgend einem Grund sieht Jason das anders. Langsam, ganz langsam nähert er sich immer mehr Chloe an und wird nach und nach ihr Freund und später auch mehr. Natürlich bleibt das Chloes Umwelt nicht verborgen und sie wird schon bald konfrontiert mit den unangenehmen Folgen. Und dann ist da noch die andere Hälfte ihrer Familie - die Familie ihres Vaters. Ihre (etwas durchgeknallte) Mutter wurde von einem verheirateten Mann schwanger mit Chloe. Noch immer kämpft Chloe mit einem Kindheitstrauma ausgelöst von ihrem Halbbruder Chris, der sie hasst. Die Angst vor ihm besteht nach wie vor. Chloe muss sich ihren Gefühlen und auch ihrer Angst stellen. Und natürlich muss sie auch herausfinden, ob ihr Jason etwas bedeutet und sie bereit ist, für ihr ihr Leben auf den Kopf stellen zu lassen, denn eigentlich ist es ja nicht ihr Märchen. 

Schön an "Nicht mein Märchen" ist, dass es wirklich eine recht glaubhafte Story ist. Die Auswirkungen auf Chloes und Jasons Leben sind gut dargestellt. Trotz allem wünscht man sich, dass die beiden einen Weg finden, glücklich zu werden. Ich habe das Buch recht schnell verschlungen. 

Mittlerweile gibt es E.M. Tippetts Buch schon ein Jahr und es hat ein neues Kleid erhalten und wurde noch einmal etwas überarbeitet. Das oben abgebildete Cover ist das neue. Hier seht ihr noch einmal das alte, das mir auch sehr gut gefallen hat, denn es sticht etwas mehr heraus aus der Masse:



"Nicht mein Märchen" fällt voll in mein Beuteschema und ich kann es euch wärmstens empfehlen: Liebe, Freundschaft, Spannung, Unterhaltung... Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Michael Drecker und der Autorin E.M. Tippetts - auch für ihre unendliche Geduld. Es tut mir wirklich leid, dass es so lange gedauert hat. Und nun kann ich mich auf die signierte Ausgabe dieser schönen Geschichte freuen, denn ich hatte wieder einmal Glück und habe sie letzte Woche gewonnen bei Fabella von BuchZeiten. Ich freue mich riesig! 

Eine gute Nacht.

Deborah

Montag, 23. September 2013

Celia Bryce - Heller als ein Stern

Dank Blogg dein Buch und bloomoon durfte ich dieses berührende Jugendbuch lesen.


Zum Inhalt:

Die Tage auf der Krebsstation kommen Megan wie das Leben auf einem fremden Planeten vor. Abgekapselt von ihrer Familie und ihren Freunden, umgeben von Patienten, die alle deutlich jünger sind als sie. Alle bis auf Jackson – dem sie zunächst mit Ablehnung begegnet. Jackson ist verwirrend „anders“. Er kennt keine Regeln und hat, obwohl selbst schwerkrank, immer ein Lächeln auf den Lippen. Im abgeschiedenen Kosmos des Krankenhauses entsteht schon bald ein zartes Band zwischen Megan und Jackson, das jeden Tag stärker wird. Ein Band, dem die Krankheit nichts anhaben kann, das für beide zum Anker wird - und das selbst den Tod überwindet. (copyright Klappentext + Cover bloomoon)

Meine Bewertung:

Zunächst einmal hat mich das schöne Cover angesprochen. Nach dem Lesen des Klappentextes wollte ich dieses Buch unbedingt lesen - und ich hatte Glück. 

"Heller als ein Stern" hat mich tief berührt, denn es handelt von dem Kampf einiger mutiger Kinder gegen den großen, bösen Feind Krebs. Megan kann es nicht fassen, dass sie auf der Kinder-Krebsstation landet. Alle hier sind jünger als sie, bis auf Jackson, der schon bald ihre Nähe sucht. Immerhin sind die beiden ungefähr im gleichen Alter, zwei Teenager, die eigentlich das Leben und die erste Liebe genießen sollten. Zwischen Wut, Verzweiflung, Trauer und Einsamkeit entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft - obwohl Megan Jackson zunächst ignoriert und nichts mit ihm zu tun haben will. Doch Jackson ist für sie da, als die Chemo in ihrem Körper wütet, er unterstützt sie in ihrem Kampf und muntert alle um sich herum auf.

Das Buch hat mich sehr traurig gemacht. Kein Kind, Jugendlicher oder auch Erwachsener sollte das durchmachen müssen - doch es ist vorerst noch Wunschdenken, dass Krebs irgendwann Schnee von gestern sein wird. Ich hoffe und wünsche es uns allen. Es wird sehr behutsam beschrieben, wie sich die Krankheit und die Therapie auswirken. Ich finde das sehr passend für ein Jugendbuch und muss ehrlich gestehen, die komplette Wahrheit möchte selbst ich als Erwachsene nicht lesen. Die wachsende Freundschaft und zarte Liebe zwischen Megan und Jackson ist sehr schön geschildert und macht wieder einmal bewusst, wie verletzlich unser Leben ist. Eine schwere Krankheit kann schnell alles ändern - auch die Beziehung zu Freunden und Familie.

Megan und Jackson habe ich sehr ins Herz geschlossen, auch "Herings" Schicksal ist mir sehr nahe gegangen. Das kleine Mädchen, das nicht will, dass ihre Eltern ihren Mitpatienten ihren richtigen Namen verrät. Das kleine Mädchen, das seine kleine Katze vermisst...

Wie bei einem solchen Buch nicht anders zu erwarten, habe ich mitgeweint und -gelitten. Das Schicksal der Kinder ging mir wirklich nahe und ich brauchte Unmengen von Taschentüchern. Einmal mehr wird mir klar, wie nah beieinander Leid und Glück liegen. Von einem Moment auf den anderen kann alles anders sein. 

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, wenn einen das Thema interessiert. Der Großteil der Geschichte spielt im Krankenhaus. Trotz aller Traurigkeit ist "Heller als ein Stern" auch eine sehr schöne, lesenswerte Liebesgeschichte.

Vor kurzem habe ich schon einmal ein ähnliches Buch gelesen: Jenny Downham - Bevor ich sterbe. Dieses Buch hatte mir persönlich allerdings nicht so gut gefallen. Leider konnte ich mit Tessa nicht wirklich etwas anfangen, sie war mit weit weniger sympathisch als Megan.

Ich bedanke mich herzlich bei Blogg dein Buch und bloomoon für das Leseexemplar. Weitere Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeit gibt es direkt beim bloomoon Verlag oder beim Buchhändler deines Vertrauens. 

Deborah

Frankfurter Buchmesse Blogreporter - Reloaded - Die zweite Chance!

... und die lasse ich mir nicht nehmen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen! Wer weiß, vielleicht werde ich ja die Blogreporterin 2013.

Wer die Aktion nicht kennt, kann hier schauen, warum ich unbedingt wieder bei der Aktion von Blogg dein Buch, verschiedenen Verlagen und der Frankfurter Buchmesse dabei sein möchte! Die Führung ist einfach genial und man erfährt so viel über die Verlage. Dazu kommt, dass zwei meiner Lieblingsverlage dabei sind. Außerdem freue ich mich auf ein Wiedersehen mit den BdB-Leuten und den Bloggern!

Und hier die teilnehmenden Verlage:



Die Frage:

Was macht dich zum perfekten Blogreporter?


Hmm, schwierige Frage. Ich sag's mal in Bildern:

Ich (wie so oft in der Freizeit mit der
Nase im Lieblingsbuch)
+

Das neue, optimierte Equipment für die rasende Reporterin
(natürlich in ansprechenden Farben für die Frau ;-))

+
Mein persönliches Wunderland
Blogg dein Buch, Blogger, Bücher und Verlage ohne Ende!


Die perfekte Story von der

Frankfurter Buchmesse

2013! 


Brandaktuell, heiß, spektakulär (okay, wir übertreiben ein bisschen, aber was soll's) - so wird DER Post des Jahres - mit vielen Bildern aber auch viel Text (nein, wir sind nicht bei der B..., ein bisschen mehr lesen müsst ihr schon).

2013 starte ich mit völlig neuer Ausstattung und mit noch mehr Schreibwut... Die Schreibflaute ist überwunden und ich stehe schon in den Startlöchern. Es kann losgehen, ich bin bereit (ihr auch???)

Das Ziel:



Schade übrigens, dass ich  dieses Mal nichts über das Gastland berichten soll: Brasilien ist ein tolles Land, zu dem ich wirklich viel zu sagen hätte. Ich bin schon sehr gespannt, wie Brasilien auf der Buchmesse vertreten sein wird. Bemvenido Brasil! 

Und nun heißt es wieder: Hoffen, Daumen drücken, bibbern! 

Gruß
Deborah

Sonntag, 22. September 2013

Auerbach & Keller - Ins Gras gebissen

Pippa Bolle zum Vierten. Ich hatte mich darauf gefreut und habe auch diesen Band verschlungen. Schade, es ging zwar wieder nicht nach Italien - aber das hatte mir ja eine der Autorinnen schon angekündigt - auch Pippa Bolle selbst beschwert sich ein bisschen darüber...




Zum Inhalt:


Ein großzügiger Scheck lockt Pippa Bolle zu ihrem Auftrag als professionelle Haushüterin in die beschauliche Altmark. Christabel Gerstenknecht, die fast hundertjährige Besitzerin einer Gartenzwergmanufaktur, will nicht allein sein und hat Pippa für zwei Wochen als Gesellschafterin engagiert. Der Traum vom leicht verdienten Geld ist schnell ausgeträumt: Das tägliche Arbeitspensum der rüstigen alten Dame, ein mysteriöser Spökenkieker, seltsame Todesfälle, ein Kommissar, der Pippas Hilfe benötigt, sowie Störche und Gartenzwerge auf Wanderschaft halten die Haushüterin rund um die Uhr auf Trab. (copyright Klappentext und Cover List)

Meine Meinung:

Für Pippa kommt wieder einmal alles anders als sie denkt: Eigentlich war sie schon fast auf dem Weg nach Paris, als sie einen neuen, gut bezahlten Auftrag in Sachsen-Anhalt bekommt. Sie soll diesmal nicht nur ein Haus in Storchwinkel hüten, sondern sich auch um die hochbetagte Christabel Gerstenknecht kümmern. Schnell stellt sich heraus, dass wieder einmal Pippas Spürnase mit engagiert wurde. Die alte Dame ist alles andere als gebrechlich oder auf den Kopf gefallen. Sie benötigt Hilfe von Pippa - und die geht weit über das Haushalten hinaus. 

Bald ist Pippa in einen Kriminalfall verwickelt. Im Storchendreieck (es geht um drei Dörfer) in der Altmark wird gemordet, es verschwinden Muster-Zwerge und tauchen wieder auf, das Misstrauen verbreitet sich und über all dem steht auch noch das Warten auf den 100. Geburtstag von Frau Gerstenknecht und den ersten Storch des Jahres. Der glückliche Hausbesitzer, dessen Storchennest als erstes besetzt wird kommt in den Genuss eines tollen Gewinnes, den Frau Gerstenknecht Jahr für Jahr spendet. Es handelt sich dabei nicht um irgendeinen Preis - nein, es geht um die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches. Daher werden sogar die Storchennester alle mit Live-Cams überwacht - was sich als durchaus sinnvoll erweist in diesem Ort. Pippa gerät natürlich wieder in Bedrängnis, aber zu ihrer großen Freude trifft sie auch einen alten Bekannten wieder. Wer alle Bücher gelesen hat, wird ziemlich schnell ahnen, wer es ist. ;-)

Über den Inhalt möchte ich nichts weiter verraten, man kann aber eindeutig merken, dass die Autorinnen der Altmark sehr zugetan sind. So wie die Dörfer beschrieben sind - wenn man jetzt mal von der Mordlust absieht - möchte man glatt dorthin in Urlaub fahren. Und auf diesen Gedanken wäre ich vorher sicherlich nicht gekommen, da mir die Gegend bisher überhaupt nichts sagte. Sehr schön fand ich, dass Pippa Bolle sich anfangs selbst vorstellt und sich sogar selbst wünscht, nach Italien geschickt zu werden. Mal sehen, ob es beim nächsten Mal klappt.

Bis zuletzt hatte ich keine Ahnung, wer denn nun letztendlich der oder die Mörder war/waren - man merkt, ich bin immer noch keine Krimi-Tante und werde es wohl auch nie werden. Spannend fand ich es allemal, auch vor dem Hintergrund eines von vielen dunklen Kapitels aus DDR-Zeiten, das hier ebenfalls verarbeitet wird. Es geht um das Thema Zwangsadoptionen. Was ich im Anschluss darüber gelesen habe, fand ich erschreckend. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass so etwas gegeben hat. Einfach grausam, es wurden offensichtlich Neugeborene ihren Eltern entzogen. Im Internet finden sich einige Seiten, die sich der Suche nach der eigenen Identität und von Familienmitgliedern widmen.

Obwohl das Thema Zwangsadoption in Pippa Bolles viertem Fall aufgegriffen wird, wirkt "Ins Gras gebissen" jedoch nicht bedrückend. Pippa Bolle erwischt auch weiterhin den einen oder anderen Fettnapf und die Lektüre ist so unterhaltsam wie die Vorgänger. Ich war, bin und bleibe ein treuer Pippa-Bolle-Fan und werde es wohl auch in Zukunft bleiben. Mal sehen, wohin es sie demnächst verschlägt und was für skurrile Mordfälle ihr noch begegnen. Ich hoffe doch, dass es weiter geht. Auf jeden Fall bin ich dabei! :-)

Und was den vierten Fall von Pippa Bolle betrifft: "Ins Gras gebissen" wird von Störchen wärmstens empfohlen...


Weitere Infos zu "Ins Gras gebissen" und den Autorinnen sowie eine Leseprobe findet ihr auf der Seite von List. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Ich bedanke mich bei vorablesen und List für mein Exemplar!

Deborah


Dienstag, 17. September 2013

#WERISTNORA - eine Aktion von Blogg dein Buch und ?

Ich bin lange drum herum geschlichen, weil ich das Video, das auf dem Blog veröffentlicht werden soll, zu "heiß" finde. "Heiß" nicht mal so sehr im wörtlichen Sinne sondern viel mehr, weil ich mir nicht ganz sicher bin, ob man es als jugendfrei bezeichnen kann - auf jeden Fall ist es ziemlich gewagt und grenzwertig. Das damit beworbene Buch dürfte alles andere als harmlose Lektüre sein. Ja, es geht um Erotik und offensichtlich um eine verbotene Beziehung zu einem Priester. Was mich nicht abschreckt, aber andere vielleicht schon. 
Lange Vorrede, kurzer Sinn: Blogg dein Buch und das große ? haben tolle Preise für ihre 


#WERISTNORA - Aktion 


ausgelobt. Und da es sich um einen meiner Lieblingsverlage handelt, mit dem ich gerne ein Meet & Greet auf der Buchmesse in Frankfurt gewinnen würde, bin ich dabei!

Und ihr selbst könnt auch noch teilnehmen bis zum 22.09.2013. Alle Infos zum Gewinnspiel findet ihr auf der Aktionsseite bei Blogg dein Buch. Soviel sei verraten: Ihr sollt einen Beitrag schreiben, das Video einbinden und nach Möglichkeit erraten, um welches Buch es geht. Ich fand es nicht besonders schwer. Teilnehmen können alle registrierten und freigeschalteten Blogg-dein-Buch-Blogger.

So, nun zum Video. Dieses findet ihr auf der oben genannten Aktionsseite und auf meiner Gewinnspielseite. Warum? Aus den oben genannten Gründen möchte ich es nicht auf der Startseite posten. Nun könnt ihr euch überlegen, ob ihr es anschauen möchtet, oder nicht. Ich könnte wetten, dass einige von euch nun neugierig sind (oder kennt ihr es etwa alle schon?).

Und, schon eine Ahnung, wer Nora ist? Einen kleinen Tipp gibt es von mir: Auch Noras Geschichte ist nicht in einem Band erzählt - es handelt sich hier bereits um den dritten Teil der Reihe. Viel Spaß beim Raten!

Deborah





Freitag, 13. September 2013

Ein etwas wehmütiger Neuzugänge-Post

Ja, auch das soll es geben: Ich habe neue Bücher (sehr schöne übrigens), kann mich aber nicht so recht darüber freuen. Der Grund dafür: Es war das letzte Mal, dass ich im Club Bertelsmann Offenburg einkaufen konnte - auch diese Filiale hat geschlossen (siehe Artikel auf Baden-Online). Ich wusste vorher nichts davon und bin ganz zufällig zum Ausverkauf gekommen. Die Filiale bestand schon seit gefühlten und tatsächlichen Ewigkeiten, nämlich seit Anfang der 80er Jahre. Von Beginn an war ich dort Kunde, wenn auch zunächst nur, weil mir meine Oma ein schönes Buch kaufte. Unter anderem stammt meine Ausgabe von Michael Endes "Die unendliche Geschichte" aus der Buchhandlung. Damit verbinde ich natürlich schöne Erinnerungen. Der Club ist nun nicht mehr interessant, da es fast nur noch die Möglichkeit zur online-Bestellung gibt. Mir bleibt nun nur noch, den Damen, die lange Jahre beim Club Bertelsmann gearbeitet haben, alles Gute für die Zukunft zu wünschen! 

Mal ehrlich, macht es euch nicht auch ein bisschen Angst, dass immer mehr Buchläden aufgeben müssen? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, sie mehr zu unterstützen? Ich kann mir meinen Wohnort ohne die Buchhandlung meines Vertrauens nicht vorstellen - und möchte es auch nicht, denn die Beratung und netten Worte würden mir fehlen! Daher werde ich neue Bücher nur noch offline kaufen, aber das praktiziere ich ohnehin schon seit längerem. Vielleicht schließt sich ja der eine oder andere an, denn so lange wir Buchpreisbindung haben, unterscheiden sich die Preise ohnehin nicht. Auch bieten einige Buchhändler mittlerweile den Kauf von ebooks vor Ort an. Fragen lohnt sich.

Und hier die Bücher:





Catharina Ingelman-Sundberg - Wir fangen gerade erst an: Roman


Marie Matisek - Mutter bei die Fische


Matt Whyman - Oink!


Cordula Stratmann - Danke für meine Aufmerksamkeit
Cordula Stratmann , Marion Grillparzer - Ist dieses Buch ansteckend?

Damit hat sich mein RUB wieder erhöht. Ich glaube, ich höre so langsam auf zu zählen. Es bringt ja doch nichts.

Deborah




Samstag, 7. September 2013

Peter Hakenjos - Alt und frei: Stories vom Lieben und Lästern

Ich lese ja ziemlich viele Bücher, die eigentlich nicht für meine Altersklasse vorgesehen sind - denn ich bin einfach zu alt dafür. Nichts desto Trotz liebe ich diese Bücher. Vor kurzer Zeit bekam ich eine sehr nette E-Mail von Peter Hakenjos, der mir sein Buch "Alt und frei: Stories vom Lieben und Lästern" vorstellte. Auch hier gehöre ich eigentlich nicht zur Zielgruppe - oder besser gesagt: Noch nicht... denn früher oder später ist es ja soweit. Nachdem ich mir die Internetseite von Peter Hakenjos angeschaut und zwei der Kurzgeschichten gelesen hatte, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Leseprobe hat mich sehr zum Lachen gebracht! Es kann sein, dass ich damit jetzt mal nicht den Geschmack meiner Leser treffe - einfach weil ihr vielleicht noch zu jung seid - aber dennoch möchte ich diese Kurzgeschichten hier vorstellen, denn sie verdienen es einfach!




Zum Inhalt:

Peter Hakenjos - "Alt und frei: Stories vom Lieben und Lästern" erschien als "Book on Demand" (BoD). Es wurde von Vito von Eichborn für die Edition BoD ausgewählt.

"Alt und frei: Stories vom Lieben und Lästern" ist eine Sammlung von 25 knackigen, frechen, lustigen und teils auch bitterbösen Kurzgeschichten rund um das Thema Alter. Was hier jedoch keinen erwartet sind Stories über Wehwehchen, Krankheiten und Befindlichkeiten. Die Geschichten sind überraschend und zeigen, wie das Alter auch sein kann: Es gibt einem die Freiheit zu Leben, wie man es gerne möchte - frei von Zwängen und Scham. Die Stories machen Mut, dass das Alter mehr zu bieten hat als das Dahinvegetieren in einem Seniorenheim. Auch im Alter gibt es noch Liebe und Leidenschaft - wenn man es selbst zulässt und die lieben Nachkommen nicht zu prüde sind. Aber wen interessiert das eigentlich, was die erwachsenen Kinder denken - sollen sie doch ihre eigenen Erfahrungen machen...

Mein Bewertung:

Ich habe mich herrlich amüsiert und finde die Geschichten wirklich eine Bereicherung. Mittlerweile habe ich viel Freude an gut geschriebenen Kurz- und Kürzestgeschichten - was früher nicht so der Fall war. Aber ich wurde ja eines Besseren belehrt...und ich lasse mich durchaus gerne überzeugen. Diese Sammlung von Kurzgeschichten haben ich in nur zwei Tagen durchgelesen. Ja, ich weiß, man sollte eigentlich nicht so viel Kurzgeschichten nacheinander lesen. Aber da sie mir so gut gefallen haben, wollte ich immer noch eine und noch eine - und plötzlich war ich dann auch schon durch. Teilweise sind die Geschichten sehr lustig, manchmal zum Schmunzeln und sehr wenige Male auch sehr böse. Es ist ganz normal, dass einem nicht alle Stories gefallen, mir zum Beispiel hat "Die letzte Rache" nicht so sehr gefallen, dafür aber umso mehr "Die Nein-Sagerin", "Das Testament", "Das Konzert" und ganz besonders "Ein Tag in Stratholme". Die Wendungen sind oft sehr überraschend, besonders gut finde ich, wenn am Schluss der Geschichte ein kleiner Absatz aus einer anderen Perspektive geschrieben ist. 

Vielleicht sollte ich "Alt und frei: Stories vom Lieben und Lästern" zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal lesen als Anregung dafür, wie ich meine Zukunft auch erleben könnte. Vermutlich ist es tatsächlich so, wie es uns Peter Hakenjos in seinen Geschichten näher bringt: Wenn man sich erst einmal damit abgefunden hat, dass die Jugend tatsächlich vorbei ist und man sich davon lösen kann, derselben hinterher zu jagen, hat man alle Möglichkeiten das Leben tatsächlich zu genießen! Man wird begreifen, dass die Gegenwart zählt und nicht die Zukunft. Vermutlich werde ich auch im Alter noch meinem heißgeliebte 80er-Jahre Musik hören - ich bin einfach nicht der Typ für Schlager und Heimatmusik *schüttel* - und es mir nicht nehmen lassen, weiterhin Modeschmuck und Jeans zu tragen. Und vielleicht schaffe ich es dann auch, mir doch noch meine Träume zu erfüllen. Denn irgendwann werde ich ja viel Zeit haben...

Falls ihr selbst viel zu jung für diese Art von Geschichten seid, kann ich euch die Kurzgeschichten sehr empfehlen als Geschenk für Eltern oder Großeltern. Aber wundert euch nicht, wenn sie sich anschließend in Hippieklamotten schmeißen und ein bisschen Gras rauchen. Ich übernehme dafür keine Haftung! :-)

Weitere Infos zum Autor und zum Buch findet ihr auf der Internetseite von Peter Hakenjos. Hier gibt es auch die tolle Leseprobe ("Ein Tag in Stratholme"). 

Ich bedanke mich herzlich bei Peter Hakenjos für diese wunderbaren Anregungen und die unterhaltsamen Stunden und schicke ihm liebe Grüße zurück in den wilden Südwesten! 

Deborah


Dienstag, 3. September 2013

Bookaholic - mehr fällt mir dazu nicht mehr ein

Schon wieder Neuzugänge - und noch dazu war ich in den letzten Wochen etwas schlampig mit dem Eintragen derselbigen. Soll heißen: Ich habe längst nicht über alle neuen Bücher berichtet und sie auch nicht in meine Liste aufgenommen - was bedeutet, dass ich sie vielleicht irgendwann doppelt haben werde. Wäre ja nicht das erste Mal.

Treudoof bin ich gestern an der Meyerschen vorbei gelaufen. Vorbei gelaufen??? Natürlich nicht, denn sie haben ja die große Kiste mit den Resten der weißen Buchwochen quasi mitten in meine Laufroute gestellt. Was sollte ich da nur tun? Ich konnte nicht ausweichen, ehrlich. Rechts waren Fußgänger, vor mir die Kiste und links ging es in den Laden. Also wagte ich einen Blick in die Kiste und bekam bald Schnappatmung: Jedes Buch nur noch 3,- Euro und dann mal eben einige Bücher von meiner Wunschliste. Waaah! Ich habe mich ehrlich bemüht, aber keine fünf Minuten später hatte ich eine volle Tasche (einen Teil habe ich aber wieder zurück gelegt). Hier meine Ausbeute + zwei Bücher, die heute per Post ankamen:


Jetzt mal ehrlich, da hatte ich doch keine Chance, oder?

Hier die Bücher:

- ein tolles mediterranes/asiatisches Kochbuch von DK
- Rainer M. Schröder - Liberty 9 - Sicherheitszone
- Frank Goosen - Sommerfest
- Joss Stirling - Finding Sky
- Isaac Marion - Mein fahler Freund (Warm Bodies)
- Florian Beckerhoff - Karl Konrads heimliches Afrika
- Malinda Lo - Ash (wird es die Fortsetzungen eigentlich auch auf Deutsch geben?)
- Emily van Hill - Schön wie Käsekuchen (Rezensionsexemplar von der Autorin signiert)
- Sylvia Day - Crossfire Offenbarung (Tauschticket)

Eigentlich wollen wir diese Woche noch nach Aachen. Uneigentlich sollte ich mich von der Stadt fernhalten - ich sag nur Mayersche Haupthaus über mehrere Stockwerke - vermutlich auf jedem diese bösen Boxen, Kisten, was auch immer...

Mein herzliches Dankeschön an Emily van Hill, auf deren Buch ich schon sehr gespannt bin!

Als klitzekleinen Ausgleich für die Neuzugänge habe ich wieder einmal mit einem schnell Griff mehrere Bücher aus meinem Regal entfernt, die seit Jahren rumstehen und mich nicht mehr interessieren (historische Romane, Fantasy Romane, Tatsachenberichte). Einen Teil davon habe ich bei Tauschticket eingestellt, einen anderen Teil habe ich heute direkt abgegeben bei der Tafel. So ist die Bilanz wenigstens wieder halbwegs ausgeglichen. Es muss aber noch mehr weg. 

Ich glaube, morgen werde ich mal noch ein bisschen Aussortieren. Das Gewissen nagt...

Gute Nacht!

Deborah



Sonntag, 1. September 2013

Und jetzt noch etwas zum Anschauen...

... meine Neuzugänge. Zwei Suchis bei Real entdeckt - und dann noch reduziert. :-)

Ein herzliches Dankeschön an die Post, die wieder einmal ein besonders schönes Exemplar (Heller als ein Stern) beschädigt hat. Es ist nicht unbedingt nötig, Büchersendungen mit aller Gewalt in den Briefkasten zu stopfen! Ich könnte mich jedes Mal wieder darüber aufregen. Zum Glück kann ich mir die meisten Sendungen an die Packstation liefern lassen - da gibt es weder das Briefkasten-Drama noch das Abhol-Drama.



Die Bücher im einzelnen:

- Celia Bryce - Heller als ein Stern (Rezensionsexemplar von Blogg dein Buch und Bloomoon)
- Winnifred Watson - Miss Pettigrews großer Tag (OVP gekauft zum Sonderpreis)
- Jonathan Stroud - Bartimäus - Der Ring des Salomo (OVP gekauft zum Sonderpreis)
- Sylvia Day - Crossfire - Erfüllung (endlich mal etwas bei Dshini ergattert :-))
- Ilke S. Prick - Essen mit Freunden (Rezensionsexemplar vom Insel-Verlag)
- Michaela Möller - Die emotionale Obdachlosigkeit männlicher Singles (gekauft, Mängelexemplar)

Ich freue mich auf jedes einzelne. Und nun sage ich mal gute Nacht - für heute war ich mehr als fleißig. Aber ich habe noch immer einiges aufzuholen. Das kommt davon, wenn man ganz schön lange schreibfaul war.

In den nächsten Tagen gibt es mehr Beschreibungen: noch einmal Kerstin Gier, Auerbach & Keller (Pippas vierter Fall!) und eine ganz besondere Kurzgeschichten-Sammlung... 

Bis bald!
Deborah






Marie-Sabine Roger - Der Poet der kleinen Dinge

Das Kinderprogramm ist für heute beendet, nun kommen wir zu den Büchern für Erwachsene. Nein, nicht das Nachtprogramm – nur das für den Abend. Und hier möchte ich euch ein besonderes Buch vorstellen: „Der Poet der kleinen Dinge“ von Marie-Sabine Roger.



ISBN: 978-3-455-40095-3
französischer Originaltitel: Vivement l'avenir
Seitenanzahl: 240
Einbandart: gebunden mit Schutzumschlag

Zum Inhalt:

Ein verschlafenes Nest in der Normandie. Warum es die dreißigjährige Alex hierher verschlagen hat, weiß sie selbst am wenigsten. Aber sie hat ohnehin nicht vor, lange zu bleiben. Wäre da nicht die Sache mit Gérard, den sie Roswell nennt, weil er Ähnlichkeit mit einem Außerirdischen hat. Alex hat sofort einen Narren an ihm gefressen, als sie bei seinem Bruder und dessen Frau zur Untermiete einzieht. Schwägerin Marlène will den Behinderten am liebsten aussetzen und weiß nicht, dass ihre Untermieterin alles daran setzt, den herzlosen Plan zu durchkreuzen. Als Alex Gérard eines Tages mit zum Kanal nimmt, begegnen sie dort eine nicht minder seltsamen Paar: Olivier, dem Bierdosenweitwerfer, und seinem melancholischen Freund Cédric. Niemand von ihnen ahnt, dass ein denkwürdiges Abenteuer auf sie wartet, eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens, welche die vier Außenseiter zusammenschmieden wird. (copyright Klappentext und Cover Hoffmann und Campe)

Meine Bewertung:

Nach der ganzen Jugendliteratur, die ich euch vorgestellt habe, ist es jetzt mal wieder Zeit für ein Buch der leisen Zwischentöne, ein Buch aus Frankreich. Nachdem mich Marie-Sabine Rogers „Das Labyrinth der Wörter“ so sehr begeistert hat, war es selbstverständlich, dass „Der Poet der kleinen Dinge“ ebenfalls auf meiner Wunschliste landete. Und Freude über Freude: Schneller als gedacht befand er sich in meinem Einkaufskorb – denn durch Zufall fand ihn mein Schatz bei den weißen Buchwochen in einer Krabbelkiste bei der Mayerschen Buchhandlung. Manchmal hat man einfach Glück...

Nach den ersten Seiten stellte ich schon fest, dass „Der Poet der kleinen Dinge“ ein ganz anderes Kaliber als „Das Labyrinth der Wörter“ ist. Ging es im ersten Buch um einen liebenswerten, etwas ungebildeten Mann, der die Liebe zu den Büchern entdeckte, so ist hier die Person, um die sich alles dreht Gérard. Gerárd, von Alex liebevoll Roswell genannt, ist ein Mann mit so schweren körperlichen Behinderungen und Entstellungen, wirkt auf seine Umwelt abschreckend und beängstigend. Er kann sich nur schwer artikulieren und kaum selbstständig fortbewegen. Doch Alex, die Gelegenheitsarbeiterin und Rumtreiberin, die zufällig in seine Stadt kommt und bei seiner Familie zur Untermiete wohnt, erkennt dennoch den liebenswürdigen Menschen in ihm. Sie schließt ihn – gegen ihren Willen – sehr ins Herz. Und dabei wird sie nur wenige Monate in dieser tristen Stadt verbringen und auf einer Hühnerfarm arbeiten.

Alex kümmert sich um Gérard, sie spricht mit ihm und findet sogar einen Weg, mit ihm spazieren zu gehen. Als sie dabei einmal durch Jugendliche in Bedrängnis geraten, kommen ihr Olivier und Cédric zu Hilfe – ebenfalls zwei Außenseiter. Olivier lebt für sein Bier und sein Staudamm-Projekt (er wirft die leeren Bierdosen immer an einer bestimmten Stelle in den Kanal) und Cédric trauert seiner verlorenen Liebe hinterher. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den vier sympathischen Außenseitern. Sie alle sind etwas (bis sehr) seltsam, skurril aber zuverlässig und treu. Das Leben hat es mit allen nicht sonderlich gut gemeint. Als eine Erbschaft Oliviers ungeahnte Möglichkeiten bietet, greifen sie diese beim Schopf.

Wenn man die Beschreibung der kleinen Stadt liest, kann man ohnehin nicht verstehen, was irgendjemanden dort hält. Es wird alles als trist und schmutzig beschrieben, sogar der Himmel ist die meiste Zeit grau und passt sich den Gegebenheiten an. Und über allem hängt dann noch der Dunst der riesigen Hühnerfarm. Mir fiel es am Anfang wirklich schwer, weiter zu lesen, denn alles wirkte sehr bedrückend auf mich. Außerdem ist mir am Anfang entgangen, dass das Buch teilweise aus der Sicht von Alex und teilweise aus Cédrics Sicht geschrieben ist. Es wird einfach in der Ich-Form erzählt, daher ist es anfangs nicht so ganz klar, von wem gerade die Rede ist. Man kann zunächst nur durch die Kapitelüberschriften unterscheiden, wer gerade erzählt. Manche Dinge erfährt man dann auch von beiden – aus der jeweiligen Perspektive betrachtet. Insgesamt ist es eine anspruchsvolle Geschichte und es lohnt sich, weiter zu lesen. Denn nach und nach gewinnt jede dieser traurigen Gestalten die Sympathie des Lesers. Und zusammen sind sie wirklich ein tolles Team – auch wenn sich Alex nur als vorübergehendes Mitglieder der Gruppe sieht. Für Gérard ist es eine ganz neue Erfahrung, dass sich jemand um ihn kümmert und ihn versteht. Sie lauschen seinen Gedichten, singen und lachen mit ihm. Und vielleicht das erste Mal seit dem seine Mutter gestorben ist, fühlt er sich nicht mehr allein. 

„Der Poet der kleinen Dinge“ ist tatsächlich ein sehr positives Buch. Eine Geschichte, die Mut macht, ein großes Ja zu Freundschaft, Toleranz und Verständnis. Ein Buch, das ich vorbehaltlos empfehle, wenn es mal keine seichte Unterhaltung sein soll.

Weitere Informationen und eine Leseprobe findet ihr bei Hoffmann und Campe. Eine Taschenbuchausgabe (mit einem sehr schönen Cover) gibt es bei dtv.

Deborah




G. Engelmann u. J.M. Leonhardt - Im Pyjama um halb vier

Freundschaft und Liebe in Zeiten von Social Media...



ISBN 978-3-401-06793-3
Seitenzahl: 240
Einbandart: Klappenbroschur
Erscheinungstermin: Januar 2013

Zum Inhalt:

Lulu macht sich bei Facebook auf die Suche nach dem Ben, den sie auf der letzten Party kennengelernt hat. Sie findet … einen anderen, mit dem sie von nun an jeden Tag chattet. Sie erzählen sich Dinge, die sie sonst niemandem erzählen würden. Dinge, die unter normalen Umständen unausgesprochen bleiben. Und plötzlich entstehen Gefühle, gegenüber diesem Fremden, den man eigentlich gar nicht kennt. (copyright Klappentext und Cover Arena-Verlag).


Meine Bewertung:

"Im Pyjama um halb vier" habe ich bei der großen Aktion zum "Welttag des Buches" gewonnen und war sehr gespannt darauf. Ich wurde nicht enttäuscht. Am Anfang ist es zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dass es sich nicht um einen Roman im eigentlichen Sinn handelt, sondern um einen ziemlich langen Chat über Facebook. Aber das macht die Geschichte um so lebendiger. Man lernt die Charaktere dadurch besser kennen, denn sie schreiben über sich selbst. Es ist nicht das erste Buch, das ich in dieser Art lese (von Meg Cabot gibt es auch Bücher, die nur aus E-Mails und Chats bestehen). Von daher hat mich die Erzählart auch nicht allzu sehr überrascht oder gar gestört.

Lulu und Ben treffen durch einen Zufall aufeinander, denn Lulu hält Ben für einen anderen (mit gleichem Namen). Eigentlich möchte sie von ihm nur etwas über ihren Schwarm Marco, den Tänzer, erfahren. Doch Ben kann ihr nicht weiterhelfen, er kennt weder Lulu noch Marco und lebt in München. Lulus reales Leben findet in Hamburg statt. Dennoch finden sich die zwei irgendwie sympathisch und chatten immer häufiger miteinander. Es entsteht langsam aber sicher eine Freundschaft, in der man sich vieles erzählt. Langsam aber sicher reift auch der Wunsch, sich einmal persönlich zu treffen. Das geht zwar erstmal schief und der Kontakt reißt auch einige Male ab, aber trotzdem entwickelt sich etwas ganz besonderes zwischen den beiden...

Sehr überrascht war ich über die Entwicklungen am Schluss. Die Geschichte nahm eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Und genau das liebe ich: Es ist etwas vollkommen Anderes, wenn sich eine Geschichte unerwartet entwickelt und nicht alles absehbar ist. So kann man am Schluss wenigstens nicht behaupten: Nette Story, aber war ja von Anfang an klar, dass es genau so endet und nicht anders.

Mein Fazit: Daumen hoch für diese moderne Teenager-Lovestory! Auf der Internetseite des Arena Verlags findet ihr übrigens noch ein interessantes Interview zur Entstehung von „Im Pyjama um halb vier“ und natürlich auch eine Leseprobe.

Nachdem ich nun zwei Jugendbücher von Gabriella Engelmann kenne, wird es demnächst mal Zeit für eines der Inselbücher, oder? 


Deborah

Gabriella Engelmann - Cinderella Undercover

Aschenputtels wahre Geschichte. Märchen mal anders: Neu, modern und frech



ISBN 978-3-401-06685-1
Seitenanzahl: 280
Einbandart: Klappenbroschur
Erscheinungstermin: August 2011

Zum Inhalt:

Kurz nachdem Cynthias Mutter gestorben ist, verliebt sich ihr Vater in eine andere Frau, die zwei nervige Töchter im Schlepptau hat. Zu allem Überfluss macht Stiefschwester Felicia dann auch noch Daniel schöne Augen. Ob Cyn den gutaussehenden Kunststudenten mit ihrer neuen Street-art auf sich aufmerksam machen kann? Das große Kunstfestival ist die Gelegenheit, sich Daniel undercover zu nähern. (copyright Cover + Klappentext Arena-Verlag)


Meine Bewertung:


Auch ein Buch, das schon lange in meinem SUB wartete. Warum ich es erst jetzt gelesen habe weiß ich selbst nicht - vermutlich einfach, weil so viele andere nachkamen und ich es irgendwann aus den Augen verloren habe.

Die Geschichte von Cynthia Aschenbrenner, dem modernen Aschenputtel, hat mir sehr gut gefallen und ich möchte auf jeden Fall auch noch die anderen Bücher der Märchen-Reihe lesen. "Cinderella Undercover" ist richtig schöne Wochenend-Lektüre, genau das Richtige für mich.

Cynthia Aschenbrenner ist 16 und lebt in Hamburg. Ihre Mutter ist gestorben, was ihr und ihrem Vater sehr viel Kummer bereitet. Doch nach einiger Zeit verliebt sich ihr Vater in eine andere Frau und schwupps wird aus Einzelkind Cynthia Teil einer Patchwork-Familie mitsamt Vogel. Wobei Beo "La Perla" als letztes Familienmitglied hinzukommt, ein Geschenk ihres Vaters. Stiefmutter Stephanie und die Stiefschwestern Felicia und Kristen machen Cynthia das Leben nicht gerade leichter, obwohl sie definitiv nicht so schlimm sind wie Aschenputtels Stiefschwestern. Sie haben nur beide einen ziemlichen Schuss, wobei sich Kristen mit der Zeit eigentlich als ganz sympathisch herausstellt. Wie auch immer, Cynthia fällt das alles nicht leicht, denn das Zusammenwohnen mit den Grazien ist kein Zuckerschlecken. Zumal offensichtlich nur sie weiß, wie man aufräumt, kocht und putzt.

Aber zum Glück hat Cynthia wunderbare Freundinnen und Freunde. Als ihr bester Freund und Designer Gernot sie überredet, etwas Street-art zu betreiben, ändert sich ihr Leben schlagartig. Und dann ist da noch Daniel, der in Cynthias Bauch ganz seltsame Gefühle auslöst. Schmetterlinge im Bauch???

"Cinderella Undercover" ist eine wunderbare Jugendgeschichte angelehnt an ein altes Märchen. Ehrlich gesagt gefällt mir diese Version besser. Aber auch hier verliert Cinderella ihren Schuh auf der Flucht um Mitternacht...Vor wem oder was sie flieht, müsst ihr jedoch selbst herausfinden. Ihr werdet sicher viel Spaß dabei haben.

Deborah

Kerstin Gier - Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten

Wie eben versprochen: Hier kommt der dritte und abschließende Teil der Edelstein-Trilogie. Es heißt Abschied nehmen von Gwendolyn und Gideon. 


ISBN 978-3-401-06348-5
Seitenzahl: 496
Einbandart: gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungstermin: Dezember 2010

Zum Inhalt:

Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann … (copyright Klappentext und Cover Arena-Verlag)

Meine Bewertung:

Wenn ich die beiden anderen Teile schon schnell gelesen habe, so habe ich diesen abschließenden Band verschlungen. Ich habe zwischendurch nur kurze Pausen gemacht und ansonsten direkt in einem Rutsch durchgelesen. Zum Glück gibt es Wochenenden.

In "Smaragdgrün" gibt Kerstin Gier noch einmal richtig Gas, die Geschichte gewinnt enorm an Fahrt und spitzt sich zum Ende hin immer weiter zu. Es wird richtig spannend, verwirrend (was lustigerweise sogar die Protagonisten so empfinden). Man leidet und bangt mit Gwendolyn, wenn sie an Gideons Liebe zweifelt aber auch wenn sie ihren längst verstorbenen Großvater wieder trifft. Gwendolyn ist einfach durch und durch sympathisch, eben weil sie nicht perfekt ist. Der am Anfang etwas undurchsichtige und teilweise arrogant wirkende Gideon wird auch von mal zu mal menschlicher und liebenswerter. Eigentlich wünscht man sich nichts mehr, als dass die beiden zusammen kommen und glücklich werden. Aber zuvor müssen sie erst noch einen machthungrigen und gefährlichen Zeitreisenden stoppen - und das mit dem Wissen, dass sich in den eigenen Reihen ein Verräter versteckt. Was die Sache natürlich nicht einfacher macht. Und doch gibt es immer Mittel und Wege - insbesondere, wenn man in die Vergangenheit reisen und diese verändern kann (ich dachte immer, das wäre gefährlich...).

Alles in allem war ich sehr begeistert von der Buchreihe und freue mich jetzt umso mehr auf die "Silber"-Bücher. Kerstin Gier konnte mich bis jetzt mit jedem Buch restlos überzeugen, ich mag ihren Schreibstil.

Und im Nachhinein finde ich es schade, dass die Reihe nun schon abgeschlossen ist. ;-)

Schönen Sonntag!
Deborah


Kerstin Gier - Saphirblau - Liebe geht durch alle Zeiten

Die spannende Fortsetzung von "Rubinrot"


ISBN 978-3-401-06347-8
Seitenzahl: 400
Einbandart: gebunden mit Schutzumschlag
Erscheinungstermin: Januar 2010

Zum Inhalt:

Gideon und Gwendolyn sind bis über beide Ohren verliebt. Doch Liebe unter Zeitreisende birgt ungeahnte Tücken. Gut, dass Gwendolyn jede Menge Ratgeber an ihrer Seite weiß, sei es nun ihre beste Freundin Leslie oder Geisterfreund James. Nur Xemerius, ein leicht anhänglicher Wasserspeier, sorgt eher für Turbulenzen, als dass er hilft. Und als Gideon und Gwendolyn ein weiteres Mal in die Fänge des Grafen von St. Germain geraten, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt ... (Copyright Klappentext und Cover Arena-Verlag)

Meine Bewertung:

Nachdem die Buchreihe lange bei mir im Regal stand, konnte ich nach "Rubinrot" nicht aufhören und habe direkt weitergelesen - praktisch, wenn man alle Bücher zur Hand hat und nicht mehr warten muss, bis der nächste Teil erscheint.


Gideon und Gwendolyn haben mich in ihren Bann gezogen und ich wollte unbedingt wissen, was geschieht, wenn alle 12 Zeitreisenden in den Chronographen eingelesen sind. Wie für Zeitreise-Romane üblich, wird es hier auch so langsam etwas verwirrend, aber man behält doch noch gut den Überblick. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden nimmt so langsam auch ihren Gang. Besonders toll fand ich am Schluss des zweiten Bandes den Code zum Entschlüsseln. Natürlich habe ich die Anweisungen befolgt und das Rätsel gelöst.

Ich kann mittlerweile verstehen, warum so viele von der Edelstein-Trilogie schwärmen. Auch ich bin nun ein Fan davon. Wer sie nicht kennt, sollte sie lesen. Ich würde auf jeden Fall dazu raten, gleich den Schuber mit allen drei Teilen zu kaufen (falls man sich noch für die guten, alten Bücher entscheidet) - ansonsten kann es nervenaufreibend sein, wenn man die Fortsetzung nicht sofort in den Händen hält.

Dieses war der zweite Streich, doch der dritte folgt sogleich...

Will heißen, gleich gibt es noch meinen - wiederum begeisterten - Senf zum dritten Teil "Smaragdgrün". 

Bis gleich!