Samstag, 22. August 2009

Eoin Colfer - Artemis Fowl - Das Zeitparadox



Inhalt:

"Artemis gegen Artemis - spannender denn je!

Durch einen Zeitkanal reisen Artemis Fowl und die Unterwelt-Elfe Holly Short in die Vergangenheit. Sie müssen eine bedrohte Lemurenart vor der Ausrottung bewahren, um in der Gegenwart das Leben von Artemis' Mutter zu retten. Der junge Verbrecher, der das Tier einer Gangsterbande ausliefern will, ist außerordentlich gefährlich. Er heißt - Artemis Fowl"

Meine Bewertung:

Diesmal kämpft Arty gegen mehrere Gegner: Neben seinem gerissenen, jüngeren Ich taucht eine weitere alte Bekannte wieder auf: Opal Koboi. Ich lese die Artemis Fowl Reihe genauso gerne, wie ich Harry Potter gelesen habe. Die sechste Geschichte von Artemis fand ich aber etwas verwirrend. Wie es der Titel schon andeutet, ändert Artemis in diesem 6. Band etwas seine eigene Geschichte durch eine Reise in die Vergangenheit. Artemis ist mittlerweile fast schon ein sympathischer Junge geworden, seine Freundschaft zu Holly, der Elfe und Foaly, dem Zentaur machen ihn richtig menschlich - weit entfernt von dem kleinen Super-Verbrecher-Genie am Anfang der Reihe. Gemeinsam mit den Unterirdischen bekämpft er wieder einmal eine große Gefahr - für Ober- und Unterirdische. Bleibt zu hoffen, dass seine dunkle Seite nicht ganz ausgelöscht wurde - sonst gäbe es ja nichts mehr zu erzählen...Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung - dann aber hoffentlich wieder nur mit einem Artemis.

Mein Fazit: Habe das Buch wie alle anderen Bände verschlungen und wahrscheinlich zu schnell gelesen. Man muss bei dieser Geschichte schon aufpassen, sonst verliert man gerne mal den Faden (junger Arty, älterer Arty, böser Arty, guter Arty...das wird schon ein bisschen viel auf einmal).

Mittwoch, 19. August 2009

Thomas Glavinic - Das Leben der Wünsche




Inhalt:

"Stellen Sie sich vor, Ihre geheimsten Wünsche würden wahr. Die innersten, dunklen Wünsche, von denen Sie selbst bisher nichts ahnten.

So ergeht es Jonas, dem ein Unbekannter eines Tages ein unerhörtes Angebot macht: "Ich erfülle Ihnen drei Wünsche." Der Ehemann, Vater, Werbetexter und leidenschaftliche außereheliche Liebhaber lässt sich auf das Spiel ein. Bis seine Frau eines Abends tot in der Badewanne liegt. Weiß die Nacht etwa mehr von Jonas' Wünschen als er selbst? Unverwechselbar erzählt der in Wien lebende Schriftsteller Thomas Glavinic die Geschichte eines ganz normalen Mittdreißigers, der genau das bekommt, was er sich wünscht. Und noch ein bisschen mehr."


Meine Bewertung:

Ich muss zugeben, dass ich das Buch sehr schnell gelesen habe, immer in der Hoffnung, noch irgendwie Antworten auf all die offenen Fragen zu bekommen: Wer ist Mann, der die Wünsche gewährt hat. Wurden tatsächlich Wünsche erfüllt, oder sind die ganzen Geschehnisse nur Zufälle? Wünscht der (angeblich) gutmütige Jonas, der noch nicht mal einer Spinne oder Fliege etwas zuleide tut, insgeheim vielen den Tod? Was ist mit dem Meteorit?... Ich fand das Buch seltsam und verwirrend. Die Schreibweise hat mir auch nicht wirklich gefallen. Dank der fehlenden Anführungszeichen ist ein Gespräch manchmal schwer nachzuvollziehen. In einem Kapitel läuft die Unterhaltung auch einige Zeit über indirekte Rede, was ich total irritierend fand. Ist wahrscheinlich Geschmackssache. Empfehlen kann ich es Leuten, die Endzeitromane und tiefgründige Bücher lieben, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten geben. Ich persönlich war froh, als ich es fertig gelesen hatte. Für mich definitiv kein Buch zum Behalten.

Sonntag, 9. August 2009

Andrea Schacht - Kreuzblume


Inhalt:

"Das Schicksal einer mutigen jungen Frau in einer dramatischen Epoche. Und die fesselnde Geschichte der zeitweilig verschwundenen Baupläne des Kölner Doms!

Die junge Antonia wächst in den Wirren der napoleonischen Kriege als Tochter einer Maketenderin auf. Erst nach dem Tod der Mutter erfährt die 14-jährige, dass sie das leibliche Kind einer Kölner Nonne ist. Sie macht sich auf die Suche nach ihren Eltern - und stellt dabei verblüfft fest, dass ihr Leben und das jener Menschen, die ihr nahe stehen, eng mit den mittelalterlichen Bauplänen des Kölner Doms verwoben sind. Immer tiefer gerät Antionia in einen Strudel von Intringen und Verbrechen, bis sie selbst die Pläne schließlich wiederentdeckt - und dabei auch die Liebe ihres Lebens findet..."

Meine Bewertung:

Andrea Schacht ist es gelungen, historische Ereignisse zu Zeiten der napoleonischen Kriege in eine spannende Geschichte einzubinden. Da konnte auch nicht der Umfang des Buches abschrecken, bis zu letzt habe ich mit Antonia mitgefiebert. Antonias/Tonis (sie schlüpft auch gerne ab und zu in die Rolle eines Burschen - wenn es hilfreich ist) Lebensgeschichte und die der anderen Protagonisten ist eng miteinander verbunden - und auch der Verlust der mittelalterlichen Baupläne des Kölner Doms zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Mit Antonia hat Andrea Schacht wieder eine mutige junge Frau erschaffen, die sich gegen gesellschaftliche Vorgaben sträubt und sich durch nichts von ihrem Weg abbringen lässt. Auf ihrem Weg verliert sie viele geliebte Menschen (ihre erste Familie - Elisabeth und Wilhelm Dahmen, die sie als ihr eigenes Kind großzogen), aber sie gewinnt auch eine neue Familie (ihre Mutter Elena - eine ehemalige Nonne - und deren Ehemann Wilhelm Waldegg und zwei Halbbrüder, Cornelius und David) und treue Freunde.

Sehr schön fand ich, dass Frau Schacht auch ihre frühere Protagonistin Almut Bossart/von Spiegel noch in dem Buch untergebracht hat (obwohl diese gut 400 Jahre vorher "gelebt" hat). Eine resolute alte Dame (eindeutig eine Nachfahrin von Almut Bossart) unterstützt Antonia in ihrem Anliegen, für die verwundeten und sterbenden Soldaten ein Lazarett zu gründen. Ach ja, habe ich da schon ein Freundentränchen vergossen - weil Almut ist und bleibt eine meiner liebsten Heldinnen, aber die Reihe ist ja nun leider zu Ende - dann natürlich auch am Schluss. Denn es gibt ein gutes Ende für die gesamte Familie Waldegg.

Kurz und bündig: Für mich ein Buch, das ins Regal wandert (zum irgendwann nochmal durchschmökern).

Mittwoch, 5. August 2009

Keine neue Bewertung - nur mein neuer Leseplatz


Mein liebstes Außen-Deko-Teil. Die Schnecke strahlt so schön, wenn die Sonne drauf scheint. Ich geb's zu, ich stehe auf Kristalle und sonstigen Glitzerkram...




Ich habe derzeit Urlaub und dementsprechend Zeit. Habe meinen Balkon optisch überarbeitet (sprich aufgeräumt, sauber gemacht und ein paar neue Pflanzen gekauft). Hier nun ein paar Bilder meiner neuen Lese-Oase, die ich dank der Hitze in den nächsten Tagen wohl ausgiebig nutzen werde (weil bis abends Schatten ;o))