Sonntag, 26. Mai 2013

Lilli Beck - Chili und Schokolade

Mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch von Lilli Beck!



Zum Inhalt:

Evelyn Meyer lebt mit ihrem Ehemann Konrad und ihrem Hund Oscar in einem großen, sterilen Haus. Ihre Zwillinge studieren in England und Evelyn hat nichts weiter zu tun, als den ganzen Tag das ohnehin saubere Haus zu pflegen, ihren Gatten zu bekochen, wenn er sich den mal herablässt, nach Hause zu kommen, und mit ihrem Hund spazieren zu gehen. Als Oscar bei einem Unfall umkommt, bleibt ihr gar nichts mehr, was sie tröstet. Die lieblose und herablassende Art ihres Mannes machen ihr zusätzlich das Leben schwer. Evelyn beschließt, etwas zu ändern, und möchte sich - gegen den Willen von Konrad, eine Arbeit suchen. Durch Zufall lernt sie bei ihrer Arbeitssuche die junge und lebenslustige Ulla kennen. Bald schon befreunden sich die beiden und Ulla hilft Evelyn, ihre Lebensfreude wieder zu finden und sich an Konrad zu rächen - zumal Evelyn den Verdacht hat, dass Konrad sie betrügt. Ulla und Evelyn kochen leidenschaftlich gerne, daher kommt Ullas Vorschlag, ein erotisches Kochbuch zu schreiben, gar nicht so ungelegen. 

Meine Bewertung:

Evelyn tut einem von Anfang an ziemlich leid, denn es wird direkt klar, dass ihr Mann sie nur als Fußabtreter benutzt. Von Liebe ist da nichts zu spüren, noch nicht einmal Respekt. Umso bewundernswerter, dass Evelyn letztendlich doch die Courage findet, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Obwohl das wirklich nicht einfach ist, denn laut Vereinbarung bekommt sie 100,- Euro Taschengeld im Monat und darf sich nur um Haus und Familie kümmern. Konrad war natürlich so schlau, einen Ehevertrag aufzusetzen, sodass Evelyn vor dem Nichts stünde, wenn sie es wagen würde, sich scheiden zu lassen. Raffiniert eingefädelt, aber es gibt ja zum Glück immer Auswege, auf die eine oder andere Art. Mit Hilfe von Ulla verändert sich Evelyn sehr - aus der grauen Maus wird wieder eine attraktive Frau - was auch Ullas Onkel Bertram nicht verborgen bleibt. Als Ullas und Evelyns Freundschaft beinahe zerbricht verliert Evelyn fast wieder ihren Mut, aber nur fast.

Ich habe mich köstlich amüsiert, als die Freundinnen shoppen gehen und Konrads Kreditkarte bis ans Limit ausreizen. Vor allen Dingen, weil sie nur Kleider kauft, die Konrad nicht gefallen - bunt, eng, aus Leder, auffällig - das Gegenteil von Evelyn bisheriger Garderobe. Als sie dann auch noch Konrads Heiligtümer im Bach versenkt und behauptet, sie wären gestohlen worden, wollte ich am liebsten Beifall klatschen. 

Es gibt nur zwei Dinge, die mir nicht so richtig gefallen haben: Der Schluss war mir zu glatt und zu plötzlich und dann ging es mir persönlich etwas auf den Keks, dass Evelyns einziger "Fluch" (kann man so eigentlich ja nicht sagen, eher Ausruf) aus "Mon Dieu" besteht - das aber sehr häufig. Wenn sie schon angeblich französisch fluchen kann, dann aber richtig. :-)

Schön ist dagegen, dass am Schluss des Buches Eve Lacombes Rezepte zu finden sind - auch wenn die meisten nichts für uns sind. Aber das Huhn in Chili-Schoko-Sauce klingt schon interessant. Mal schauen. 

Von mir bekäme "Chili und Schokolade" vier von fünf Sternchen. Ich freue mich schon auf weitere Lilli Beck Bücher, eines davon ("Liebe auf den letzten Blick") liegt ja noch auf meinem SUB. 

Bin ich heute fleißig!

Deborah

Mia Morgowski - Die Nächste, bitte

Das erste Buch, das ich von Mia Morgowski gelesen hatte ("Kein Sex, ist auch keine Lösung"), fand ich persönlich nicht so toll. Daher wollte ich ursprünglich auch kein weiteres lesen - doch zum Glück habe ich eine Ausnahme gemacht und mir "Die Nächste, bitte" ertauscht.

Ich habe es nicht bereut, denn diese Geschichte ist wirklich lustig...


Zum Inhalt:

Nella führt zusammen mit ihren Freundinnen Elisa und Mashavna in Hamburg einen Secondhandladen mit angeschlossenem Café. Ihr Freund Leo wurde in die Schweiz versetzt, er arbeitet nun in Genf. Nella reist nun alle paar Wochen zwischen Hamburg und Genf hin und her. Um dieses Mal mehr Zeit mit Leo verbringen zu können, hat sie sich entschieden, nach Genf zu fliegen - großer Fehler für jemanden, der unter einer ausgeprägten Flugangst leidet. Sie möchte daher noch kurzerhand ein Medikament von ihrem Hausarzt Dr. Rosen organisieren. Anstatt den alten Herrn zu konsultieren, erwischt sie jedoch den jungen Dr. Paul Rosen - den arroganten Schnösel. Er gibt ihr ein paar Tropfen zur Beruhigung mit, die leider nicht wirklich helfen. Im Flugzeug wird Nella panisch - was für ein "glücklicher" Zufall, dass Dr. Paul Rosen den gleichen Flug gebucht hat, um sich bei seinem potentiellen neuen Arbeitgeber oder Partner Dr. Schümli in Genf vorzustellen. Dr. Rosen hat große Pläne als Schönheitschirurg, die er vor seinem Vater und seiner aufdringlichen Arzthelferin verbirgt. Dumm nur, dass Dr. Schümli erwartet, dass Dr. Rosen mit Frau anreist. Wie praktisch, dass er Nella begegnet, die gerade von Leo versetzt wurde...

Meine Bewertung:

Toll geschrieben, total überzogen und dabei so lustig (Bauchschmerzen vor Lachen, ehrlich). Sehr gut gefallen hat mir, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Paul und Nella beschrieben wird. Wobei Nellas Abschnitte Tagebucheinträge oder ähnliches sind. 

Es ist herrlich, wie Paul Nella überredet, ihm zum heiß ersehnten Job zu verhelfen - den er nun mal nur bekommen kann, wenn er verheiratet ist. Nella spielt von jetzt auf gleich seine Ehefrau, da ihr Leo ja ohnehin erstmal abgesagt hat für den einen Abend. Dumm nur, dass sie ausgerechnet ihn auch noch im Laufe des abends mit einer anderen ertappt. So hat sie noch mehr Zeit, Frau Dr. Rosenkohl, Rosenstrauch oder wie auch immer zu spielen - findet zumindest Paul, der dem Streit der beiden noch etwas nachhilft. Paul und Nella verstricken sich immer weiter in ihre phantastischen Lügengeschichten, die sie dem Ehepaar Schümli (übrigens netter Name - von Schümli Kaffee abgeleitet?) auftischen.

Als auch noch der Ehemann der durchgeknallten Arzthelferin auftaucht, um Paul zu erpressen, stürzt das ganze Lügengebilde in sich zusammen und es entsteht ein großes Chaos. Wobei das ohnehin nicht ausbleiben kann, denn Nella ist nun einmal richtig chaotisch, tollpatschig und liebenswert.

"Ja, ja, die Liebe in der Schweiz...hat ihren ganz besonderen Reiz..." ach nein, das war ein Lied aus der Verfilmung eines ganz anderen, ganz alten Buches (falls noch jemand die "Zürcher Verlobung" von Barbara Noack kennt). Irgendwie hat mich "Die Nächste, bitte" gerade daran erinnert - aber nur ganz entfernt.

Nachdem mich das Mia Morgowski Buch nun doch begeistert hat, werde ich wohl auch irgendwann noch "Dicke Hose" lesen. 

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
Deborah

Annie Sanders - Mister Mädchen für alles

So langsam muss ich mal Gas geben, damit ich die ganzen tollen Rowohlt-Bücher noch beschrieben bekomme. Die schlechteren habe ich nur bei lovelybooks rezensiert (ist in der Bücherliste A-Z jeweils vermerkt hinter dem Link).

Annie Sanders war noch nie verkehrt, so auch nicht in diesem Fall. Einen so perfekten Hausmann zu haben, ist doch ein Traum, oder?


Zum Inhalt:

Alex Hill steht ständig unter Strom, insbesondere vor der Einführungsveranstaltung für eine neue Produktlinie, die ihre volle Aufmerksamkeit fordert. Ein ganz schlechter Zeitpunkt dafür, einerseits ihre bisherige Haushaltshilfe zu verlieren und andererseits ihre Mutter, eine mittlerweile nicht mehr ganz so junge Filmdiva, die sich bei einem Sturz verletzt hat, bei sich zu Hause aufzunehmen. Kurzerhand bittet sie ihre Freundin, ihr bei der Suche nach einer guten Fee, die sich sowohl um den Haushalt als auch um ihre Mutter "die Ranke" zu kümmern. Es stellt sich jedoch nur ein Schauspieler, Frankie, vor. Alex will jedoch keinen Mann, der ihren Haushalt führt. Kurz darauf meldet sich auch noch Ella, Frankies Schwester. Alex vertraut auf Ellas Aussagen und stellt sie vom Fleck weg ein. Was sie nicht weiß: Ella ist notorisch faul und hat keine Lust auf den Job. Als sie einen anderen Job bekommt, lässt sie Alex kurzerhand im Stich. Frankie übernimmt heimlich - und mit Unterstützung der Ranke und Alex Freundin Saff die Stellung. Als Alex durch Zufall dahinter kommt, fühlt sie sich betrogen. Und das, obwohl sie mehr Hilfe denn je benötigt.

Meine Bewertung:

Wunderbar kurzweilig und unterhaltsam. Frankie ist ein Traummann - nicht nur, dass er den Haushalt in Ordnung hält, göttlich kocht und sich um Alex Mutter kümmert - nein, er ist auch noch ein Gentleman und sieht toll aus. Wie gesagt, ein Traummann...

Alex und Frankies Geschichte ist lustig (teilweise zum Tränen Lachen) und auch spannend. Denn irgendwann wird klar, dass sie in ihrer Firma sabotiert wird - bloß von wem? Auch hier ist Frankie Alex eine große Hilfe. Wie in jedem Annie Sanders Buch spielt der familiäre und der freundschaftliche Zusammenhalt hier eine große Rolle. Auch in "Mister Mädchen für alles" wird die eine oder andere prekäre Situation, in der sich Alex befindet, mit Hilfe ihrer Freunde und ihrer Mutter gelöst. Letztendlich kann sich Alex auf alle verlassen und merkt, dass ein bisschen mehr Vertrauen hilfreich ist. Außerdem wird ihr auch klar, dass der Mann an ihrer Seite vielleicht doch nicht der Richtige für sie ist. Vielleicht braucht sie ja doch jemanden, der für sie da ist, wenn sie ihn braucht.

Der Showdown vor und während der Produktpräsentation ist klasse und macht einfach Spaß! Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und wünsche viel Spaß damit! Ich persönlich kann mich noch auf 1-2 Annie Sanders Bücher in meinem SUB freuen - sofern ich sie jemals wieder finde...

Deborah

52 pics of a year - Thema 37 Meine Lieblingsschuhe

Ich habe es nicht vergessen. :-)

Hier mein neues Bild - wegen extrem hoher Luftfeuchtigkeit mal wieder ein Indoor-Bild zum Thema 37. Ich habe mich für "meine Lieblingsschuhe" entschieden. Und hier sind sie - meine "Japaner":


Ich weiß: Sie sind klobig, bunt und absolut retro seventies (was eigentlich so gar nicht mein Jahrzehnt war). Aber das alles ist mir schnurz piep egal, denn ich finde sie noch immer toll! 

Als ich sie im Mai 2007 in einem Laden an einer der berühmtesten Kreuzungen (Shibuya 109) in Tokyo entdeckt habe, hat es mich total erwischt. Ich bedauere heute höchstens, dass ich die komplett schwarze Ausgabe nicht auch mitgenommen habe. Nun sind sie schon 6 Jahre alt - Wahnsinn! Meine Lieblinge werden natürlich nicht sehr häufig getragen, denn ich möchte sie noch lange haben, auch als Erinnerung an eine einzigartige Reise. :-)

Schönen Sonntag!
Deborah

Dienstag, 21. Mai 2013

Andrea Schacht - Das Lied des Falken

Zeit zum Abschied nehmen von Alyss und ihrem schnatternden Hauswesen. Vorerst zum letzten Mal hatte ich die Freude, Alyss und Johns Geschichte zu verfolgen - je nun, ich werde die beiden vermissen. Genau wie Marian, Gislindis, die youngmen, die Jungfern, Lore und das Messveech und natürlich den Allmächtigen und Mater Inquisitoris... Nun warte ich gespannt auf die neue Reihe, die vermutlich 15 Jahre später spielen wird.



Zum Inhalt:

Alyss wartet auf John of Lynnes Rückkehr nach Köln. Beide sind nun frei und eigentlich steht ihrem Glück nichts mehr im Wege. Tatsächlich wird Alyss jedoch von Mats Schlyffers Tochter Gislindis gewarnt, denn noch immer gibt es eine dunkle Bedrohung. Als kurze Zeit später die frühere Amme von Alyss Sohn Terricus als Wasserleiche aus dem Rhein gezogen wird, überschlagen sich die Ereignisse. Alyss wird bei der Auslieferung einer Weinbestellung entführt. Ihre Familie und Freunde stürzen sich in die Suche nach ihr. Bald finden sie viele unerwartete Dinge heraus und machen sich große Sorgen um Alyss.

Meine Bewertung:

Eigentlich die Gleiche, wie bei den anderen Büchern der Alyss- oder der Almut-Reihe: Ich liebe es! An Spannung hat dieser fünfte und abschließende Band der Alyss-Reihe noch einmal ordentlich zugelegt, aber auch Spaß und viel kölsche Mundart fehlen natürlich nicht. Die ehemalige Päckelchensträgerin Lore steuert so manchen derben Kommentar bei und ist ihrer Retterin Alyss, die sie einst mit süßen "Käferwecken" aus der Gosse lockte, treu ergeben. Schön, dass Lore in diesem abschließenden Band eine große und wichtige Rolle bei der Rettung von Alyss spielt.

Besonders gefallen hat mir auch, dass es zum Abschluss noch ein großes, berühmt berüchtigtes Donnerwetter des Allmächtigen - in diesem Fall Ivo vom Spiegel - gibt. Einfach göttlich! Auch schön für mich: Alyss sinniert irgendwann darüber, dass sie nie oder nicht besonders weit gereist ist - ihre weiteste Reise führte sie nach Lohmar - das Städtchen, in dem ich heute lebe. 

Immer wieder erstaunlich ist für mich, wie gut das mittelalterliche Köln mit der Riesenbaustelle des Doms beschrieben wird. Das Leben und Tun des Hauswesens wird so plastisch dargestellt, dass man doch froh ist, nicht in dieser Zeit leben zu müssen. Dennoch gelingt es Frau Schacht aufs Neue, das finstere Mittelalter nicht ganz so finster erscheinen zu lassen. Jedes Mal, wenn ich den Kölner Dom betrachte, stelle ich mir vor, wie es damals in der Stadt zuging. Spannend ist es ja doch - schade, dass es noch keine Möglichkeit der Zeitreise gibt. 

"Das Lied des Falken" erhält von mir die vollen 5 Sterne - etwas anderes käme gar nicht in Frage. Nun harre ich der Dinge und hoffe schon bald auf die nächste Reihe. Ich kann es kaum erwarten! Hier noch einmal der Link zu Band 4 "Mit falschem Stolz" und den anderen Büchern dieser Reihe.

Viel Spaß beim Lesen!
Deborah

Ps: In diesem Fall konnte ich wieder einmal nicht warten, bis die Taschenbuch-Ausgabe bei blanvalet erscheint, diese werde ich mir dann wohl im Nachhinein zulegen - damit die Reihe schön komplett ist. 
  

Sonntag, 19. Mai 2013

52 pics of a year - Thema 41 landschaftlich

So, und weil es so schön war, hier gleich noch ein Foto vom Waldspaziergang. Die anderen Bilder (auch von Aachen) habe ich gerade in die Galerie gestellt.



Gute Nacht!

Deborah

52 pics of a year - Thema 11 naturverbunden

Heute war endlich mal schönes Wetter und wir waren etwas im Wald unterwegs. Dabei hatten wir heute das Glück, zwei Blindschleichen zu sehen. Schöne Tierchen, haben eindeutig etwas von Minischlangen, auch wenn sie keine sind.

Eines der Bilder liefere ich deshalb heute zum Thema "naturverbunden" ab.


Morgen soll es ja leider nicht so schön werden, aber ich wünsche dennoch einen schönen Feiertag. Wenn alles nichts hilft: Ein gutes Buch und die Couch sind auch eine gute Wahl!

Deborah

Freitag, 17. Mai 2013

52 pics of a year - Thema 14: Es grünt

Und gleich noch eins. Hier fiel mir besonders auf, wie frisches Grün einen tristen Tag verschönern kann. Trotz Regen sahen diese Blumentröge im Hinterhof des Aachener Doms einfach schön aus.


Mal schauen, welche Themen ich vielleicht am Wochenende noch erledigen kann. Danach wird es leider wieder schwieriger... 

Deborah

52 pics of a year - Thema 49: Kunst

Und immer noch 4 Bilder im Rückstand - so schlecht war ich noch nie...

Gestern habe ich aber etwas für das Thema Kunst gefunden, ein Kunstwerk, das sich ständig verändert - der Puppenbrunnen in Aachen. Köpfe, Glieder und Körper der Figuren sind beweglich und laden dazu ein, das Kunstwerk zu berühren und zu gestalten, eben Kunst zum Anfassen. Hätte es nicht so geregnet, hätte ich mich eine Weile an dem Brunnen austoben können. :-)

Hier also mein Bild (ein Detail):


Weitere Bilder vom Puppenbrunnen und Aachen gibt es gleich in meiner Galerie. 

Ein schönes und hoffentlich nicht so verregnetes Pfingstwochenende!

Deborah

Mittwoch, 15. Mai 2013

Lovelybooks Eulenpost für euch!

Guten Morgen, liebe Büchereulen!

Gerade hat Lovelybooks eine tolle Aktion gestartet! Viele von euch haben sicher schon die neuen, wunderschönen Eulen-Lesezeichen von Lovelybooks gesehen. Ich habe mich direkt verliebt und wollte schon lange eines haben - und nun kann man es einfach so bestellen! 

Gleichzeitig habt ihr die Chance, eine HD-Pocket-Videocam von Kodak und ein dickes Buchpaket im Wert von 50,- Euro zu gewinnen - wenn sich viele eurer Freunde melden.

Hier mein Link zu der Aktion: Eulenpost

Copyright Lovelybooks
Viel Spaß mit der Eulenpost und viel Glück!

Deborah

Montag, 13. Mai 2013

Annie Sanders - Jetzt kann ich's dir ja sagen

Nachdem ich zwei Bücher gelesen habe, die mich nicht wirklich begeistert haben (Pia Osterwald - Fräuleinwunder und Hortense Ullrich - How to be really bad), wurde es mal wieder Zeit für ein Annie Sanders Buch. Und hier wurde ich nicht enttäuscht!



Zum Inhalt:

Lucy ist eine allein erziehende Mutter Ende 30, die sich mit Mühe und Not mit ihrer Boutique über Wasser hält. Ihr Sohn Nat studiert mittlerweile. Auf einer Party lernt sie dank ihrer Freundin Tam einen mysteriösen Wahrsager kennen - Micah. Nicht, dass Lucy ihm glauben würde, im Gegenteil, als er ihrer Freundin weissagt, dass sie endlich schwanger wird, will sie ihn wutentbrannt zur Rede stellen. In diesem Gespräch klärt er Lucy darüber auf, dass sie nur noch bis zum nächsten Freitag zu Leben hätte. Als seine anderen Vorhersagen alle eintreffen, wird Lucy unsicher und beschließt, ihre letzten Tage zu Genießen und zu Nutzen. Lucy macht lauter verrückte, für sie ungewohnte Dinge. Dumm nur, dass der Freitag vorbei geht und sie noch immer lebt.

Meine Meinung:

Wie alle Bücher, die ich bisher vom Autorenduo Annie Ashworth und Meg Sanders gelesen habe, gefiel mir auch dieses. Lucy ist eine durch und durch sympathische Figur, der man nur das Beste wünscht. Sie verdient es einfach, einmal etwas mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und ihr vernünftiges Leben etwas hinter sich zu lassen. Dass sie in der Woche vor ihrem vermeintlichen Todestag auch jede Menge Unsinn anstellt, passt zu ihr und macht sie nur noch liebenswerter. Auch ihre Freunde Tam, Sal und Richard sind toll. Die ganze Ladenbesitzer-Clique ist klasse - sie nimmt ihren aussichtslos erscheinenden Kampf gegen den Miethai Sayer auf. 

Das Annie Sanders Buch bietet wieder Romantik, viel Humor und die eine oder andere lustige Verwicklung. Insgesamt kann ich es nur empfehlen. Optimale Ferienlektüre, ein echt tolles Buch zum Abschalten und mal eben Lesen.

Viel Spaß beim Lesen!
Deborah

Ps: Lese gerade noch ein Annie Sanders Buch: Mister Mädchen für alles. Beschreibung dazu gibt es demnächst. ;-)





Sonntag, 12. Mai 2013

Edward Kelsey Moore - Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner

Ein bezauberndes Debüt mit wunderschönen Bildern – Edward Kelsey Moores Buch schreit geradezu nach einer großen Verfilmung!


Zum Inhalt:

Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen …

Meine Bewertung:

Beim Stöbern durch das Frühjahrs-Verlagsprogramm von L!MES fiel mir direkt das Cover dieses Buches auf – die Farben, die Schrift, das Bild – einfach perfekt. Lediglich der Titel ist verdammt lang. Als ich den Klappentext gelesen hatte, war mir dennoch klar, dass Edward Kelsey Moores Buch auf jeden Fall auf meiner Wunschliste landen würde. Umso glücklicher war ich, dass ich dieses Buch schneller als erhofft in meinen Händen hielt.

Bevor ich jetzt wieder in haltloses Schwärmen gerate sage ich euch einfach warum mich „Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner“ überzeugt hat: Mir gefällt, wofür dieses Buch steht, nämlich in erster Linie für eine jahrelange, treue Freundschaft, die weder durch Liebe, Krankheit, Tod oder sonstige Lebenskrisen erschüttert wird. Odette, Clarice und Barbara Jean bleiben ein unzertrennliches Gespann, egal was kommt. Sie sind zwar nicht immer ganz ehrlich zu einander, aber wenn es notwendig ist, sind sie bedingungslos füreinander da.

Edward Kelsey Moores Geschichte streckt sich über einen Zeitraum von etwa 40 Jahren, die Rückblenden sind jedoch nie langweilig oder verwirrend. Nach und nach erfährt man viel über das Leben der „Supremes“ - wie die Mädchen liebevoll von Big Earl genannt werden.Da jede auf ungewöhnliche Weise das Licht der Welt erblickte, haben sie von Anfang an eine Gemeinsamkeit. Odette, die in einer Platane geboren, hat das Gefühl, unverletzbar zu sein. Clarice wurde als erstes schwarzes Kind in der Universitätsklinik von Plainview geboren, Barbara Jean auf dem Sofa von Carmel Handy.

Auffallend ist die schöne, bildhafte Sprache von Edward Kelsey Moore, die nie übertrieben oder aufgesetzt wirkt. Zum Beispiel, wenn die junge Barbara Jean das erste Mal auf den weißen, hübschen Jungen „Chick“ trifft und seine Augenfarbe beschreibt:

„So muss der Himmel aussehen, wenn man ihn durch einen Diamanten betrachtet.“ Seite 152

Diese Beschreibung würde bei einer erwachsenen Frau vielleicht lächerlich klingen, aber bei einem verliebten Teenager eher nicht. Das Gefühl in der Sprache spricht mich sehr an, es macht die Figuren lebendig. Insbesondere, dass Odette als einzige selbst erzählt, hebt sie noch ein bisschen ab. Kein Wunder, denn Odette ist mit Sicherheit die ungekrönte, furchtlose Anführerin der „Supremes“, die ihre Freundinnen wie eine Löwin verteidigt – und das bei 1,60 m Körpergröße. Offensichtlich ist sie dabei jedoch immer sehr glaubhaft.

Das Thema Rassismus spielt natürlich eine große Rolle, denn es beeinflusst das Leben dieser drei Frauen, die in einer fiktiven Stadt in den Südstaaten leben. Hier wurden erst Mitte der 60er Jahre die Rassengesetze aufgehoben, die zum Beispiel eine Mischehe ermöglichten. Edward Kelsey Moore geht jedoch sehr behutsam auf diesen Teil der Geschichte ein, sie nimmt keinen zu großen Raum ein.

Man hat das Leben im Amerika der 60er/70er Jahre vor Augen. In diesem Roman findet man alles: Es ist lustig, spannend, traurig und immer mitreißend. Insbesondere der Schluss ist einfach genial – ich kann ihn mir bildlich auf großer Leinwand vorstellen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet, insbesondere Odette und ihre Mama sind mir sehr sympathisch. Einziger und klitzekleiner Kritikpunkt: Der lange Buchtitel. Zumal Mrs Roosevelt eigentlich keine so große Rolle spielt.

Insgesamt hat Edward Kelsey Moore hier einen wunderschönen Roman komponiert, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat. Ich freue mich daher schon sehr auf sein nächstes Buch!

Wenn ihr mehr über Edward Kelsey Moore erfahren möchtet: Im Interview erfahrt ihr mehr über ihn und seinen Roman.

Ich bedanke mich herzlich bei Random House für das Leseexemplar und die Möglichkeit, diesen sympathischen Autor persönlich zu interviewen und bei einer Lesung im Bonner Presseclub zu erleben!

Wer Geschichten über Familien-/Freundschaft mag, wird „Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner“ sicher mögen. Das Hörbuch kann ich euch auch ans Herz legen, denn mit der großartigen Stimme von Regina Lemnitz ist auch das ein Erlebnis.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen oder beim Hören! 

Deborah



Infos zum Buch und Leseprobe: L!MES - Random House

Die Internetseite des Autors: Edward Kelsey Moore

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Limes Verlag (18. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809026239
  • ISBN-13: 978-3809026235
  • Originaltitel: The Supremes at Earl's All-You-Can-Eat



Ein großartiges Event mit Edward Kelsey Moore

Endlich habe ich es geschafft, meinen Bericht über die Vorstellung von Edward Kelsey Moores Debütroman "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner" fertigzustellen. 

Es ist schon eine kleine Weile her, doch ich erinnere mich noch sehr gut an diesen schönen Abend im Presseclub in Bonn. Die Lesung mit Edward Kelsey Moore und Regina Lemnitz war ein echtes Erlebnis.



Wenn ich von diesem Abend berichte, möchte ich natürlich die ganze Geschichte erzählen. Ende März bekam ich die Einladung zu der Lesung am 17.04.2013 mit dem Angebot, den Autor zu interviewen. Sicher sind meine Aufregung und Freude nachvollziehbar, und vielleicht auch meine Zweifel, denn mein Englisch ist nun doch "etwas" eingerostet. Meine Bedenken konnte Frau Schmidt von Random House zerstreuen, ich bekam von Frau Dr. Böhm großartige Unterstützung beim Übersetzen und Stellen der Fragen. Dennoch war ich die Tage vor dem Event ein Nervenbündel – denn ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet.

Das Gespräch

Das Interview sollte vor der eigentlichen Lesung stattfinden. Obwohl, entgegen aller Hoffnung, auf absolut jeder Strecke nach Bonn Verkehrschaos herrschte, kamen wir sehr pünktlich an. Der Presseclub hat mich schon sehr beeindruckt, dieses altehrwürdige Gebäude mit seiner Geschichte. Nach einem Soundcheck konnte es losgehen. Wir saßen in einer gemütlichen, ruhigen Sitzecke und plauderten zunächst etwas, bevor wir mit dem Interview anfingen. Edward Kelsey Moore ist sehr sympathisch und lacht viel, entgegen meinen Bedenken konnte ich fast jedes Wort verstehen. Nachdem wir erst einmal miteinander gesprochen haben, war ich auch lange nicht mehr so nervös.

Zunächst befragte ich Edward Kelsey Moore zur Entstehung des Buches von der Idee bis zur fertigen Geschichte und dem Finden eines Verlegers. Mr Moore erzählte, dass er zunächst eine komplette Geschichte im Sinn hatte, doch während des Schreibens veränderten sich die Protagonisten immer mehr und damit auch die Geschichte. Insbesondere Odettes Beziehung zu ihrem Mann James stellte er sich zunächst ganz anders vor, weit distanzierter. Doch die angstlose Odette blieb nicht so kontrolliert, sie zeigte offen ihre Liebe zu James. Sie ist auch die einzige Romanfigur, die für sich selbst spricht, da sie eine ganz besondere Sicht auf die Dinge hat – was kein Wunder ist, denn sie steht in Kontakt mit verstorbenen Verwandten und Freunden. Es dauerte etwa 2 ½ Jahre, den Roman zu schreiben. Einen Verleger zu finden war eigentlich nicht sehr schwierig, viel schwieriger war es, einen Agenten zu finden, der „Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner“ genauso liebt, wie er selbst. Als er den passenden Agenten gefunden hatte, ging alles ganz schnell, innerhalb weniger Wochen war der passende Verlag gefunden.

„Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner“ erscheint bereits in mehreren Übersetzungen, unter anderem in Deutsch, Hebräisch, Polnisch, Italienisch und Französisch. Ich fragte Mr Moore, was für ein Gefühl es war, als er erfuhr, dass sein Erstlingswerk nicht nur in Amerika erscheinen würde, sondern auch direkt im Ausland. Mr Moore lachte und sagte, dass er schockiert war, er konnte es gar nicht fassen. Da er sich im Buch-Business nicht wirklich auskannte, war ihm nicht klar, dass das Buch bereits vor dem Erscheinen Verlagen im Ausland vorgelegt wurde. Diese Überraschung hat Mr Moore wohl auch seinem Agenten zu verdanken.

Was wohl viele Leser interessiert: Keine der Figuren im Roman basiert auf einem Familienmitglied oder Freunden. Was Edward Kelsey Moore aber übernommen hat, sind seine Erfahrungen aus der damaligen Zeit und die Art, wie die Frauen in seiner Familien miteinander umgehen, was sie sich erzählen. Sein Lieblingscharakter in der Geschichte ist „Mama“ - er findet sie cool, mit ihr kann man richtig Spaß haben. Dem kann ich nur zustimmen, „Mama“ ist wirklich klasse!

Die „All-you-can-eat-Diner“ kann ich mir bildlich vorstellen, sie sind für mich etwas typisch Amerikanisches, das es hierzulande in der Form nicht gibt. Da mir persönlich die Vorstellung gut gefällt, dass sich Familie und Freunde wöchentlich in einem Restaurant treffen, Zeit miteinander verbringen und Klatsch und Tratsch austauschen, interessierte es mich, ob diese Tradition in seiner Familie so bestand oder noch immer besteht. Edward Kelsey Moore erzählte, dass dies in seiner Kindheit und Jugend tatsächlich eine Art Tradition war. Man traf sich wöchentlich nach dem Kirchgang im Diner. Heutzutage ist das eher nicht mehr der Fall.

Da Rassismus in „Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner“ eine große Rolle spielt – insbesondere das Leben von Barbara Jean wird stark davon beeinflusst – wollte ich von Edward Kelsey Moore gerne wissen, ob es ihm ein besonderes Anliegen war, das Thema auf Grund eigener Erfahrungen in seiner Jugend zu verarbeiten. Es war ihm kein besonderes Anliegen, aber Rassismus war damals alltäglich und hatte einen Einfluss auf das Leben. In seiner Kindheit wusste er genau, welche Plätze er zu meiden hatte, weil sie gefährlich waren. Um ein glaubwürdiges Buch über drei afroamerikanische Frauen in Indiana in den 60er Jahren zu schreiben, konnte er also dieses Thema nicht unerwähnt lassen. Zumal es auch heute noch aktuell ist – wenn auch nicht so schlimm wie früher.

Meine letzte Frage zum Buch war, ob es Pläne gibt, Odette, Clarice und Barbara Jean auf die Leinwand zu bringen – und ob Mr Moore sich schon eine Besetzung für seine Supremes vorstellen kann. Er bestätigte, dass es bereits Gespräche darüber gibt, das Buch zu verfilmen. Natürlich hat er Vorstellungen und Ideen zu den Schauspielern – doch darauf möchte er lieber nicht eingehen. Sonst ist die Enttäuschung groß, auch für ihn selbst, wenn es andere Darsteller werden. Meinen eigenen Vorschlag für Odettes Besetzung fand er gar nicht so schlecht. Ich persönlich denke, dass Chandra Wilson (die kratzbürstige aber liebenswerte Dr. Bailey aus Grey's Anatomy) eine tolle Odette wäre.

Wie ich auf Edward Kelsey Moores Internetseite gelesen habe, schreibt er bereits ein neues Buch. Daher meine vorsichtige Frage, ob er uns darüber etwas verraten würde. Hier bekomme ich nur ein breites Lachen. Frei übersetzt: Nö. Sorry, aber das will er uns noch nicht verraten.

Edward Kelsey Moore arbeitet seit vielen Jahren als Musiker und Musiklehrer, was sicher auch viel Zeit für Proben beinhaltet. Ich fragte ihn, ob es schwer ist, gleichzeitig die Zeit zum Schreiben zu finden und wie ein normaler Arbeitstag als Musiker und Autor aussieht. Mr Moore hat kein Problem, beide Tätigkeiten zu verbinden. Schwierig ist nur, beides gut zu machen. Er ist sehr glücklich, zwei Jobs zu haben, die ihm Freude machen – er könnte sich nicht entscheiden, was er lieber mag. Das wäre für ihn so, als müsste er sich zwischen Kirsch- und Schokoladenkuchen entscheiden – wo er doch beides liebt. Manchmal schreibt er den ganzen Tag, manchmal auch nur 10 Minuten. Es gibt für ihn keine „normalen Arbeitstage“. Wie er später im Rahmen der Lesung berichtete, schreibt er auch im Orchestergraben, oder wenn ihn einer seiner Musikschüler versetzt hat.

Nun noch die letzte, immer wieder gerne gestellte Frage: Was liest er selbst am liebsten? Hier ist Edward Kelsey Moore ganz in seinem Element. Seitdem er als Kind den Bibliotheksausweis bekommen hat, liest er viel und alles, was ihm gefällt. Er legt sich nicht auf ein bestimmtes Genre fest, liest eine breite Palette. Zu seinen Lieblingsautoren zählen Toni Morrison, John Irving, Carl Hiaasen, P.D. James. Mr Moore mag lustige Bücher, Mystery-Thriller und viele andere. Er möchte beim Lesen einfach eine gute Zeit haben und verschwendet seine Lesezeit daher nicht an Bücher, von denen andere sagen, er sollte sie lesen. Insbesondere von Jeffrey Deavers Büchern ist er begeistert. Es erstaunt ihn immer wieder, wie Jeffrey Deaver seine Geschichten konstruiert – er ist jedes Mal sicher, dass er die Antwort weiß, schlägt die Seite um und alles ist anders. Gut, die Bücher sind ein bisschen blutig, aber nicht so schlimm. Da ich für Tipps immer sehr dankbar bin, habe ich mir selbst nun ein Buch von Carl Hiaasen gekauft („Große Tiere“) - ich bin gespannt.

Die Lesung 

Nach diesem doch etwas längeren Interview blieb noch kurz Zeit, sich etwas auf die Terrasse zu setzen und das gehörte Revue passieren zu lassen. Im Anschluss ging es direkt zum nächsten Höhepunkt des Abends, der zweisprachigen Lesung.


Die Moderatorin Dr. Regula Venske (auf dem Foto rechts) stellte den Roman, Edward Kelsey Moore und auch Regina Lemnitz (Mitte) vor. Anschließend lasen Edward Kelsey Moore und Regina Lemnitz abwechselnd vor. Es war ein reiner Hörgenuss. Insbesondere auch die Teile, die von Frau Lemnitz vorgelesen oder besser vorgespielt wurden. Der Name sagt euch vielleicht nichts, aber wenn man die Augen schloss, hatte man wahlweise die Gesichter von Whoopi Goldberg, Kathy Bates und Roseanne Barr vor Augen, denn diese bekannten Schauspielerinnen hat Regina Lemnitz synchronisiert. Ich bin sicher, ihr hättet die Stimme auch erkannt. Frau Lemnitz hat die Rollen richtig gelebt, es war phantastisch zuzuhören und zuzuschauen. Aus diesem Grund habe ich mir gleich im Anschluss auch noch das Hörbuch gekauft.



Zwischen den Lese-Abschnitten spielte Edward Kelsey Moore jeweils ein Stück für Odette, Clarice und Barbar Jean auf dem Cello. Die Verbindung von Musik und Lesung war für mich eine vollkommen neue Erfahrung – verständlich, dass ein Zuhörer nach Abschluss der Lesung vorschlug, Mr Moore sollte eine CD mit seinem Buch verkaufen. Es war einfach perfekt, alles passte zusammen, da auch in „Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner“ Musik eine große Rolle spielt, besonders für die begabte Pianistin Clarice.






















Edward Kelsey Moore erzählte, was der zündende Funke für "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner" war: Er traf sich mit Freunden auf ein Bier. Im Laufe des Abends unterhielten sich die Männer über die mutigsten Menschen, die sie kannten. Erstaunlicherweise stellten alle fest, dass es sich dabei nicht um Männer, sondern um Frauen handelte. Mr Moore spinnte den Gedanken weiter und stellte sich die Frage, was wäre, wenn es eine mutige Frau ohne Angst gäbe. Daraus entstand die Idee für Odettes Geschichte. Und aus einer Art Midlife-Crisis heraus, fing er wieder an zu schreiben - zunächst Kurzgeschichten und dann einen Roman über Odette und ihre Freundinnen Clarice und Barbara Jean.


Nach Abschluss der Lesung konnten noch Fragen gestellt werden und Edward Kelsey Moore und Regina Lemnitz signierten die Bücher und Hörbücher. Selbstverständlich habe ich mir auch meine beiden Ausgaben signieren lassen als Erinnerung an diesen ereignisreichen Abend.



Ich bedanke mich herzlich bei Edward Kelsey Moore für das Gespräch und bei Dr. Berit Böhm und Kristin Schmidt von Random House für die tolle Unterstützung und die Einladung!

Schönen Abend!
Deborah

P.s.: Die Beschreibung von "Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner" kommt gleich auch noch!  

Samstag, 11. Mai 2013

52 pics of a year - Thema 31: Meine Lieblingsfarbe

Oh je, und schon wieder Wochen im Rückstand. Gut, dann fangen wir mal langsam wieder an, aufzuholen.

Hier mein Bild zum Thema "Meine Lieblingsfarbe":


Eine richtige Lieblingsfarbe habe ich eigentlich nicht, höchstens Favoriten (wie zum Beispiel Lila-Töne). Auf diesem Bild gefallen mir eigentlich alle Farben, das Blau, das Grün und auch die Farbe des Flieders - das alles steht für mich für Frühling. Satte Farben sind einfach schön!

Mal schauen, ob ich morgen noch 1-2 Bilder nachreichen kann - und auch die eine oder andere Buchbeschreibung. Irgendwie bin ich im Moment etwas schreibfaul. :-)

In diesem Sinne eine gute Nacht!

Deborah