Sonntag, 24. Februar 2013

C. J. Skuse - Rockoholic

Heute möchte ich euch ein Nicht-Fantasy-Jugendbuch vorstellen. Eine Geschichte, die zunächst sehr lustig klingt, aber auch ihre ernsten Seiten hat...




Der Inhalt aus meiner Sicht:

Jody ist eigentlich ein ganz normaler Teenager von 16 Jahren. Eigentlich, denn manchmal schießt sie schon etwas übers Ziel hinaus, zum Beispiel, wenn sie die Beerdigung ihres geliebten Opas aufmischt. Aber zum Glück hat Jody einen sehr guten Freund, Mac. Er bringt sie immer wieder auf den Boden der Tatsache zurück und steht ihr bei. Jody ist wütend und traurig, der Verlust ihres Opas macht ihr schwer zu schaffen. Hinzu kommt, dass sie sich mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester nicht allzu gut versteht – auch normal in dem Alter.

Wie ihr Opa liebt Jody Rockmusik, am meisten von ihrer Lieblingsgruppe Regulators, gesungen von ihrem „Seelenverwandten“ Jackson. Für Jody bricht eine Welt zusammen, als ihre Mutter ihr nach dem Auftritt bei der Beerdigung den Besuch des Konzerts verbietet und ihre Karte zerreißt. Doch Mac wäre nicht Mac, wenn er Jody nicht trotzdem hin brächte und ihr sein Ticket überlässt. Und so steht sich Jody die Beine in den Bauch, bis sie endlich in der Halle ist. Nicht lange drinnen und kurz nach Beginn des Auftritts bricht sie zusammen – und verpasst den Rest des Konzerts. Und dennoch wird ein Traum war: Jackson besucht seine Fans und Jody kann mit ihm reden. Eigentlich will sie ihm etwas Süßes anbieten – uneigentlich denkt der zugedröhnte Jackson, Jody bedroht ihn mit einem Messer. Jody ist überrascht und fast kurzerhand einen irrwitzigen Plan, sie nimmt Jackson mit nach Hause. Sehr zu Macs Begeisterung... auch Jodys Begeisterung hält sich in Grenzen, als sie Jackson näher kennenlernt...

Meine Bewertung:

„Rockoholic“ hat mir sehr gut gefallen, ich hatte viel Spaß beim Lesen – habe teilweise aber auch mitgelitten. Ich bin zwar schon sehr weit weg von der angesprochenen Altersgruppe, kann mich aber noch bestens erinnern, wie ich mich damals gefühlt habe. Jodys Gefühle für Jackson kann ich voll nachvollziehen – bei mir war es vor Urzeiten ein Filmstar, in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe. Andererseits erkennt man aus der Perspektive des Erwachsenen natürlich gleich, was für einen Mist Jody macht – und möchte sie teilweise wachrütteln.

Jodys Gefühlswelt ist arg durcheinander. Ihre Eltern leben getrennt, die Beziehung zur Mutter und der kleinen Schwester Hailey ist auch nicht die beste und dann verliert sie auch noch ihren geliebten Opa, der ihr zum Abschied seine Weisheit mit auf den Weg gibt:

„Lebe deine Träume – Don't dream it, be it.“

Jody versucht nun herauszufinden, was das für sie bedeutet. Neben ihrer unerwiederten Liebe zu Jackson quält sie auch die Tatsache, dass sie den Selbstmord ihres schwerkranken Großvaters nicht verhindern konnte. Der alte Herr hat sich einen ziemlich spektakulären Abgang verschafft.

Als Jody irgendwie aus Versehen mit Hilfe eines Curly Wurly (kennt ihr die super leckeren Schoko-Karamell-Teile?) den berühmten Jackson entführt, verwandelt sich ihr Leben und das von Mac in ein wahnwitziges Abenteuer. Sie sperrt Jackson in eine Garage, die zuvor ihrem Großvater als Probenraum diente und schallisoliert ist. Was Jody nicht weiß: Jackson ist drogenabhängig und macht einen schlimmen Entzug durch. Zudem ist er alles andere als nett, sodass sie ihn bald am liebsten wieder los würde. Doch die Geister, die sie rief, wird sie nicht mehr los. Jackson weigert sich, zurück zu gehen oder sein Versteck zu verlassen, denn er hat Angst vor seinem gewalttätigen Manager und verrückten Fans – wie Jody.

Die Begeisterung über ihren großen Fang weicht der Ernüchterung und schließlich verliert sie darüber fast noch den Menschen, der ihr am wichtigsten ist. Sie muss daher eine Möglichkeit finden, sowohl Jackson als sich selbst zu helfen. Was alles nicht so einfach ist, denn eine lästige Pressetante hat bereits eine heiße Spur, wo der Bühnenstar sich versteckt.

Es dauert lange, bis Jody erkennt, was und für wen sie in Wirklichkeit etwas fühlt. Letztendlich verhält sie sich zwar noch immer unvernünftig aber mit einem bestimmten Ziel. Ich hatte das Gefühl, dass sie eine ziemliche Entwicklung durchmacht – auch wenn sie noch immer eine wandelnde Katastrophe ist, macht sie sich doch mehr Gedanken. Was jedoch kein Wunder ist, denn sie erlebt in diesen wenigen Wochen die Schattenseiten: Jacksons harter Drogentzug ist kein Spaziergang und wird auch nicht beschönigt. Seine Wutanfälle und seine Entzugssymptome werden ausführlich geschildert.

Ich kann nicht beurteilen, wie die Sprache bei Teenagern ankommt, aber ich fand die Geschichte von C. J. Skuse sehr gut erzählt, ohne mahnenden Zeigefinger aber nicht ohne kleine Stubser in Richtung: Denk vorher drüber nach, was du tust und Finger weg von Drogen. „Rockoholic“ ist sehr lustig aber auch spannend und ein bisschen traurig. Ich denke daher, dass das Buch Mädchen der Altersgruppe von 12-16 Jahren sicher anspricht. Auf jeden Fall würde ich es empfehlen.

Noch etwas zu den äußeren und inneren Werten: Es handelt sich um ein Hardcover-Buch mit passend gestaltetem Cover. Die Farben und das Bild finde ich klasse. Auch toll fand ich Schriftgröße und Abstand, es liest sich sehr angenehm.

Ich bedanke mich herzlich bei Carlsen/Chicken House für das Rezensionsexemplar! Weitere Infos zum Buch und die Möglichkeit zu bestellen gibt es direkt bei ChickenHouse.

Viel Spaß beim Lesen und verschneite Grüße!

Deborah

Samstag, 23. Februar 2013

Ups...mit ein bisschen Verzögerung: Die Auslosung

...für mein Dankeschön für 22.222 Seitenzugriffe.

Die Teilnehmerzahl war ja sehr übersichtlich, ich musste also keine allzu lange Liste tippen. :-)

So, nun will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, hier die Gewinnerin :



Herzlichen Glückwunsch, liebe Fanny-Hermien! Nun benötige ich nur noch deine Adresse, damit ich dir das Notizbuch zuschicken kann.

Den anderen Teilnehmern möchte ich herzlich danken. Schön, dass ihr auch dabei ward. 

Gruß
Deborah

Sonntag, 17. Februar 2013

Wanderkuchen zu gewinnen (Bake Box)

Nein, kein Schreibfehler, kein Wanderbuch, sondern ein Wanderkuchen. Puh...zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Bake Box viel länger bei mir war, als sie es sein sollte. Aber nun habe ich einen neuen Backofen und es soll endlich weitergehen. :-)

Ihr fragt euch sicher, was es mit dem Wanderkuchen auf sich hat. Ich habe die Bake Box mitsamt leckerem Inhalt von unserer lieben Glitzerfee Vanessa gewonnen. Wie der Name schon sagt, kann der Wanderkuchen direkt in der Box gebacken und anschließend versendet werden. Weitere Infos dazu und Rezepte gibt es auf bei Alfredinas Bake Box. Und damit ihr wisst, wie die Box ausseht:




Die Bake Box soll auf keinen Fall behalten, sondern an einen lieben Menschen weitergegeben werden - natürlich mit neuem, leckerem Inhalt. Daher lautet der Name der Aktion "Eine Dose geht um die Welt". Ins Leben gerufen wurde diese Aktion von Himmelswünsche - Love from Africa. Der Empfänger sollte 2,- Euro (oder mehr) an Imbasa Africa e.V. zu Gunsten von Kindern in Not überweisen, sich im Gästebuch von Alfredinas Bake Box eintragen und die Box nach zwei Wochen weitergeben.

So, und bei den lieben Menschen kommt nun ihr ins Spiel: Ich möchte die Box gerne an einen meiner Leser weitergeben. Und damit ihr auch etwas bekommt, das ihr behalten dürft, gibt es noch eine kleine Überraschung dazu. Mehr verrate ich aber nicht. 

Teilnahme ist ganz einfach: Ihr hinterlasst mir einen Kommentar. Ihr solltet aber nur mitmachen, wenn ihr die Box dann auch wirklich weiterwandern lasst. Das bedeutet, ihr müsst ein bisschen Zeit fürs Kuchen Backen und ein bisschen Geld für die Spende + Porto (falls ihr die Box verschickt und nicht an Bekannte/Verwandte weitergebt) investieren - aber dafür freut sich der/die Nächste auch schon auf einen leckeren Kuchen und ihr zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Schön wäre es, wenn ihr mir danach auch ein Feedback hinterlasst, damit ich weiß, es geht weiter. 

Und falls ihr danach begeistert seid von der wunderschönen Bake Box: Man kann sie auch in verschiedenen Designs käuflich erwerben bei Alfredinas Bake Box

Dann bin ich mal gespannt, wem ich nächstes Wochenende einen Kuchen backen darf. Bis nächsten Freitag habt ihr Zeit, euch einzutragen. :-) Über zahlreiche Teilnahme und ein bisschen Werbung würde ich mich freuen!

Gruß 
Deborah

Ps: Der Link von Alfredinas Bake Box funktioniert im Moment nicht, vielleicht ein Serverproblem? Ihr  könnt aber auch auf Facebook schauen.

22.222 - Ein kleines Dankeschön an meine Leser

Ich hab ein kleines Faible für Schnapszahlen - um so mehr freut es mich, wenn ich sie tatsächlich sehe. Und heute Morgen war es soweit: Ich las die wunderschöne Zahl 22.222 bei den Seitenzugriffen.



Schön, oder? :-)

Aus diesem Grund möchte ich euch, meinen lieben, treuen Lesern mal wieder Dankeschön sagen und ganz spontan eine Kleinigkeit verschenken: Ein schönes Notizbuch in A5. 

Wie ihr gewinnen könnt? Einfach einen Kommentar schreiben und schon seid ihr im Lostopf! Bis Mittwoch Abend habt ihr Zeit, dann geht es Ende der Woche auf die Reise. Über eine rege Teilnahme würde ich mich freuen. 


Einen schönen Sonntag wünsche ich euch - ich hoffe, bei euch ist auch ein bisschen Sonne zu sehen. Mir zeigt der Blick aus dem Fenster gerade blauen Himmel, weiße Wolken und Sonne.

Deborah

Samstag, 16. Februar 2013

Jill Mansell - Liebesfilm Riss

Ach schön, ich habe ein weiteres Buch für die Challenge geschafft. Bin ganz stolz, dass es bisher so gut läuft. Dieses Jahr habe ich nun tatsächlich schon 6 Bücher aus meinem Riesen-SUB gelesen. :-) 




Der Inhalt aus meiner Sicht:

Ginny ist überhaupt nicht glücklich, als ihre Tochter Jem zum Studieren nach Bristol zieht. Sie fühlt sich allein und beschließt daher, eine Mitbewohnerin zu suchen. Es stellt sich auch ein Mann vor und Ginny ist von den Socken – Perry ist sehr charmant. Zu dumm, dass er nur seine depressive Schwester Laurel bei Ginny loswerden will. Der Zweck heiligt die Mittel und Perry flirtet mit Ginny. Als er jedoch Carla, Ginnys beste Freundin kennenlernt, fliegen mächtig die Funken – und anschließend auch die Fetzen.

Ginny lernt fast gleichzeitig den Antiquitätenhändler Finn kennen, der sie dummerweise zunächst für eine Ladendiebin hält. Als Finn Ginnys Chef wird, fliegen auch hier ordentlich die Funken, auch wenn Ginny das zunächst gar nicht wahrhaben will. Sie ist viel zu sehr in Sorge um Jem, die sich mit einem arroganten, reichen Mistkerl eingelassen und es sich mit ihren besten Freunden Lucy und Davy verscherzt hat.

Meine Bewertung:

Das zweite Buch aus meiner Jill Mansell Sammlung hat mir noch viel besser gefallen, als das erste. Stellt sich die Frage, warum ich diese Autorin nicht früher auf dem Schirm hatte.

Ginny und Jem sind ein tolles Gespann, sie erinnern mich tatsächlich an die Gilmore Girls, und daher mag ich sie. Da ich selbst keine Mutter bin, kann ich nur erahnen, wie schlimm es für eine Mutter ist, wenn Töchterchen flügge wird und das Haus verlässt – insbesondere, wenn sich die beiden sehr gut verstehen und auch Freundinnen sind. Ich kann mir schon vorstellen, dass man da in ein tiefes Loch fällt.

Ginny versinkt jedoch nicht Selbstmitleid und möchte Neues erleben. Sie sucht daher eine Mitbewohnerin und einen neuen Job. Außerdem hat sie noch ihre beste Freundin Carla. Eigentlich alles perfekt, wenn nicht alles furchtbar schief gehen würde. Die Mitbewohnerin stellt sich zunächst als dauerheulender Alptraum heraus und ihr neuer Chef ist der gutaussehende Typ, der sie für eine Ladendiebin hielt. Und dann ist da auch noch ihr durchgeknallter Exmann Gavin, der jeder jungen, gutaussehenden Frau nachstellt, die nicht bei drei auf den Bäumen ist. Er lässt auch wirklich nichts anbrennen, ein Gigolo mit schütterem Haar, dickem Bauch und immer einem frechen Spruch auf den Lippen.

Eines der Highlights ist, als Gavin Ginny und Laurel dazu nötigt, seinen Single Club zu besuchen. Dort lernen sie noch mehr frustrierte Singles kennen. Unterhaltung ist anders...aber Ginny hat ja immer noch die Möglichkeit, von Finn, ihrem sexy Chef, zu träumen – auf einem Himmelbett mit sich vom Wind bauschenden cremefarbenen Vorhängen...

Kurz und gut: Es gibt einige Missverständnisse in jeder Beziehung, es wird geliebt, es wird betrogen, es wird geheult und gelacht. Ich sag nur: Einfach schön, ich freue mich schon auf das nächste Buch von Jill Mansell. Zum Glück warten ja noch drei Stück in meinem Regal. :-)

Gute Nacht!
Deborah

Sonntag, 10. Februar 2013

Jill Mansell - Sommerkuss Verkauf

Mal wieder ein älteres RUB-Buch für die Verlags-SuB-Abbau-Challenge. Es ist gleichzeitig das erste Buch, das ich von Jill Mansell gelesen habe. Da es mir gefallen hat, kann ich die anderen vier, die hier noch im Regal rumstehen, auch bald mal lesen. :-)



Inhalt aus meiner Sicht:

Maddy Harvey verliert ihre Kontaktlinsen und geht mit leicht unscharfem Blick auf eine Party. Ein höchst attraktiver Mann rettet sie aus einer etwas peinlichen Situation. Leider nennt ihr nicht seinen Namen, denn das hätte ihr einigen Ärger erspart. Der unbekannte Retter stellt sich bei einem weiteren Treffen als Kerr McKinnon heraus. Der Sohn einer Familie, mit der ihre Familie nun überhaupt nichts zu tun haben will - doch leider ist es um Maddy und Kerr schon geschehen, sodass sie sich nicht voneinander fernhalten können und heimlich treffen. Dass das schief geht, ist in einer Kleinstadt vorprogrammiert, insbesondere wenn sich alle gut kennen und jeder die Geschichte der Harveys und der McKinnons kennt. Maddy und Kerr zittern vor Marcellas Zorn. Maddys Stiefmutter kann den von Kerrs Bruder Den verursachten Autounfall, der Maddys große Schwester April das Leben kostete, nicht vergessen. 

Meine Bewertung:

"Sommerkuss Verkauf" hat mir sehr gut gefallen. Die Familiengeschichte der Harveys ist sehr interessant und die Wut der Stiefmutter auf die am Tod ihrer geliebten Stieftochter schuldigen Mitglieder der Familie McKinnon ist nachvollziehbar - auch wenn sie sehr zum Leidwesen von Maddy alle Familienmitglieder mit einbezieht - auch die, die überhaupt nichts dafür können, wie Kerr. 

Trotz des tragischen Hintergrunds ist "Sommerkuss Verkauf" natürlich eine Liebesgeschichte mit vielen Irrungen und Wirrungen. Es geht auch nicht nur um ein Paar mit Problemen, sondern um mehrere, zum Beispiel um Jake (Maddys Bruder) und die schöne Juliet, Nuala und Dexter, ein Paar, das sogar nicht zusammen passt, Kate, die noch immer auf Kerr steht, und noch einige mehr. Alle Geschichten sind gut nachvollziehbar und finden auf die eine oder andere Weise zu einem guten Ende. Quasi eine volle Happy End Breitseite!

Ein schönes Buch fürs Wochenende oder zum Auspannen, das ich jederzeit weiter empfehlen würde.

Viel Spaß beim Lesen!
Deborah

Der letzte Winterspaziergang?

Ich finde Schnee schön - im Wald. Aber noch mehr mag ich es, wenn alles grünt und blüht. Darum hoffe ich, dass das heute der letzte Winterspaziergang für diesen Winter war. Ich bin bereit für den Frühling, ihr auch? 

Schön war es trotzdem, die Sonne lachte, der Himmel war blau. Hier ein paar Bildchen für euch:

Spielkind, ich weiß. :-)
Hiiiilfe, kann mich mal jemand hier runter holen?
Der Schnee hat sich ein Mäntelchen angezogen.
Unser Weg durch den Wald
Die Pflanze ist modisch und trägt Plateau-Stiefel.
Irgendwie spacig, oder?
Ganz schön hoch.
Irgendwann werde ich auch mal groß.
Tja, das Wochenende ist schon wieder vorbei. Darum kann ich euch nur noch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche wünschen - und nicht übertreiben mit dem Karneval/Fastnacht-Feiern, gell?

Gruß
Deborah

Samstag, 9. Februar 2013

52 pics of a year - Thema 08: Erinnerungen

Heute habe ich etwas bei Aldi Süd entdeckt, das spontan süße Erinnerungen in mir weckte... Erinnerungen an Spielplatz, Fahrradfahren, beim Mini-Edeka vorbeischlapfen und unsere paar Pfennige Taschengeld umsetzen in so etwas:


Na, kennt ihr die Drogen auch noch? Ratet mal, was ich als erstes vernascht habe? Ich sag nur, mir tut die Zunge weh...aua...nix mehr gewöhnt, ehrlich.

Nacht!

Deborah

52 pics of a year - Thema 13: Ungewöhnlich

Ähm...wieder mal mit etwas Verspätung kommt mein Bild für die fünfte Kalenderwoche. Das nächste Bild folgt dann aber gleich. :-)

Ich hab mich diesmal für das Thema ungewöhnlich entschieden - denn die Beleuchtung war schon fast gruselig...seht selbst:



Und weil mir das so gut gefällt, gibt es noch ein Bonus-Bild!


Viele Grüße
Deborah

Ali McNamara - Tatsächlich Liebe in Notting Hill

Eine weitere Leserunde bei Lovelybooks zu einem Buch ganz nach meinem Geschmack...



Inhalt aus meiner Sicht:

Scarlett liebt Filme und ist nicht glücklich mit ihrem Verlobten. Da kommt der Vorschlag ihrer besten Freundin Maddie wie gerufen: Maddie hat Bekannte, die händeringend einen Aufpasser für ihr Haus in Notting Hill suchen, für ganze vier Wochen. Nachdem sie ihrem Verlobten Dave und ihrem Vater (und gleichzeitig Arbeitgeber) klar gemacht hat, dass sie dringend eine Auszeit braucht, beginnt ihr Abenteuer. Vater und Verlobter sind mehr als einverstanden, denn sie hoffen, dass Scarlett endlich begreift, dass sie nicht in einem Film lebt. Dumm nur, dass Scarlett gedenkt, genau das Gegenteil zu beweisen. Und kaum in Notting Hill angekommen, begegnet sie ausgerechnet im „Travel Bookshop“, der Buchhandlung in der Hugh Grant in ihrem Lieblingsfilm „Notting Hill“ arbeitete, einem attraktiven aber auch sehr unhöflichen Mann, der sich als ihr Nachbar entpuppt. Und als Krönung des Ganzen wird sie direkt vor dem Laden mit Orangensaft überschüttet und lernt dadurch einen neuen Freund kennen: Oscar. Er und seine Freunde unterstützen Scarlett dabei, ihre Filme Wirklichkeit werden zu lassen. Ob Sean, der mürrische Nachbar, da auch mitspielt?

Meine Bewertung:

Fangen wir an mit dem Cover: Die Farben sind toll und das Bild passt perfekt zum Inhalt des Buches (kommt ja leider selten vor). Nach dem ersten Blick auf das Cover und den Titel musste ich das Buch einfach lesen – zumal „Notting Hill“ und „Tatsächlich Liebe“ auch zu meinen Lieblingsfilmen gehören, genau wie viele andere der genannten Filme. Aber dazu später mehr.

Scarlett ist eine Träumerin. Wenn ihr etwas zu langweilig ist, driftet sie gerne ab in einen Tagtraum mit Hugh Grant oder Johnny Depp in der Hauptrolle. Kein Wunder, denn die Liebe zu Filmen wurde ihr offensichtlich in die Wiege gelegt. Scarlett hat schwarzes Haar und grüne Augen und wurde von ihrer Mutter dementsprechend nach einer der berühmtesten Filmfiguren überhaupt benannt: Scarlett O'Hara, die seinerzeit wunderbar von Vivien Leigh verkörpert wurde.

Umso erstaunlicher ist es, dass Scarlett mit dem langweiligen Dave verlobt ist und sich mit ihm ein Haus gekauft hat – oder besser eine Baustelle, die der Möchtegernhandwerker endlos renoviert. Man kann gut nachvollziehen, dass sie sich eine Auszeit wünscht und die Chance ergreift, ein Haus in Notting Hill zu hüten. Ein Traum wird wahr für Scarlett – der Film wird für sie Wirklichkeit. Schon bald erlebt sie eine Filmszene nach der anderen und der Plan reift in ihr, zu beweisen, dass das Leben doch wie im Film sein kann. Ob es auch so eine Liebe wie im Film gibt?

Als Scarlett Sean kennenlernt, scheint es nicht so, als könnten die beiden sich näher kommen. Der Nachbar ist das pure Gegenteil zu ihr, er hasst Filme und das Kino. Da seine Schwester und die anderen Freunde Oscars Scarletts Plan jedoch unterstützen, hat er kaum eine Chance, sich von Scarlett fernzuhalten – insbesondere, da er eine Hochzeit eines Verwandten mit ihr besuchen soll. Und was für eine Hochzeit: Das Motto ist Star Wars! Han Solo und Leia heiraten endlich. :-)

Es kommt natürlich, wie es kommen muss, Scarlett und Sean freunden sich an und schon bald haben sie ein viel größeres Projekt: Scarletts Mutter finden. Langsam aber sicher nähern sie sich ihrer Spur und kommen sich dabei auch gefährlich nah. Und nun? Wird Scarletts Hochzeit mit Dave auf eine ähnliche Art enden, wie Hugh Grants Hochzeit in „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“?

Ich fand Scarlett von Anfang an sehr sympathisch, wenn sie auch ziemlich übertreibt mit ihrer Leidenschaft für Filme. Auch alle anderen Charaktere sind weitestgehend nett – mit Ausnahme von Scarletts Verlobten Dave, den mochte ich gar nicht.

Am besten gefallen haben mir die zwei ungewöhnlichen Hochzeiten im Buch – auch Maddie feiert keine normale Hochzeit, sie heiratet im Dornröschenschloss in Disneyland Paris – und Scarletts Begegnung mit Johnny Depp – und natürlich die schönste, verrückteste Liebeserklärung aller Zeiten – kitschiger und romantischer geht es gar nicht mehr. Sie toppt ganz locker alles bisher da Gewesene in den bekannten Liebesfilmen!

Bis auf ein oder zwei Ausnahmen kannte ich alle im Buch erwähnten Filme, und das sind wirklich nicht wenige. Am Schluss des Buches gibt es noch einen Kurz-Reiseführer für Notting Hill, ein Film-Rätsel und die Beschreibung von Scarletts fünf Lieblingsfilmen: Notting Hill, Pretty Woman, Tatsächlich Liebe, Schlaflos in Seattle, Tatsächlich Liebe. Bis auf „Schlaflos in Seattle“, bei dem ich wunderbar im Kino geschlafen habe, sind das auch alles meine Lieblingsfilme. Fehlt nur einer, ein großartiger Film, der offensichtlich dank „Harry & Sally“ total untergegangen ist: „Forget Paris“ mit Billy Cristal und der bezaubernden Debra Winger. Für die, die ihn noch nicht kennen: Unbedingt anschauen, die Szene mit der Taube ist klasse. Hoffentlich kommt er bald mal wieder im Fernsehen, denn leider, leider, gibt es diesen Film noch immer nicht auf DVD! Und wer hat schon noch einen Videorecorder? Ich nicht.

Bevor ich jetzt weiter abdrifte: Ihr seht schon, ich mag dieses Buch sehr gerne. Ach was: Ich liebe es. Es ist lustig, es ist unterhaltsam und es geht um Filme. Meines Erachtens ist Ali McNamaras Buch zum Beispiel ein tolles Geschenk zum Valentinstag für Frauen, die die genannten Filme mögen. Nur so als Tipp für die Herren der Schöpfung.

Ich bedanke mich herzlich bei Lovelybooks, Goldmann (hier findet ihr eine Leseprobe und weitere Infos) und nicht zuletzt bei Ali McNamara, die mich auf die Leserunde aufmerksam gemacht hat. Na, war das jetzt nicht eine schöne Oscar-Rede?

Wie ich gerade gesehen habe, gibt es schon eine Fortsetzung, aber leider bisher nur in Englisch. Im Juni erscheint ein weiteres Buch von Ali McNamara, worauf ich mich schon sehr freue: Zwei Männer für Miss Darcy.  

Viel Spaß beim Lesen!

Deborah

Ps: Leider habe ich es versäumt, die genannten Filmtitel zu zählen beziehungsweise aufzulisten, vielleicht hat ja von euch jemand Lust dazu. ;-)

Dienstag, 5. Februar 2013

Martin Niessen - Der kleine Japaner (ebook)

Ich hatte schon das zweite Mal das Glück, bei dotbooks' GOODIE THURSDAY zu gewinnen. "Der kleine Japaner" hat mich sehr interessiert. Daher hatte ich eine laaange Antwort auf die Frage: "Stell Dir vor, Du könntest Dich mit einem Fingerschnippsen nach Japan teleportieren - was würdest Du dort unbedingt erleben wollen?"

Meine Antwort: "Ganz viel. Mich von Rolltreppen und Toiletten bequatschen lassen, Japanern beim Einreihen in die Warteschlangen zusehen und raten, wie viele Menschen noch in einen vollen Zug passen, zuschauen, wie die Japaner quasi überall und in jeder Position einschlafen können, einfach stundenlang staunend an der Kreuzung in Shibuya stehen uuund auf jeden Fall mal so eine Spielhölle besuchen und verrückte Klamotten anschauen/shoppen. Ach, noch was vergessen: halsbrecherische Schuhmode, Kirschblütenwahnsinn und Mount Fuji bewundern - und vielleicht mit einem Schwanen-Tretboot auf Lake Ashi rumgondeln. Ich kann gar nicht alles aufzählen. Ab wann funktioniert das mit dem Teleportieren? Wisst ihr schon ein Datum? Ich bin bereit!"



Diese Antwort hat Herrn Sonderhüsken von dotbooks wohl gefallen und ich habe "Der kleine Japaner" nun auf meinem Reader - und natürlich schon gelesen, sind ja auch nur 181 Seiten + Leseproben. Herzlichen Dank an dotbooks für einige schöne, lustige Lesestunden! 


copyright dotbooks
Zum Inhalt :

„Nur Atomkraftwerke kommen hier in den Hausmüll.“

Die Tücken des japanischen Alltags sind für Ausländer unzählig. Diese Erfahrung musste auch Martin Niessen machen, als er nach der Erdbebenkatastrophe des 11. März 2011 als Korrespondent des ZDF nach Japan kam. Selten politisch korrekt, oft ironisch, manchmal sarkastisch, aber nie ohne Sympathie für die Menschen beschreibt er, was ihm dort im Lauf von insgesamt vierzehn Monaten widerfährt. Dem Buch zugrunde liegt ein wöchentlicher Blog, in dem der Autor während seines Aufenthalts aus seinem Alltag in dem vor allem durch die atomare Katastrophe von Fukushima verunsicherten Land erzählte.

Witzig, skurril und unglaublich ehrlich – Erleben Sie Japan hautnah! (von dotbooks)



Meine Bewertung (vermischt mit eigenen Erfahrungen):

Genau das, was ich erwartet hatte. Martin Niessen beschreibt in kurzen Kapiteln seine Erlebnisse im Japan nach Fukushima. Teilweise ganz schön bissig aber auch immer mit einem Augenzwinkern. Trotz der Tatsache, dass ich nur 10 Tage in Tokyo und Umgebung zu Besuch war, erkannte ich doch einiges wieder - es scheint sich trotz der Katastrophe nicht allzu viel geändert zu haben in Tokyo - außer vielleicht, dass die Japaner tatsächlich mal protestieren.

Ich fand das Buch sehr unterhaltsam, es weckte auch Erinnerungen an die eine oder andere Anekdote. Zum Beispiel bei der Schilderung der Besuche von Hightech Toiletten mit integrierter Sitzheizung, Beschallung, Beduftung und diverser Wasch- und Föhnprogramme hab ich mich kaputt gelacht - besonders bei dem Gedanken daran, wie ratlos ich all die Knöpfe und Schalter an einem solchen Gerät angeschaut habe. Ehrlich, eine von den Toiletten hat sogar gequatscht - leider nicht in Englisch. Ich möchte mir nicht die Schlangen auf den Damenklos hier zu Lande vorstellen, wenn es bei uns solche first class Toiletten gäbe. Das Einzige, was ich vermisst habe: Ich habe keine im Hello Kitty Design gesehen. Da fast alles im Hello Kitty Design erhältlich ist, vermute ich aber, dass es das auch sicher irgendwo gibt. :-) Schaut mal hier, das ist HK im Mount Fuji Kostüm:




Ich bin auch mehr als froh, dass ich nichts von der Mülltrennung mitbekommen habe. Könnt ihr euch vorstellen, mit 7 Abfalleimern herum zu hantieren? Ich ehrlich gesagt nicht. Ein Hoch auf die Wertstofftonne! Dementsprechend sollte ich mich wohl mit fast sechsjähriger Verspätung beim Hotelpersonal entschuldigen für den unsortierten Müll (da hatte ich nun wirklich schlagartig ein schlechtes Gewissen). 

Wenn ihr das ebook lest, werdet ihr vermutlich einiges nicht glauben können/wollen. Aber ich kann wirklich ganz viele Punkte aus eigener Erfahrung bestätigen: Ja, es ist laut in Tokyo - wenn sogar Rolltreppen mit dir quatschen und in einem Elektrogeschäft gefühlt alle 2 Meter ein anderer Mitarbeiter dir etwas anderes entgegen brüllt (was mich dazu bewogen hat, das Geschäft fluchtartig zu verlassen). Es ist auch unglaublich teuer, aber der Service ist klasse und die Menschen sind wirklich sehr hilfsbereit und höflich. Und Hinweis-/Verbots-/Gebotsschilder gibt es massig - schade, dass ich davon keine fotografiert habe. Sogar das Schlangestehen ist hier reglementiert, zum Beispiel in den Bahnhöfen ist das teilweise exakt aufgezeichnet. Und man hält sich sogar daran, zumindest bis der Zug kommt, dann wird auch mal geschubst und gedrängelt. 

Was mir an dem ebook sehr gut gefällt, sind die vielen Bilder passend zu den Kapiteln - quasi Beweisfotos (schade, das Bild aus dem Onsen fehlt...). Das macht das Ganze noch spaßiger.  Zum Beispiel zum Thema Schlafen, immer und überall und in jeder Körperhaltung. Besonders beeindruckt hat mich das Foto von dem frei stehend schlafenden Mann im Anzug. Wahnsinn! Man könnte meinen, Japaner haben so eine Art Abschaltknopf oder Standby-Modus. 

Sehr interessant ist natürlich das Thema Essen und die angebotenen Bestellhilfen in Form von Plastinaten (oder was auch immer das für ein Material ist). Das sieht dann zum Beispiel so aus:




Lecker, oder? Da läuft einem glatt das Wasser im Mund zusammen. :-) Bei Martin Niessens Beschreibung eines Frühstücks im Ryokan ist mir dann aber doch der Appetit vergangen - zu viel des Guten für europäische Mägen. 

Sehr gelacht habe ich über die Feststellung, dass die Japanerinnen oftmals an ihren O- oder X-Beinen von anderen Asiatinnen unterschieden werden können. Mein erster Gedanke als ich eine Weile im Ueno Park die vorbeilaufenden Mädchen und Frauen betrachtet habe: Hier könnte man als Orthopäde sicher reich werden. Ich schätze mal, die oftmals zwei Nummern zu großen Schuhe sind daran wohl nicht ganz unschuldig - zumindest was umgeknickte Knöchel etc. betrifft. Und dann die unverkennbaren Geräusche: klack-schlurf-klack-schlurf.


Okay, es ist nachvollziehbar, dass es lästig ist, die Schuhe ständig aus- und anzuziehen - aber wenn so etwas dabei rauskommt?! Das tut doch weh, nur schon beim Zuschauen.

Der Autor hat auf jeden Fall recht, wenn er bemerkt, dass die Städte nicht wirklich schön sind. Aber richtig toll finde ich die riesigen Parks. Die sind zwar auch voll mit Menschen, aber trotzdem sehr schön - sie sind einfach wunderschön gestaltet und es liegt nicht überall Müll rum, daran sollten wir uns vielleicht mal ein Beispiel nehmen. 

Das ebook ist eigentlich ein Blog in Buchform, die Länge der einzelnen Einträge oder Kapitel ist optimal zum mal eben zwischendurch Lesen. Wie schon erwähnt, ist Herr Niessen manchmal ganz schön sarkastisch. Böse, böse, böse - aber gut. Offensichtlich hatte er ja auch viel Spaß, den er mit uns teilt, trotz des ernsten Hintergrunds, der ihn eigentlich nach Japan geführt hat. Es ist ja allgemein bekannt, dass man in Japan gerne und leicht mal ins Fettnäpfchen treten kann. Schön ist, wenn man über sich selbst auch lachen kann - was Herr Niessen offensichtlich auch kann. 

Wenn ihr euch dafür interessiert, was der Alltag in Japan zu bieten hat, seid ihr mit diesem ebook gut beraten. Ihr erfahrt hier vieles, das ihr so bestimmt nicht im Reiseführer findet.  Ein bisschen erinnert es mich an Christoph Neumnanns "Darum nerven Japaner". Ich kann euch das ebook jedenfalls wärmstens empfehlen. Und ich würde so gerne noch einmal nach Japan fliegen - irgendwann, vielleicht. 

In diesem Sinne: winke winke



Viel Spaß beim Lesen!

Deborah


Ps: Die im Post gezeigten Fotos sind nicht aus dem ebook, sondern meine eigenen!