Samstag, 27. August 2011

Alan Bradley - Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Hilfe, schon wieder ein Spiegel-Bestseller, der mir gefällt! So langsam wird's unheimlich...




Inhalt:

"Im zarten Alter von elf Jahren stolpert Flavia de Luce eines Morgens im Garten ihres Elternhauses über die Leiche eines Mannes, der am Abend zuvor einen handfesten Streit mit ihrem Vater hatte. Schon bald ist klar, dass der Fremde ermordet wurde, und die Polizei verdächtigt umgehend Colonel de Luce, die Tat begangen zu haben. Flavia will nicht glauben, dass ihr Vater dieses Verbrechen begangen hat und beginnt unverzüglich mit eigenen Ermittlungen, um dessen Unschuld zu beweisen. Bei ihren Nachforschungen stößt sie allerdings auf ein dunkles Kapitel aus seiner Vergangenheit. Er scheint tiefer in den Fall verwickelt zu sein, als Flavia lieb sein kann. Die junge Detektivin muss befürchten, dass ihre privaten Ermittlungen eher dazu beitragen könnten, ihren Vater zu belasten. Letztlich helfen Flavia ihre erstaunlichen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Chemie, um Klarheit in den komplizierten Fall zu bringen, doch dabei gerät sie selbst in allerhöchste Gefahr …"

Meine Bewertung:

Wow! Ich bin begeistert, das Buch ist einfach toll. Ich muss gestehen, dass mir schon das Cover so gut gefallen hat, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Irgendwie stellte ich mir die ganze Zeit beim Lesen Christina Ricci in ihrer Rolle bei der Addams Family vor - ein schlaues Mädchen, das teilweise auch etwas unheimlich ist. Mag sein es liegt daran, dass sie so eine begeisterte Giftmischerin ist. Ihre Kenntnisse benutzt sie durchaus auch schon mal, um ihre nervigen, älteren Schwestern Daphne und Ophelia etwas zu bremsen. Zur Geschichte: Ich fand sie von Anfang bis Ende spannend, denn selbst Flavia ist bis kurz vor Auflösung des Rätsels nicht ganz sicher, ob nicht doch ihr Vater der Mörder ist. Dennoch bleibt sie unerschrocken an dem Fall dran und kann letztendlich alles aufklären, und das obwohl der entscheidende Teil der Geschichte weit vor ihrer Zeit begann, als ihr Vater selbst noch ein Schüler war. 

Ich freue mich schon riesig auf die anderen Bücher, die ich unbedingt auch lesen möchte. Ich befürchte, das Buch wird als Behalte-Buch in meinem Regal enden. Ich ringe noch mit mir selbst - aber eigentlich sollten Bücher ja von vielen gelesen werden...

Aus der Reihe gibt es bisher noch ein weiteres Buch (bisher nur HC, ab Oktober 2011 als TB):

Alan Bradley - Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel

im Oktober 2011 erscheint noch eins, zunächst aber als HC:

Alan Bradley - Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel



Samstag, 20. August 2011

Jutta Profijt - Kühlfach 4

Fantasy Krimi-Komödie? Ich weiß nicht so genau, wie ich das Buch einordnen würde.



Inhalt:

»Wer bist du?«, fragte er flüsternd.
»Ich bin Pascha, der Kerl aus dem Kühlfach vier.«
»Aber du bist tot, du kannst nicht mit mir sprechen«, wandte er ein.
»Hast du noch nie was von Nahtod gehört?
Die Seele verlässt dem Körper und macht sich dann irgendwann auf den Weg durch den Tunnel. Aber hier ist kein Tunnel, ich weiß nicht, wo ich hin soll.«
Dr. Martin Gänsewein trägt Dufflecoat, fährt Ente und sammelt Stadtpläne. Außerdem hat er täglich mit Leichen zu tun, denn er ist Rechtsmediziner - und zwar ein gewissenhafter. Wo die Seelen der Verstorbenen bleiben, überlässt er den Glaubenseinrichtungen der Angehörigen. Bis die Seele eines kleinkriminellen Prolls sich im Institut einnistet und behauptet, ermordet worden zu sein. Pascha verlangt von Gänsewein die Aufnahme der Ermittlungen ... 

Meine Bewertung:

Klasse! Sehr unterhaltsam. Diese total unterschiedlichen Charaktere, die hier aufeinander stoßen und noch schlimmer, aufeinander angewiesen sind, machen die Geschichte sehr amüsant. Ein schnoddriger, von sich selbst eingenommer Kleinkrimineller oder besser dessen Geist/Seele, was auch immer, trifft auf den akkuraten, ziemlich spießigen Rechtsmediziner Dr. Martin Gänsewein und wirbelt dessen Leben ziemlich durcheinander. Pascha (oder eigentlich Sascha - er nennt sich aber nicht mehr so, seit dem es da einen Schnulzensänger gleichen Namens gibt) ist leider von einer Behelfsbrücke gestürzt und war direkt tot. Es könnte natürlich mit den 3,7 Promille Alkohol im Blut zusammenhängen, oder aber damit, dass er von der Brücke gestoßen wurde. Genau hiervon versucht er Martin zu überzeugen - der leider Gottes der einzige Sterbliche ist, zu dem Pascha Kontakt aufnehmen kann. Martin, der nebenbei auch noch ziemlich unbeholfen und tollpatschig ist, gerät von nun an in immer abstrusere Situationen. Je näher sie dem Geheimnis kommen, umso gefährlicher wird es auch für Martin. Für Pascha nicht, er ist ja schon tot. Es tauchen noch mehr Leichen auf, bei denen eine Verbindung zum Mord an Pascha besteht. Bloß, wie soll man erklären, dass man seine Kenntnisse von einem Toten hat? Martins Kollegen werden bald misstrauisch und halten ihn langsam aber sicher für verrückt. Oder ist er gar ein Verbrecher?

Ich musste viel Lachen über die dämlichen Sprüche von Pascha, gleichzeitig bleibt es bis zum Schluss spannend. Die Frage nach dem Mörder wird wirklich erst ganz am Ende aufgelöst. Manchmal tut einem Martin furchtbar leid. Man stelle sich die Situation vor: Eingeladen bei der Freundin, man kommt sich gaaaanz langsam näher, es wird heißer und heißer...und plötzlich schreit es im eigenen Kopf, dass man endlich mal voran machen soll... Kein schöner Gedanke, dass ein Geist ständig als Voyeur dabei ist...

Fazit: Unbedingt lesen!

Und ich kann jetzt erst mal noch die anderen Bücher suchen. Will ja wissen, wie es weitergeht. :o)

Die Fortsetzungen:

Jutta Profijt - Im Kühlfach nebenan
Jutta Profijt - Kühlfach zu vermieten
Jutta Profijt - Kühlfach: Betreten verboten

Mittwoch, 17. August 2011

Arnaud Delalande - Das Vermächtnis von Mont Saint Michel

Jäger des verlorenen Schatzes meets The Davinci Code...



Inhalt:

Unter den Schätzen, die ein todkranker Kreuzritter aus dem Heiligen Land mitbringt, ist ein geheimnisvoller siebenarmiger Leuchter aus purem Gold, den er in der Abteikirche Mont Saint-Michel vergraben lässt. 900 Jahre später taucht im Depot der Vatikanischen Sammlungen ein rätselhaftes Gemälde mit einem solchen Leuchter auf. Die Kunststudentin Judith soll das Bild begutachten und kommt dabei einer Verschwörung hinter den Kulissen des Vatikans auf die Spur...


Meine Bewertung:

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich herzlich wenig Ahnung habe von den üblichen Verstrickungen und Spannungselementen in Krimis. Zu Deutsch: Ich habe bisher eigentlich nur historische Mordsgeschichten (z.B. die Beginen-Reihe von Andrea Schacht) gelesen. Die Bewertungen, die ich auf einer anderen Internetseite gelesen habe, sind für dieses Buch eher niederschmetternd.

Meine subjektive Bewertung fällt jedoch anders aus: Mir gefällt das Buch! Dies auch vor dem Hintergrund, dass Gegenwart und Vergangenheit verknüpft sind und das Ganze in mehreren Ländern spielt - darunter eines meiner Lieblingsländer - nämlich Frankreich. Ich finde die verschiedenen Handlungsstränge durchaus interessant und auch spannend. Aus diesem Grund habe ich das Buch auch in einem Rutsch durchgelesen. Letztendlich hätte zum Beispiel die Vatikan-Verschwörung sicherlich noch ausführlicher und spannender beschrieben sein können, aber nichts desto trotz finde ich es auch gut, wenn ein Buch sich nicht über viele 100 Seiten zieht.

Die Geschichte um den siebenarmigen Leuchter hat für mich ein bisschen was von Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes - einem meiner Lieblingsfilme von früher. Nur, dass in diesem Fall eine junge, französische Kunststudentin namens Judith einem großen Geheimnis auf die Spur kommt, einem Geheimnis, das die Menschheitsgeschichte beeinflussen könnte.

Der Machtkampf im Vatikan wird zum Ende hin auch sehr spannend - insbesondere weil die Bösen überhaupt keine Ahnung haben, was für einen wertvollen Schatz sie in Händen halten. Ein Schatz, der insbesondere für den zukünftigen Papst von großer Bedeutung ist.

Inwiefern die geschichtlichen Passagen aus dem Mittelalter und zu den Kreuzzügen historisch korrekt sind, vermag ich nicht zu beurteilen, doch auch sie sind gut geschrieben.

"Das Vermächtnis von Mont Saint-Michel" ist einfach ein unterhaltsames, spannendes Buch, das meines Erachtens durchaus Beachtung verdient. Außerdem möchte ich endlich einmal den Mont Saint-Michel besuchen. Schon so lange wünsche ich mir das - hoffe, dass es irgendwann mal klappt.


Montag, 15. August 2011

Huch - ich habe gerade einen Award bekommen!



Vielen herzlichen Dank an cinema in my head!!!



Die Regeln zum Award:

1. Bedanke dich (in deinem Post + Verlink den Blog)
2. Schreibe 7 Dinge über dich selbst!

3. Verleihe deinen Award (höchstens) an 15 andere Blogs

4. Informiere sie über deine Verleihung!

Okay... also gepostet und verlinkt habe ich :o)



Das mit den 7 Dingen über mich selbst ist schon etwas schwieriger. Die Reihenfolge ist übrigens rein zufällig:

1. Ich mag Frühling und Herbst am liebsten, wegen der Farben
2. Ich fotografiere gerne (deshalb auch 1.)
3. Etwas ganz Neues: Ich lese gerne :o)
4. Lieblingsbuch, Lieblingsmusik, Lieblingsfilm wechseln bei mir ständig
5. Ich würde gerne viel mehr verreisen, die Welt kennenlernen, immer wieder gerne Paris und Lissabon
6. Ich mag Tomaten
7. Ich mag meine Fellnasen, die Degu-Mädels Sharifa, Flummi und Lexi (von links nach rechts)




Ich verleihe den Award an:


www.Glasbluemchen.de bloggt


summer in my head


Lia's bunte Welt


Herzlichen Glückwunsch! Nun noch Bescheid sagen und ich hab alles erledigt, oder? :o)

Sonntag, 14. August 2011

Deirdre Martin - Zum Glück verhext

Etwas feurig Heißes für den verregneten Sommer



Inhalt:


"Wenn alles nichts hilft, dann vielleicht ein Liebeszauber? Kaum hat Gemma Dante diesen ungewöhnlichen Weg zu einem Rendezvous gewählt, stehen nicht einer, sondern gleich zwei sexy Männer vor ihrer Tür. Leider sind beide nicht ihr Typ; vor allem der anständige New Yorker Feuerwehrmann Sean Kennedy passt wirklich nicht zu Gemma. Aber küssen kann der Mann, dass ihre Welt in Flammen steht …"

Meine Bewertung:

Meine übliche Kritik am Klappentext...ich habe das ganze Buch durch den zweiten sexy Mann gesucht. War damit etwa der farblose, durchgeknallte Computer-Freak gemeint??? Na ja...

Das Buch liest sich flüssig, ein bisschen Mystik, ein Schuss Erotik, ein bisschen Familien-Drama. Etwas zum Lachen, etwas zum Weinen. Sehr sexy. So ziemlich alles drin. Leichte *hüstel* Sommerlektüre. Viel gehext wird allerdings nicht - wer darauf wartet, wartet vergeblich. Ein Liebeszauber und das war's, den Rest des Buches ist nur noch die Rede davon, dass Gemma Hexe ist. Und wie sie nach einiger Zeit feststellt, ist sie nicht die einzige in ihrer Familie. Der Familienkonflikt in der großen, italienischen Familie, die Sorge um ihre Großmutter und die Beziehung zu dem heißen Feuerwehrmann, der sich so sehr von ihr unterscheidet, stehen hier eher im Vordergrund.

Gemma zieht auch eine gute Erkenntnisse aus den Geschehnissen um sie herum: "Aber nur der Augenblick zählt. Jetzt und jetzt und jetzt und jetzt und jetzt."

Vermutlich hat sie recht. Hier noch ein schöner Spruch, der mir gerade zu diesem Thema wieder einfällt (stammt aus einem Animationsfilm - Kung Fu Panda):


"Das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte, doch das Heute ist die Gegenwart und die zu erleben ist ein Geschenk!"

Die englische Version ist allerdings noch viel schöner:

There is a saying: yesterday is history, tomorrow is a mystery, but today is a gift. That is why it is called the "present."

Alles in allem schöner Lesestoff, den ich empfehlen kann. Wenn schon keine Sommerhitze, dann eben heißer Lesestoff!


Sonntag, 7. August 2011

Marsha Mehran - Das persische Café

Nach Italien, Südschweden und England geht es nun auf die grüne Insel in das irische Dorf Ballinacroagh



Inhalt:

"Ausgerechnet in einem abgelegenen irischen Städtchen eröffnen drei junge persische Schwestern ein Restaurant für Spezialitäten aus ihrer Heimat. Anfangs noch misstrauisch, werden die Einheimischen jedoch schon bald durch die exotisch duftenden Speisen der bezaubernden Köchinnen betört. Doch erst bei einem gemeinsamen Gastmahl werden aus den Fremden Freunde – und Liebende …"

Meine Bewertung:

Zunächst einmal kann ich es mir nicht verkneifen zu sagen, dass der Klappentext mal wieder nicht stimmt. Das klingt wirklich zu sehr nach "Chocolat".

Die Geschwister Marjan, Bahar und Layla suchen Zuflucht in dem kleinen Dorf Ballinacroagh, dort wurde ihnen von Estelle Domenico, der Witwe des italienischen Bäckers, die Übernahme ihres Cafés angeboten. Die drei Schwestern machen sich eifrig an die Arbeit, das alte Café zu verwandeln in ihr Babylon-Café. Leider kommen sie mit diesen Plänen Thomas McGuire in die Quere, dem ohnehin schon das halbe Dorf gehört. Die Schwestern eröffnen jedoch sehr schnell das Café und verführen schon bald den hiesigen Dorfpfarrer und verschiedenste Bewohner mit den verführerischen Düften aus ihrer Küche. Anders als im Klappentext beschrieben, sind den drei Frauen viele Bewohner zugetan. Nur ihr Widersacher und die gehässige Dorftratschtante versuchen ständig, die Frauen schlecht zu machen. Doch dies will ihnen nicht so recht gelingen. Zu allem Überfluss verliebt sich Thomas McGuires Sohn in Layla. Dies führt dazu, dass die Situation sich zuspitzt. Die Geschehnisse erinnern die Frauen an ihre Vergangenheit und an ihre Flucht aus dem Iran.

Ich fand das Buch sehr schön zu lesen. Die Beschreibungen der Düfte und Gerichte sind so gut, dass man sie sich direkt vorstellen kann. Die Rezepte im Buch machen Lust, sie auszuprobieren. Ich gestehe, ich war schon einkaufen und habe mir die Zutaten für die rote Linsensuppe gekauft. Werde berichten, wie sie geschmeckt hat :o) Hier das Rezept aus dem Buch: