Samstag, 29. Oktober 2011

K.A. Milne - Glückstreffer

Dieses Buch ist ein echter Glücksfall




Inhalt:

»Manche Menschen haben Glück in der Liebe. Du ganz bestimmt nicht.« – In Bitterschokolade getunkt, sind die Unglückskekse der Verkaufshit in Sophies Chocolaterie. Doch auch der Erfolg lässt das Herz der jungen Frau nicht höher schlagen, seit sie kurz vor der Hochzeit von Garrett verlassen wurde. Als Garrett eines Tages ihren Laden betritt und sie um Verzeihung bitten möchte, schlägt sie ihm einen Handel vor: Per Anzeige soll er nach dem wahren Glück suchen. Und erst wenn 100 gute Gründe, glücklich zu sein, vor ihr liegen, will sie ihn wiedersehen.

Meine Bewertung (in diesem Fall eher meine Gedanken):


Gesucht: Glück
Nur dauerhaftes Glück erwünscht. Nichts Flüchtiges. Bitte um Zuschriften...

Mehrere liebe Forums-Freundinnen hatten von diesem Buch geschwärmt. Vermutlich hat es das Glück zu mir gebracht. Denn kurz nachdem ich es als Suchi in meine Liste aufgenommen hatte, lag es in einem sehr guten Zustand in einem Gebrauchtwarenladen. Ich konnte "damals" mein Glück nicht fassen und habe es direkt mitgenommen und gelesen.

Um es kurz zu machen: Das Buch ist überraschend, schön, traurig und regt auch zum Nachdenken an. Kaum einer wird sich danach nicht die Frage stellen: "Was ist denn nun eigentlich Glück?" Auch ich habe angefangen, mir Gedanken zu machen. Leider wurden diese jäh unterbrochen durch die plötzlichen und unerwarteten Abschiede von zwei meiner Degus, schlechte Nachrichten... Für mich persönlich ist der Oktober dieses Jahres ein Unglücksmonat, den ich gerne übersprungen hätte. Aber vielleicht ist der November ja wieder gnädiger und beschert mir auch wieder ein paar Glücksmomente.

Ich kann nur empfehlen, das Buch zu lesen - es ist einfach lesenswert.

Liebe Grüße
Debbie

Sonntag, 16. Oktober 2011

Debbie im Bücher-Wunderland

Gestern war es endlich soweit: Der heißersehnte allererste Besuch auf der Frankfurter Buchmesse! Ich habe mir schon vor Monaten bei der Mayerschen Buchhandlung ein Ticket für Fahrt und Eintritt gekauft.

Wie fast schon befürchtet, war ich von der Größe der Messe, der Masse an Besucher und der vielen Bücher und Stände um mich herum schon sehr irritiert. Ich habe mir daher als erstes einen Programmpunkt ausgesucht, den ich auf keinen Fall verpassen wollte: Kerstin Gier stellte ihr neues Buch "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" vor.

Ich konnte es kaum glauben, dass ich es tatsächlich geschafft hatte, mir einen Sitzplatz zu ergattern. Das Interview und die Lesung mit Klaus Reichert waren toll. Herr Reichert hatte die zweifelhafte Ehre, mit Frau Gier zusammen zu lesen. Zweifelhaft deshalb, weil es keine sehr schmeichelhafte Rolle war, sondern die einer nervigen Kurzzeitbekanntschaft während einer Zugfahrt: Herrn Billy Paul Habenschaden, seines Zeichens Produkttester. Die Beschreibung dieses Herrn führte zu vielen Lachern im Publikum, Herr Reichert nahm es jedoch gelassen.

Frau Gier ist sympathisch und brachte das Ganze sehr locker rüber. Nach diesem kleinen Auszug aus dem neuen Buch, hätte ich es am liebsten sofort gelesen. Doch leider wird es (voraussichtlich?) erst am 11.11.2011 (klasse Datum - am 11. im 11. im 11.). Wir werden uns also noch etwas gedulden müssen, aber es liegt in den letzten Zügen, hat uns Frau Gier glaubhaft versichert.

Direkt im Anschluss signierte sie noch Autogrammkarten und mitgebrachte Bücher. Es war schön, so viele leuchtende Augen zu sehen, von Mädchen, die sich ihr "Rubinrot" oder "Smaragdgrün" signieren ließen. Ich hätte ja auch gerne noch ein Autogramm von ihr geholt - zumindest auf die Leseprobe - aber als ich dann quasi dran war, mussten sie die Aktion abbrechen und an den Lübbe Stand in einer anderen Halle verlegen. Das habe ich dann leider verpasst, da ich den Lübbe Stand erst am späten Nachmittag überhaupt gefunden habe. Ach Mensch... :o)



Im Anschluss bin ich Richtung Halle 3 getigert, denn dort fanden für mich die interessantesten Termine statt: Martin Perscheid, Ralph Ruthe und Josha Sauer sollten in dieser Halle signieren. Gefühlt war ich die ganze Zeit nur am Suchen von irgendwelchen Ständen, wo die Aktionen stattfanden. Ich habe es auch tatsächlich geschafft, mir eine Karte von Herrn Perscheid signieren zu lassen (bekanntes Motiv: "Wenn Deppen duschen") und ein paar Bilder zu machen. Wolfgang und Heike Hohlbein habe ich auch fotografiert, aber zu signieren hatte ich nichts.

Als ich endlich den am Carlsen Stand genannten Comicladen gefunden hatte, bei dem ich die neuen Ruthe Bücher kaufen durfte, musste ich dort auch Schlange stehen, bis ich reinkam. Hat sich aber gelohnt, denn endlich hielt ich "Scheißdregg bassiert halt" und "Gefällt mir" in Händen. Mit den Büchern bewaffnet huschte ich gegen 13.30 Uhr zum Comic Centrum, wo Ralph Ruthe an Tisch 4 signierte. Zum Glück habe ich durch Zufall mitbekommen, dass man eine Wartenummer braucht und sich - was für eine Überraschung - in die nächste Warteschlange begeben durfte. Hier dauerte die Warterei doch etwas länger, insgesamt etwa eine 3/4 Stunde, aber dafür bekam jeder ein richtiges kleines Cartoon in sein Buch gemalt. Ähm...und da wahrscheinlich die meisten noch so unverschämt waren wie ich und gleich mit mehreren Büchern ankamen, brauchte das halt ein bisschen mehr Zeit.
Das Warten war aber auch hier gar nicht so schlimm, denn ich hatte sehr nette, unterhaltsame Menschen um mich rum. Man tauschte mal eben die Bücher zum Anschauen aus, lachte und quatschte ein bisschen zusammen. Und dann durfte ich endlich auch mal Hallo sagen und meine drei Bücher neu gestalten lassen. Ich fand es total klasse, ihm beim Zeichnen zuzuschauen und habe mich riesig gefreut, ihn eeeendlich mal Live und in Farbe zu sehen. Es hat ja jetzt nur 11 Jahre gedauert, bis mein "Schweinskram" die Ehre einer Unterschrift bekam :o) Ein dickes, fettes Dankeschön an Ralph Ruthe.



Danach hatte ich keine Termine mehr, denn die Vergabe der Teilnehmerkärtchen für Josha Sauer hatte ich zwischenzeitlich verpasst. Macht aber nichts, es gab auch so genug zu sehen. Schon allein die Menschen, die hier unterwegs waren. Einige zogen viele Blicke auf sich - hier ein paar Impressionen:




Sogar eine österreichische Kaiserin war da.


Toll, mit wieviel Phantasie und Liebe zum Detail hier Kostüme angefertigt oder zusammengestellt wurden. Die Jungs und Mädels waren einfach spitze und hatten offensichtlich viel Spaß.

Die Zeit wurde langsam knapp, ich war eine zeitlang draußen unterwegs und habe dann auch noch kurz die Island-Ausstellung besucht. Das war sehr beeindruckend. Der Raum war ziemlich dunkel, es standen überall Leinwände auf denen lesende Menschen vor Bücherregalen gezeigt wurden. Davor saßen auch echte Menschen und lasen. Auf mehreren Leinwänden wurden Szenen aus Island gezeigt, unter anderem ein aktiver Vulkan.


Etwa um 17 Uhr machte ich mich langsam auf den Rückweg, stellte mich auf die Laufbänder der Via Mobile und ließ mich Richtung Ausgang Halle 10 chauffieren. Das war angenehm. Die Taschen wurden langsam schwer, genau wie die Füße. Der ganze Rest wollte auch nicht mehr wirklich. Als ich kurz vor 18 Uhr im Bus saß, war ich mächtig froh hierüber - denn einen Moment hatte ich Panik, dass ich den richtigen Bus nicht finden würde. Doch ich hatte Glück. Die Rückfahrt dauerte nicht einmal 2 Stunden, von denen ich mindestens eine halbe Stunde verschlafen habe.

Alles in allem war es ein aufregender Tag - auch wenn ich mir die Messe nicht ganz so hektisch vorgestellt hatte. Ich denke, beim nächsten Mal muss ich das doch genauer planen. Unsere Reiseleiterin hatte recht, wenn man sich direkt zu Beginn treiben lässt, fehlt einem die Zeit für Dinge, die man unbedingt anschauen wollte.

Noch ein paar Wörter zum Angebot der Mayerschen Buchhandlung: Ich fand die Buchmessefahrt sehr gut organisiert. Völlig unerwartet gab es auch noch eine tolle Stofftasche mit einem Buch (Doris Lessing - Das goldene Notizbuch), einem schönen Notizbuch, Informationen zur Messe, einer Einladung zu einer Veranstaltung von GU auf der Messe, einen Gutschein für eine kleine Überraschung von GU und einen Kofferanhänger. An dieser Stelle möchte ich mich auch vielmals bei der Buchhandlung und unserer Reiseleiterin bedanken. Die 36,- Euro waren mehr als gut investiert in einen schönen Ausflug.

So, hier noch ein paar Bildchen und dann lass ich euch erstmal in Ruhe. :o)






Gruß
Debbie

Ps: Kann man das Plakat (letztes Bild) irgendwo kaufen???
Pps: Es ist frustrierend, dass man all die schönen Bücher, die da rumstehen, nicht mitnehmen darf.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Somewhere over the rainbow...

Zeit Abschied zu nehmen. Wir haben unser Lieblingsdegu-Mädel Flummi heute erlösen lassen. Sie schlief friedlich in meinem Arm ein.



Mir fehlen gerade die Worte... vielleicht passt am besten ein Lied:


Somewhere over the rainbow
Way up high
And the dreams that you dreamed of
Once in a lullaby


Somewhere over the rainbow
Blue birds fly
And the dreams that you dreamed of
Dreams really do come true


Someday I'll wish upon a star
Wake up where the clouds are far behind me
Where trouble melts like lemon drops
High above the chimney top is where you'll find me...


Es fällt schwer, loszulassen, aber es war Zeit, zu gehen. Leb wohl, Super-Degu...und grüß Molly von mir.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Peter Mayle - Ein guter Jahrgang

Sorry, dieses Mal hat es etwas länger gedauert mit einem neuen Eintrag. Das Buch habe ich schon Ende letzten Monats gelesen - ich muss jedoch zugeben, dass ich etwas schreibfaul war.

Ach ja, zum Abschluss des Sommers mal wieder ein bisschen Provence-Feeling...



Inhalt:

Die fristlose Kündigung bedeutet für den Londoner Investment-Banker Max Skinner das Ende seiner steilen Karriere, doch gleichzeitig erhält er Post aus Frankreich: Sein Onkel hat ihm sein Anwesen in der Provence vermacht. Max kehrt in das alte Landhaus zurück, in dem er als Kind viele unbeschwerte Ferientage verbrachte. Schnell stellt er fest, dass der hektische Alltag auf dem Parkett des internationalen Finanzmarktes im absoluten Gegensatz zum beschaulichen Leben auf dem französischen Land steht. Hier spielt man in der Nachmittagssonne Boule und flirtet unbeschwert. Doch schon bald muss sich Max eingestehen, dass auch in der absoluten Idylle saure Trauben den Wein verderben können…

Meine Bewertung:

Ein typisches Buch von Peter Mayle - englischer Auswanderer in der Provence. Und genau dafür liebe ich diese Bücher. Es ist vieles vorhersehbar aber die Geschichte ist einfach schön. Ein Mann kommt in ein Land mit einer ganz anderen Lebensart und fängt dort an, richtig zu leben. Schön beschrieben wird (wie immer) die Umgebung, in diesem Fall der Luberon. Eine Gegend, die ich auf jeden Fall in den nächsten Jahren irgendwann einmal besuchen möchte - allerdings muss ich dafür meine Sprachkenntnisse erst einmal auffrischen. Man sieht das alte Haus, das Max Skinner von seinem Onkel geerbt hat, förmlich vor sich und kann sich den blauen Himmel über den Weinbergen vorstellen. Ich verspüre bei solchen Büchern auf jeden Fall eine unbändige Lust, mein Köfferchen zu packen und in den Süden abzudüsen - und das, obwohl ich kein Hitzefan bin.

Wenn ihr auf der Suche nach ein bisschen Sommer, Sonne und Savoir Vivre seid, kann ich euch getrost dieses schöne Buch empfehlen.

Und falls ihr keine Lust zu lesen habt: Das Buch wurde unter dem Titel "Ein gutes Jahr" von Ridley Scott mit Russel Crowe in der Hauptrolle verfilmt . Den Film kann ich leider noch nicht beurteilen, da ich bis jetzt nur Bruchstücke davon gesehen habe.