Freitag, 17. Februar 2012

Auerbach & Keller - Dinner for one, Murder for two: Pippa Bolles zweiter Fall

Meinen herzlichen Dank an vorablesen.de und an List, dass ich dieses wunderbare Buch lesen und bewerten durfte!
Ein Winternachtstraum in Hideaway



Inhalt:
Pippa Bolle ist begeistert: Ihre englische Oma macht Urlaub in Berlin und beordert ihre Enkelin als Haushüterin in die Nähe von Stratford-upon-Avon, den Heimatort Shakespeares. Endlich kann sich Pippa sämtliche Stücke ansehen! Durch die Vermittlung ihrer Großmutter übernimmt sie die Betreuung einer internationalen Theatertruppe, die mit dem weltberühmten Theater-Regisseur Hasso von Kestring für ein Festival probt. Ein Schauspiel in mehreren dramatischen, komödiantischen - und tödlichen Akten beginnt, bei dem Pippa bald nur noch eins weiß: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner.

Meine Bewertung:

Das Buch hat nun wirklich voll und ganz meine Erwartungen getroffen! Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe (was ich auf jeden Fall nachholen werde), hatte ich keine Probleme mit diesem zweiten Fall für Pippa Bolle. Man kann es auch völlig unabhängig von ihrem ersten Fall „Unter allen Beeten ist Ruh: Ein Schrebergarten-Krimi“ lesen. Und wie ich mit Freude gesehen habe, kommt bereits im Juni der dritte Fall: „Tote Fische beißen nicht“. Die Geschichte wird in Südfrankreich spielen. Schön, ich mag auch Südfrankreich sehr gerne.

Nach meinen leichten Abschweifungen nun aber zurück zu „Dinner for one, murder for two“. Rein optisch hat mir das Buch schon mal sehr gefallen, die Covergestaltung ist sehr witzig, auch wenn sie überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun hat. Hat Queen Elli eigentlich nichts gegen die Verwendung ihres Konterfeis für ein Werk Made in Germany?

Das Cover zeigt schon, dass es sich hier nicht um einen blutrünstigen Thriller oder Krimi handelt, sondern eher eine Geschichte mit mörderisch komischen Elementen. Und so könnte man sich auch immer vorstellen, das Miss Marple und Mr. Stringer um die Ecke kommen und den Fall übernehmen.

Eines vorweg, ich finde den ersten Todesfall am traurigsten und tragischsten. Schön wiederum ist, dass hier die typisch englische Skurrilität aufs Korn genommen wird und das ganze Dorf Hideaway eine Riesen-(Trauer-)Party aus dem Tod eines geliebten „Mitbürgers“ (mehr will ich nicht verraten) macht. Oh ja, es gibt mehr als einen Toten in dieser wunderbaren Moritat in mehreren Akten. Mit den Gauklern kommt der Tod nach Hideaway. Auch Shakespeare hätte sicher Freude gehabt an diesem wunderbar leichten „Winternachtstraum“. Neben den Verbrechen findet auch die eine oder andere Liebesgeschichte einen Anfang, einen Neuanfang oder wird aufgedeckt. Aber Pippa Bolle bleibt nach der Trennung von ihrem untreuen Leo alleine. Ob sie wohl in Südfrankeich ein neues Glück finden wird – nebst neuer Abenteuer natürlich?

Der Schreibstil und der Aufbau der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Einige Dinge waren vorhersehbar, andere aber nicht. Und so gab es doch viele überraschende Momente, die das Lesen zum Vergnügen machten. Es ist alles drin: Etwas zum Weinen, etwas zum Lachen, etwas Spannendes, etwas zum Schmachten. So soll eine gute Geschichte sein, ein bisschen wie ein Überraschungsei.:o)

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Donnerstag, 16. Februar 2012

Heute mal eine kleine Bastelarbeit

Inspiriert von einem bestimmten Thread bei TT habe ich mal was gebastelt:


Das konnte ich mir nicht verkneifen. Na, wie findet ihr meinen Wuschel?


Grüßle!

Donnerstag, 9. Februar 2012

Sharon Owens - Sieben kleine Geheimnisse

Ein wunderschönes Buch!



Inhalt:

Witwe mit Anfang 30? Als ihr geliebter Mann plötzlich stirbt, bricht Rubys Welt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Doch nach und nach begegnet sie sieben Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen und sie erkennt, dass man sein Glück auch dann finden kann, wenn alles verloren scheint …

Meine Bewertung:

Ein so schönes Buch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte - und plötzlich ist es einfach fertig. Schade, ich könnte noch weiterlesen. Die Geschichte fängt sehr traurig an, Ruby verliert ihren geliebten Mann Jonathan ausgerechnet an Weihnachten. Am gleichen Tag beginnt auch etwas Neues: Sie lernt am selben Abend den Gärtner Tom kennen. Er bringt ihr den Weihnachtsbaum, den sie eigentlich zusammen mit Jonathan schmücken will - doch er kommt nie zu ihr zurück sondern stirbt nach einem Autounfall. Tom hat ebenfalls vor Jahren seine Frau verloren, Kate starb an Brustkrebs. Durch Zufall/Schicksal/Jasmine (?) begegnen sich die zwei immer wieder. Ruby gibt sich nicht auf, sie lebt ihr Leben und lässt sich nicht unterkriegen. Sie übernimmt die kleine Boutique ihrer ehemaligen Chefin, verkauft ihr Haus und zieht in die Wohnung über dem Laden ein. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jasmine sortiert sie ihr Leben vollkommen neu.

So eine Jasmine wünscht sie sicherlich jede Frau - ich ehrlich gesagt auch. Was für eine tolle Freundin. Sie geht mit Ruby durch dick und dünn und die beiden Frauen haben auch viel Spaß miteinander. Das ändert sich auch nicht, als neue Männer in ihr Leben treten.

Ruby näht in ihrer einsamen Zeit direkt nach dem Tod ihres Mannes sieben schöne und unterschiedliche Samttaschen - für jede dieser Taschen erfährt sie ein kleines Geheimnis über das Glück und wie man es finden kann.

Also ich kann nur sagen, wer romantische, traurige, lustige, schöne Geschichten mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen und hier und da ein Tränchen vergießen und mit Ruby und Jasmine lachen. Es lohnt sich! "Sieben kleine Geheimnisse" lässt einen mit einem Lächeln zurück.

Sonntag, 5. Februar 2012

Anne Cushman - Ich, mein Karma und Er

Auf dem Pfad der Erleuchtung



Inhalt:

Eine Amerikanerin in Indien: Amanda sucht Erleuchtung und tappt ins Chaos

Kurz vor Amandas 30. Geburtstag ist sie weder verheiratet noch erfolgreich und auch nicht spirituell erleuchtet. Im Gegenteil: Sie verfasst dümmliche Reiseführer für einen Hungerlohn, und ihr Liebesleben ist eine einzige Warteschleife. Da kommt ihr das Angebot ihrer Verlegerin gerade recht: Amanda soll nach Indien reisen und für ein neues Reiseführer-Projekt recherchieren: „Erleuchtung für Anfänger“. Amanda ist sofort Feuer und Flamme – und als sie im fernen Indien mit ominösen Gurus Bekanntschaft macht und sich die Gliedmaßen beim Yoga verrenkt, erkennt sie: die Erleuchtung hat zwei Beine und karottenrote Rastalocken …

Meine Bewertung:

Ganz nett zu lesen, eine interessante Geschichte. Da ich leider überhaupt nichts mit Yoga, Meditation und Erleuchtung am Hut habe, war es aber auch ein bisschen anstrengend (mit den ganzen indischen Begriffen). Eines weiß ich nach Lektüre des Buches nun ganz gewiss: Ich möchte weder Yoga lernen, noch einem Ashram beitreten und ganz sicher nicht nach Indien! Ich denke, dass die Zustände in Indien sehr originalgetreu geschildert sind (vielleicht ein Heilmittel für Bollywood-Verliebte?). Bootsfahrten auf dem Ganges mit der Besichtigung einer Verbrennung? Übernachtungsmöglichkeiten, in denen man sich freut, nur von Flöhen und nicht von Wanzen gebissen zu werden? Nee, nicht meins! :o) Meinen Respekt für den diejenigen, die sich mehrere Monate/Jahre dort aufhalten, um Erleuchtung zu finden. Wer von solch einer Reise träumt, wird das Buch sicher sehr interessant und spannend finden.