Montag, 30. April 2012

Caroline Vermalle - Als das Leben überraschend zu Besuch kam

Da ich mich bei blogg dein Buch nicht wirklich entscheiden konnte, habe ich dieses Buch einfach direkt gekauft.



Meine Bewertung:
 
Mich hat das Cover sehr angesprochen. Ich mag die Farben und das Bild an sich.

Ein schönes, ruhiges Buch. Die Botschaft ist klar: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang - aber: Es ist auch nie zu früh, um sich über sein Leben Gedanken zu machen und es zu ändern. Denn tatsächlich wird irgendwann die Zeit knapp, unser Leben ist endlich.

Die Geschichte von Jacqueline, Marcel, Paul, Nane und Arminda und der Villa Jolie Fleur wird von einem Wesen erzählt, das noch weniger Zeit hat: Von einem Schmetterling aus dem Garten, dem die Ereignisse von anderen Schmetterlingen und den Winden zugetragen werden.

Jacqueline hat sich ihr Leben lang in eine Ehe gefügt, die sie nicht wollte. Ihr Herz gehörte einem Anderen. Sie hat seit Jahren keinen Appetit mehr und ist unglücklich und teilnahmslos. Nach ihrem 73. Geburtstag bricht sie aus diesem Leben aus. Erst fährt ziellos durch die Gegend um dann schließlich auf der Ile d'Yeu bei Ihrer Cousine Nane anzukommen. Die Cousine, die sie seit Jahren nich mehr gesehen hat. Nane weiß sofort, dass ihre Cousine tief in ihrem Innern etwas verbirgt, ein Geheimnis, das sie seit Jahren belastet. Sie drängt Jacqueline nicht, sondern wartet geduldig, bis sie sich öffnet. Die Haushaltshilfe Arminda ist wenig begeistert von Jacquelines Besuch, es kommt hier zu einigen Spannungen.

Jacquelines Ehemann Marcel sucht nach ihr und bekommt schließlich ihre Adresse raus. Er beschließt, die 1.000 km, die sie trennen, der Loire entlang schwimmend und zu Fuß gehend hinter sich zu bringen. Er sucht ebenfalls nach Freiheit.

Und Paul? Auch er ist nicht glücklich und sucht jede Nacht unermüdlich nach einer unentdeckten Supernova und auch der Liebe seines Lebens.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen und seine Geheimnisse. Nach und nach kommen sie alle an die Oberfläche und das Leben aller ändert sich. Die Beschreibungen sind alle sehr bildhaft. Caroline Vermalle schafft es, dass man sich sehr gut an den Ort versetzen kann, fast meint man, das Meer zu riechen. Die Ile d'Yeu scheint ein sehr schönes Fleckchen Erde zu sein. Danke für diesen Ausflug auf die bretonische Insel.

Gruß
Deborah


Sonntag, 29. April 2012

Mein eBook-Reader TrekStor 3.0

Nachdem ich ja nun endlich mal ein Buch auf dem eBook-Reader gelesen habe, möchte ich auch zum Gerät selbst ein paar Worte sagen.

Ich habe Ende letzten Jahres den viel beworbenen TrekStor 3.0 gekauft, ein günstiges Einsteigergerät. Und so sieht das Teil aus (Kopfhörer war wohl auch noch dabei):


Er wiegt ca. 270 g und damit weit weniger als viele Taschenbücher. Bei 1.55 GB internem Speicher passt so Einiges drauf, ein Haufen ebooks (epubs, pdf), Bilder, Hörbücher, Musik. Und sollte der Speicher nicht ausreichen, ist eine Erweiterung durch eine Mikro-SD-Karte möglich - auf der habe ich zum Beispiel meine Musik abgespeichert.

Das Lesen auf dem Reader war für mich schon etwas seltsam, man sieht ja nicht mehr bildlich, wieviel man noch zu lesen hat. Klar, es wird unten angezeigt, auf welcher Seite man sich befindet, aber irgendwie ist das doch nicht das Gleiche.

Die Bedienung und Menüführung sind eigentlich ganz simpel, ich kam direkt damit klar. Es ist auch nicht schwer, ein ePub oder eine PDF-Datei auf den Reader zu laden. Einfach den Reader mit dem USB-Kabel an den PC anschließen und die Datei in die Bibliothek des Readers kopieren oder verschieben. So lange der Reader mit dem PC verbunden ist, wird er auch aufgeladen.

Schade ist es natürlich, dass kein Touchscreen vorhanden ist, aber das war ja vorher bekannt. Die Bedienung erfolgt über wenige Tasten. Über die Menüführung kann man zum Beispiel die Schriftgröße variieren. Es lassen sich immerhin 5 verschiedene Schriftgrößen auswählen, von S bis XXL. Hier seht ihr den Unterschied:



Dass man die Schrift auch größer einstellen kann, ist wirklich sehr angenehm. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist allerdings, dass die unten genannte Seitenzahl bleibt. In Größe L bedeutete das, dass ich jede Seitenzahl dreimal hatte, bis ich zur nächsten Seite kam. Das ist schon irritierend, besonders dann, wenn man ein Lesezeichen setzt. Wenn ich mich zum Beispiel auf dem zweiten Teil der Seite 10 befinde, setzt er das Lesezeichen natürlich auf den Anfang der Seite.

Neben der Einstellung der Schriftgröße kann man natürlich auch noch die Helligkeit und die Farben anpassen.




Wer also mag, kann sich zum Beispiel einen gelben oder roten Hintergrund wählen. Ich mag's nicht, am liebsten einfach schwarz auf weiß, so wie immer. :o) Die Anpassung der Helligkeit ist eine tolle Sache. Es ist ja nicht notwendig, dass das Display bei Sonnenschein hell leuchtet. Umgekehrt kann man es sich bei Dunkelheit heller stellen.

Ich weiß nicht, ob mein Gerät eine kleine Macke hat, aber eine Sache will mir partout nicht gelingen: Die Einstellung von Datum und Zeit, soll heißen, ich kann es zwar einstellen, aber es ändert sich nicht. Wie ihr auf den Bildern seht, stand das Datum bis heute immer noch auf Ende Dezember 2011. Ich glaube ehrlich gesagt nicht so ganz, dass das im Sinne des Erfinders war. Aber egal, damit kann ich leben.

Nebst ebooks lesen kann man natürlich auch Musik hören. Aber ehrlich gesagt ist der Klang eher bescheiden, ein großer Genuss ist das sicher nicht. Vorteil ist jedoch, dass man eben nur ein Gerät benötigt.

Ich verwende den Reader auch als Speicher für Fotos, damit ich sie der Familie und Freunden zeigen kann. Die Qualität ist ganz gut, die Farben kräftig.



Sehr schön für das Betrachten von Bildern ist im Menü unter den Einstellungen die Funktion "Automatisches Drehen". Bei Aktivierung dieser Funktion passt sich die Anzeige automatisch an, wenn man den Reader etwas dreht. Es sei aber vorab gesagt, dass das automatische Drehen beim Lesen eines Buches lästig ist, denn es dauert auch seine Zeit, bis sich das Bild wieder umstellt. Kaum einer wird den Reader die ganze Zeit still halten, und so empfiehlt es sich, das Automatische Drehen beim Lesen auszuschalten.

Zum Thema Akkulaufzeit: Ich finde eigentlich, dass er sich recht lange hält. Aber: Man muss immer bedenken, dass man das Gerät mit dem mitgelieferten Kabel nur über einen USB-Anschluss aufladen kann. Es ist kein Netzteil im Lieferumfang enthalten - was ich ehrlich gesagt als absoluten Minuspunkt empfinde. Aber natürlich kann das Netzteil zusätzlich - oder wie in meinem Fall nachträglich - gekauft werden.

Das bringt mich zum Punkt sinnvolles Zubehör:

Zunächst einmal würde ich das eben genannte Netzteil dazukaufen. Falls ihr euch beim Kauf wundert, dass es nicht passt - keine Panik. Zum Anschluss an das Gerät benötigt man tatsächlich auch das mitgelieferte USB-Kabel, das heißt, es müssen immer beide Kabel mitgeschleppt werden, super Idee. :o(



Außerdem empfiehlt es sich natürlich, das gute Stück auch sicher zu verpacken, damit es geschützt ist. Auch eine Tasche ist natürlich nicht im Lieferumfang enthalten. Die angebotenen Neopren-Hüllen mögen zwar praktisch und sinnvoll sein, aber mir waren sie schlichtweg zu langweilig.

Deshalb war ich auf der Suche nach einer Alternative, und natürlich wurde ich auch bei Tauschticket fündig, denn hier gibt es massig begabte Hobbynäherinnen. Ich hatte mich aber direkt in die schöne Taschen von rohmanna verliebt. Diese hier hat sie mir auf Wunsch genäht:



Die Tasche ist schön gepolstert, passt optimal und ich kann auch noch das Kabel darin verstauen. Super ist der Gummi zum Verschließen. Ich bin begeistert von dem Teil und schaue immer mal wieder in ihrem Regal vorbei, ob es was Neues gibt.

Meine Bewertung zum TrekStor 3.0 Reader:

Er hat seine Stärken und seine Schwächen. Ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesem Reader aber sehr gut. Für mich selbst habe ich zwar festgestellt, dass ich doch lieber richtige, echte Bücher lese - aber für unterwegs ist der Reader schon eine tolle Alternative. Es ist schon ein großer Unterschied, ob ich fünf Taschenbücher oder einen Reader mitschleppe. In diesem Punkt ist er unschlagbar. Auch toll sind natürlich die anderen Möglichkeiten der Nutzung. Ich bereue es auf keinen Fall, ihn gekauft zu haben. Wer weiß, vielleicht gönne ich mir, wenn ich mit ebooks besser zurecht komme, auch später in ferner Zukunft mal ein besseres Gerät. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das vorhandene aber vollkommen ausreichend, und ich bin froh, dass ich ihn habe.

Gruß
Deborah

Kerstin Gier - Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Da ich mit Nicholas Flamel immer noch nicht weiter bin - irgendwie brauche ich das Buch wohl doch als TB - falls es dann mal endlich erscheint :o( - habe ich im Kurzurlaub mal eben ein anderes ebook gelesen.


Inhalt:

Kati ist mit Felix glücklich, aber nach fünf Jahren hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist – fünf Jahre zuvor.
Würden Sie alles genauso machen, wenn Sie die letzten fünf Jahre noch einmal leben könnten? Was würden Sie ändern?
Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden.
Ein Roman über die große Liebe und das kleine Glück. Und über die Schwierigkeiten, das Schicksal zu überlisten.

Meine Bewertung:

Das Buch ist optimal für den ebook-Reader. Ich hatte es in meiner üblichen Lesegeschwindigkeit durch. Da es nicht mehrere Handlungsstränge etc. gibt, hatte ich hier keine Schwierigkeiten. Es ist schon lustig, wenn man beim Lesen die Stimmen von Frau Gier und Herrn Reichert von der Vorstellung Ihres Buches auf der Buchmesse im Kopf hat. Seit ich bei der Lesung war, wollte ich dieses Buch auch unbedingt lesen. Schon die ersten paar Seiten waren so locker und lustig geschrieben, außerdem finde ich das Cover mit dem Esel a) gelungen weil passend (wird ganz am Ende des Buches klar) und b) wirklich hübsch. Wie Kerstin Gier schon auf der Lesung bemerkete: Es ist ein Frauenbuch. Denn mal ehrlich, welcher Mann geht in den Buchladen und kauft sich ein Buch mit rosa Cover und Esel drauf?

Die Idee mit der Zeitreise ist sicherlich nicht neu, aber in diesem Fall toll umgesetzt. Ich hab zwar bis zum Schluss vergebens auf eine Erklärung gewartet, was passiert ist, aber letztendlich ist es irrelevant. Der Weg ist das Ziel. Und was Kati alles unternimmt, um sämtliche schlechten Ereignisse der letzten 5 Jahre ungeschehen zu machen - insbesondere DIE HOCHZEIT - und ihrem Schicksal aus dem Weg zu gehen, ist schon phänomenal...komisch. Ich war schon sehr oft laut am Kichern. Zum Glück war niemand in der Nähe....

Das Traurigste an dem Buch ist sicherlich die Erklärung, was mit DEM MEERSCHWEINCHEN passiert ist - aber auch das ist irgendwie unfreiwillig komisch, wenn auch nicht für DAS MEERSCHWEINCHEN.

Es kommt wie es kommen muss, alles wird gut und bis dahin hat man viel Spaß. Perfekte Lektüre für den Urlaub oder auch wahlweise ein verregnetes Wochenende. Egal wie und und wo, es hebt einfach die Stimmung und macht gute Laune. Und ganz nebenbei fragt man sich, was man selbst gerne ändern würde, wenn man die Chance hätte. Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht, ich würde vermutlich rein aus Gewohnheit wieder in jeden vorhandenen Fettnapf treten.

Und nun werde ich mal meinen RUB durchstöbern, was ich noch alles von Kerstin Gier habe. Noch habe ich Urlaub und viiiiel Zeit!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

Gruß
Deborah


Sonntag, 22. April 2012

Trisha Ashley - Schokoladenzauber

Schokolade, ein bisschen Hokus-Pokus, viel Liebe...



Meine Bewertung:

Süß, lieb, nett, eine schöne Geschichte. Aber ich hatte mir ein bisschen mehr davon erhofft. Insbesondere die Magie kommt mir ein bisschen zu kurz. Als der mysteriöse Mann-Drake sich im gleichen Ort niederlässt, wie die Familie Lyon, wird viel Aufhebens darum gemacht und man erwartet sowas wie einen Showdown zwischen Brummbart (Chloes Großvater) und dem Eindringling. Hier sollte man nicht zu viel erwarten ;o) Was es mit der Magie der Schokolade auf sich hat, wird auch nicht so ganz klar - schmeckt sie nur einfach besser durch den Zauberspruch oder erfüllen sich tatsächlich die kleinen Weissagungen auf den Zettelchen in der Figur? Auf jeden Fall reichlich vorhanden: Gefühl, Liebe, enttäuschte Erwartungen, Missverständnissse, noch mehr Liebe,Vergebung, Spaß. Wer romantische Geschichten mag, wird es vermutlich gerne mögen. Denn die Liebesgeschichte zwischen Raffy und Chloe ist schön.

Sonntag, 15. April 2012

Sabrina Qunaj - Elfenmagie....Kopfkino vom Feinsten...

...in HD, 3D, Dolby Surround...

Wichtig vorab: Spoilergefahr! Ich will natürlich nicht zu viel verraten, kann aber nicht versprechen, dass mir das eine oder andere rausrutscht.



Meine Bewertung:

Die Tränen sind gerade erst getrocknet.Ich habe das Buch eben zu Ende gelesen und bin noch total hin und weg. Das Wichtigste vorab: Ich gebe dem Buch 6 von 5 möglichen Sternen! Es ist wirklich das beste, das ich seit langem gelesen habe. Es hat einfach alles zu bieten, was man sich wünschen kann: Phantasie, Liebe, Spannung, unerwartete Wendungen, vielschichtige Charaktere, Missverständnisse, Dramen, Verrat, Schicksal, Magie...das alles und noch viel mehr im Überfluss. 

Wie ihr oben sehen könnt, ist das Cover sehr gelungen. Ich sah es, habe die Inhaltsangabe gelesen und wollte es unbedingt haben. Ich hatte zunächst meine Bedenken, wie dieses dicke Taschenbuch nach dem Lesen aussehen würde, aber ich habe mich getäuscht! Es ist noch immer in einem Topp-Zustand. Okay, ich habe es auch sehr vorsichtig gelesen.

Bemerkenswert ist von Anfang an, dass in diesem Buch quasi die dunkle Seite die gute ist und die Herrscherin des Lichtreiches das personifizierte Böse darstellt. Königin Alkariel ist die große, böse Hexe in diesem Spiel. Wohingegen die Schattenritter und Dunkelelfen die einzige Nachfahrin von Alkariels Schwester Daralee, die Halbelfe Vanora, beschützen. Glendorfil und Eamon wissen, dass Alkariel mit Vanoras Blut die Barriere zwischen dem Lichtreich und dem Schattenreich Elvions zerstören will um wieder über das ganze Reich zu herrschen. Sie wissen auch, dass Vanora dafür sterben muss. Die Schattenritter haben es sich zum Ziel gemacht, Vanora so lange vor Alkariels Einfluss zu schützen, bis sie stark genug ist, gegen Alkariel zu kämpfen und sie zu besiegen. Daher wächst sie unter dem ständigen Schutz der Dunkelelfen in der Welt der Menschen auf, bei ihrem Vater Briac. Ab ihrem zehnten Lebensjahr wird sie jedoch von Glendorfil unterrichtet. Ziel beider Seiten ist die Vereinigung Elvions – aber mit unterschiedlichen Mitteln. Als Fürst Nevliin, der frühere beste Freund und mittlerweile Anführer der Lichtritter, ins Spiel kommt, eskaliert die Situation. Er ist der treue Diener Alkariels bis er ihre wahre Natur und ihren Verrat ihm gegenüber erkennt. Auch er wird zum erbitterten Feind Alkariels.

Bis zuletzt haben sich meine Sympathien für die einzelnen Figuren ständig geändert. Ich wurde immer wieder überrascht, wenn zum Beispiel aus einem vermeintlich gefühlskalten Elfen ein mitfühlendes Wesen und aus einer lieben, unschuldigen Halbelfe eine blutrünstige Rächerin wurde. Auch war ich erstaunt dass mir eine gänzlich unsympathische Figur zum Schluss sehr leid tat, weil sie nur missverstanden wurde: Prinzessin Liadan, König Eamons Schwester. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass sie Eamon sabotierte, doch letztendlich bewahrt sie nur ihr Volk vor weiterem Schaden und verliert dadurch sogar die Zuneigung ihres Bruders und des Fürsten Nevliins – der ihr offensichtlich auch sehr viel bedeutet.

Spannend ist natürlich die klassische Dreiecksbeziehung Eamon – Vanora – Nevliin. Es ist sehr schnell klar, für wen Vanoras Herz schlägt, und dass sich daraus auch ein Kampf zwischen den Rivalen entwickelt. Was natürlich das gemeinsame Ziel, Alkariel zu besiegen, umso schwieriger gestaltet.

Wer jetzt ausschließlich einen Haufen Gefühlsduselei erwartet, wird sich sehr wundern: Bis zur finalen Schlacht kommte es zu einigen spannenden und auch sehr drastisch beschriebenen Kämpfen und Schlachtszenen. In manchen Fällen sind das Gemetzel und der Blutrausch schon erschreckend und nichts für zarte Gemüter. Damit wäre wohl auch die Frage geklärt, ob dieses Buch auch etwas für Männer ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass genug Action vorhanden ist.

Aber auch in der dramatischsten Situation vermag eine Person alles aufzulockern und einem hin und wieder ein Kichern zu entlocken: Der Kobold Bienli. Er und seine Frau Finola sind für mich die absoluten Highlights und auch meine Lieblingscharaktere. Bienli ist einfach klasse – er versucht alles, um seiner geliebten Finola aus dem Weg zu gehen – er hat Angst vor ihrem Kochlöffel, mit dem er wohl schon so einige schmerzhafte Begnungen hatte. Dafür bringt er sich auch gerne mal in die eine oder andere Gefahrensituation, und freut sich am Schluss wie ein Schneekönig, wenn er seiner Finola ein Lächeln entlocken konnte. Die zwei sind für mich das Traumpaar in dieser ganzen Geschichte und ich hoffe sehr, in weiteren Romanen um das Schicksal Elvions wieder von den beiden zu lesen. Schade, leider ist mir der Zettel, mit dem ich einen bestimmten Dialog zwischen Nevliin und Bienli markiert habe, aus dem Buch gefallen und ich finde die Stelle nicht mehr. Dieses Gespräch war einfach göttlich – aber ihr werdet es ja vielleicht selbst lesen und finden.

Ganz wichtig zu wissen: Dieses Buch ist eine abgeschlossene Geschichte. Der zweite Band und eventuell folgende müssen also nicht unbedingt gelesen werden. Ich bezweifle allerdings, dass ihr die Folgebände nicht lesen wollt, wenn ihr Elfenmagie durchgelesen habt. Ich persönlich will auf jeden Fall wissen, wie es in Elvion weitergeht und hoffe auf einige, spannende und ereignisreiche aber auch gefühlvolle Fortsetzungen – Schlachten und Kriege sind ja nicht alles.

Eine der schönsten Momente findet sich ganz am Schluss:

Kurz huschte ein Lächeln über Eamons Gesicht, als er beobachtete, wie Bienli Finola zärtlich durchs Haar stricht, ihre Wange küsste und ihre Tränen fortwischte.
Und dann verstand er...
...Dieses Bild der beiden Kobolde zeigte ihm den Sinn, ließ ihn verstehen...“

Was Eamon versteht, müsst ihr selbst lesen. Ich wünsche euch viele spannende, lustige, traurige Lesestunden! Und der Autorin Sabrina Qunaj danke ich für eben diese Stunden, die sie mich in ein magisches Reich entführte.

Eure Deborah

Ps: Ein herzliches Dankeschön auch an den Aufbau-Verlag und an Blogg dein Buch!

Weitere Infos und Möglichkeit zur Bestellung gibt es direkt beim Verlag: klick mich

Und hier findet ihr die Homepage der Autorin: Sabrina Qunaj

Taschenbuch: 976 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar 2012) 
ISBN-10: 3746627389 
ISBN-13: 978-3746627380

Samstag, 7. April 2012

Ich wünsche euch allen...



...und ein braves Osterhasi, das euch lauter leckere Sachen und vielleicht auch das eine oder andere Buch ins Osternest legt.

LG Debbie

Freitag, 6. April 2012

Alte Bücher im neuen Kleid?

Hallo zusammen,

angeregt durch die Frage im Gewinnspiel auf Clees Bücherwelt habe ich mir darüber Gedanken gemacht, welche Bücher in meinem Regal niemals das Haus verlassen werden, für die ich mir aber "ein neues Kleid" wünschen würde.

Ganz oben auf meiner Liste steht bei mir Michael Ende - Die unendliche Geschichte. Das Buch ist ein Klassiker und wird immer wieder gerne empfohlen und gelesen. Aber man muss leider sagen, dass die alte Aufmachung heute wenig Interesse weckt - mir würde es nicht auffallen, zwischen all den detailreichen Covern der aktuellen Bücher. Da Jugendfantasy einen solchen Boom erlebt - nicht zuletzt durch diese phantasievollen und wunderschönen Cover - würde ich mir wünschen, dass Die unendliche Geschichte neu aufgelegt wird in einer tollen Aufmachung. Ich kann mir das Buch bildlich vorstellen, mit einem hervorgehobenen Aurin, schönen Zeichnungen, aktuellen Farben und zweifarbiger Schrift... Ich würde es mir auf jeden Fall noch einmal kaufen - und ich bin sicher, viele andere auch! Seien es nun Erwachsene in meinem Alter, die sich an Phantásien erinnern, oder Jugendliche, die auf der Suche nach Fantasy-Romanen sind.

Daher mein Wunsch an die Verlage: Bitte legt dieses Buch einmal völlig neu auf, im Design von heute!
Anstatt immer mehr neue auf den Markt zu werfen, sollte man wieder einmal einem phantastischen, alten Buch eine neuen Anstrich gönnen.
Hier sind meine beiden Ausgaben:


Die Frage geht nun an euch, habt ihr auch Bücher, für die ihr euch eine neue Aufmachung wünschen würdet?

LG Debbie

Dienstag, 3. April 2012

Rachel Gibson - Frisch getraut

Lustig, süß, sexy... ein typischer Rachel Gibson



Meine Bewertung:

Keine schwere Kost oder anspruchsvolle Lektüre, einfach eine nette kleine Geschichte. Ein nettes Pärchen, das sich schon zu Kinderzeiten kannte und nach vielen Jahren wieder trifft und lieben lernt. Nicht neu, aber immer wieder schön: Was sich liebt, das neckt sich eben, oder? :o)

Sonntag, 1. April 2012